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Eine ängstlichste Samenzelle spielte einst Woody Allen in seinem Film „Was
| Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.“ Und weigerte sich beharrlich, den Weg in eine ungewisse Zukunft anzutreten. Von Millionen Samenzellen schaffen es ja maximal nur 1-2 Vertreter auf eine Eizelle zu treffen. Wenn überhaupt, denn die Hindernisse sind hoch und vielgestaltig. Sollte kein Kondom für ein frühzeitiges Ende sorgen, kann sich ein Scheidenpessar als unüberwindliches Hindernis entpuppen oder aber Chemikalien erweisen sich als ein zu übermächtiger Gegner. |

W.
Allen in der Mitte als
Samenzelle und andere
Protagonisten seines
Filmes |
Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.“ Und weigerte sich beharrlich, den Weg in eine ungewisse Zukunft anzutreten. Von Millionen Samenzellen schaffen es ja maximal nur 1-2 Vertreter auf eine Eizelle zu treffen. Wenn überhaupt, denn die Hindernisse sind hoch und vielgestaltig. Sollte kein Kondom für ein frühzeitiges Ende sorgen, kann sich ein Scheidenpessar als unüberwindliches Hindernis entpuppen oder aber Chemikalien erweisen sich als ein zu übermächtiger Gegner. Ganz zu schweigen davon, daß am Ziel vielleicht aus unterschiedlichen Gründen keine Eizelle darauf wartet, befruchtet zu werden. Die spannende Frage woher Spermien den Weg wissen, erklärt die Biologie mit einem chemischen Leitpfad zur Eizelle.
Doch
Presseberichten zufolge haben Schweizer Forscher
bei einer neuen Studie eine andere
hochinterrasante Entdeckung
gemacht. Nach Experimenten mit menschlichen Spermien, konnte ein Team um den Neurobiologen Peter Brugger beweisen, daß Samenzellen ein primitives Gedächtnis besitzen. In einem einfachen Labyrinth konnten sich die Spermien an die Richtung
erinnern, in die sie zuletzt abgebogen
waren. Bei der nächsten Kreuzung bevorzugten sie eher den entgegengesetzten Weg. Eine plausible Erklärung für dieses Verhalten konnte allerdings nicht geliefert werden, aber eine praktische Anwendung schwebt den Wissenschaftlern schon vor.
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Sperma
und Eizelle |
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Samenzellen könnten so auf ihre Gesundheit überprüft werden, biegt eine Samenzelle in einem Labyrinth falsch ab, wird es aus dem Verkehr gezogen und kommt für eine künstliche Befruchtung nicht in Betracht. Ein Problem, welches keineswegs so lächerlich ist, wie es erscheint, denn seit Jahren sinkt die Qualität des menschlichen Spermas. Das Berliner Robert-Koch-Institut bewies in einer Studie, das innerhalb von nur elf Jahren |
sich in einem Milliliter Ejakulat nur noch 52,6 statt 79,7 Millionen Spermien befinden.
Über die Gründe kann nur spekuliert werden. So
werden als Ursache knappe Unterwäsche, Handystrahlen und der Siegeszug der Wegwerfwindel ernsthaft diskutiert. Merkwürdig ist jedoch die Tatsache, daß die Anzahl der kinderlosen Paare nicht steigt, sondern auf einem konstanten Niveau verharrt. Alles in allem bleibt also die Erkenntnis, daß die menschliche Fortpflanzung bei aller Aufgeklärtheit noch immer Rätsel verbirgt und so manche Überraschung parat hat. Oder wußten Sie etwa, daß auch bei einem gesunden
Mann fünfundzwanzig Prozent der Samenzellen mißgebildet sind?
Krischan Schoeninger |