Die Klavierspielerin |
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Autor: Maurice Schuhmann |
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Im eigentlichen Sinn ist weder der 1983 erschienene Roman von Elfriede Jelinek noch seine Verfilmung von Haneke im Jahr 2001 als „erotisch„ zu bezeichnen – eher als eine Form des erotisches Dramas. Die masochistische Sexualität der Protagonistin wird pathologisiert: Sie ist Ausdrucksform ihres Gesamtdaseins, das durch eine krankhafte Mutter-Tochter-Beziehung bestimmt wird. Dennoch lohnt es sich, den Film unter dem Gesichtspunkt seiner erotischen Komponenten zu betrachten, da sich die Autorin im Interview für die Emma gegenüber Alice Schwarzer selbst als Masochistin outete. |
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Gespickt mit autobiographischen Komponenten erzählt die Autorin von der Klavierlehrerin Erika Kohut, einer nach außen unnahbaren und strengen Lehrerin, die mit ihren Schülern hart ins Gericht geht. Hinter dieser Fassade steckt eine sensible Frau, die in körperlicher Selbstverletzung eine eigene, spezielle Form des Umgangs mit ihrem Leben findet. Ihre sexuelle Lust versucht sie, durch Voyeurismus zu kompensieren, und durch den Besuch eines Pornokinos, in dem sie an einem vollgewichsten Taschentuch riecht – bis der Schüler Walter in ihr Leben tritt. In einer Mischung aus Zu- und Abneigung begegnet sie ihm; es kommt zu einer unglücklichen Annäherung der beiden. Denn sie offenbart ihm nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihre für sie mit diesem Begriff untrennbar verbundenen masochistischen Neigungen. |
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