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Ein
Bericht von Bathseba Biotit
Von allen Recherchen war dies die schwierigste, ich habe mich etwas dumm angestellt, zugegeben.
Für mich und meine Freunde ( naja, besser Freundinnen ) ist
Bondage, Domination, s/m und alles was damit zusammenhängt etwas, was man/frau aus Freude macht. Es ist etwas intimes, es soll sexuell anregend sein und vor allem Spaß machen. Ich will nicht dafür bezahlen, das ist der wichtigste Punkt.
Man trifft sich mit Gleichgesinnten zu Parties, verabredet sich dann zu kleineren Sessions, aber erst, wenn sich alle gut kennen. Vertrauen ist ganz wichtig.
Das habe ich eigentlich gesucht in Bangkok, und das war auch der Fehler.
Es gibt keine "Szene" in Bangkok*, nur einige wenige Lokalitäten mit
Dominas. Nicht im Vergnügungsviertel rund um Pat Pong Road, nein völlig versteckt in den sogenannten "besseren Vierteln".
Dank an dieser Stelle an Bernhard
Trinks, Urgestein der Nightlife-Community in Bangkok. Er hat mir die entscheidenden
Tipps gegeben und mich dann auch mitgenommen. Er ist mit dem Vietnam-Krieg als GI nach Bangkok gekommen und dann hängen
geblieben. Mit Bernhard habe ich einen Führer, der eher an watering-holes wie er es
nennt, denn an
Hardcore Sex interessiert ist. |
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"Mistress
Nurie"
28jährg. Domina-
Modell aus
Südthailand |
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Er ist ja auch nicht mehr der jüngste, und für Peitschen hat er sich ohnehin nie begeistern können. Nite Owl heißt seine regelmäßige Kolumne in der Bangkok Post.
Was es an s/m-Angeboten gibt, richtet sich in erster Linie an schwer masochistisch veranlagte Männer, Ausländer bevorzugt. Dafür ist es luxuriös, wie nirgendwo auf der Welt. Und es kostet natürlich Geld, so um die 100 $ pro Stunde. Das ist nichts für den normalen Sex-Touristen, der eine schnelle und billige Nummer sucht, homo oder hetero. Bernhard hat ein Etablissement ausfindig gemacht und für uns einen Besuchstermin vereinbart.
Wir fahren Vormittags zu dem vereinbarten Treffpunkt. Vormittags deswegen, weil der Verkehr uns entgegenkommt, es geht nämlich stadtauswärts. Bangkok hat keinen Stadtrand sagt Bernhard, aber . es franst irgendwie nach vielen Kilometern aus, dann kommen Reisfelder. Das ist das sichere Zeichen, das man draußen ist. Es gibt weder eine definierte Stadtgrenze oder Stadtschilder. Von der Stadtmitte, die man zwar nicht exakt geografisch aber auf doch sinnvoll mit dem Königstempel definiert, fährt man bis zu vier Stunden stadtauswärts.
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Millionenmetropole
Bankok |
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Bangkok
wuchert wie ein Geschwür.
Haben sich früher die
ärmeren
Bevölkerungsschichten
"am Rand"
angesiedelt, sind es heute
aufstrebende Firmen und
sogenannte "urbanizations"
oder Wohnparks. Das sind
eingefriedete Siedlungen,
meist Eigenheime, wo die
typischen Kleinfamilien
wohnen. Kleinfamilie heißt ein oder zwei Kinder, Vater und Mutter arbeiten. Von morgens früh bis spät abends, Pendelzeiten von 2 bis 3 Stunden sind keine Seltenheit. |
Und die Kinder bleiben halt auch solange in der Schule. Wer ein Auto hat, benutzt es auch. Anders als Tokyo hat Bangkok kein vernünftiges Nahverkehrssystem.
Singles und sehr gut verdienende Familien nehmen bevorzugt ein
"Condo", Condominium eigentlich auf Englisch, Eigentums, -oder Mietwohnungen in Wohntürmen. Die sind dann mehr im Zentrum, da ist die Anreise zum Arbeitsplatz nicht ganz so lang.
Gemeinsam ist beiden Wohnformen die Zugangskontrolle. Die Parks sind mit einer Mauer umschlossen , am Tor gibt es Wachleute. Ein Condo kann man nur durch den Haupteingang betreten, da erübrigt sich die Mauer. Die Wachleute sitzen in der Eingangshalle. Der Grund ist klar: Die Wohnungen stehen den ganzen Tag über leer, Einbrecher könnten bequem eine nach der anderen ausräumen.
Wir kommen nach zwei Stunden Fahrt an einem solchen Wohnpark an. Es gibt hier neben dem eigentlichen Park mit kleinen Häusern auch einige größere Bauten im typisch neuthailändischen Stil. Das ist irgendwie eine Mischung aus Disneyland, Bayern und Bauhaus. Nach westeuropäischem Geschmack vielleicht nicht immer ästhetisch, aber jedenfalls eindrucksvoll.
Vor einem solchen Bau halten wir, auch er ist mit einer Mauer umgeben. Es gibt einen Pförtner, der uns erst nach Rückfrage im Haus
einläßt. Das Anwesen ist ziemlich groß, sehr gepflegt und hat sogar einen Pool. Es sieht nach ziemlich viel Geld aus.
Mrs. Charoensuk macht uns selbst die Tür auf und begrüßt uns in hervorragendem Englisch. Wir werden hereingebeten, das Haus ist angenehm kühl. Die Thais gegen Unsummen für Aircondition aus, obwohl man eigentlich mit einer vernünftigen Bauweise und Ventilatoren besser leben könnte. Der Stromverbrauch muß aberwitzig sein, das ist, als ob man in Europa nur elektrisch heizen würde.
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Frau Charoensuk, das ist ein typisch thailändischer Name, geleitet uns in eine Art Empfangsraum mit diesen grauenvoll unbequemen, aber sehr schönen geschnitzten Teakholzsesseln. Eiswasser steht nach thailändischer Sitte für jeden bereit. Das Haus ist ansonsten eher schlicht im Inneren. Teakholz-Parkett und gestrichene Wände, einige in hellblau, das einem die Augen wehtun. Wenig Möbel, wenig Dekoration, soweit man jedenfalls sehen kann. Bernhard spricht fließend Thai mit heftigem Akzent, bleibt aber erstmal beim Englisch. Nach kurzem Austausch von Höflichkeiten kommt er dann auch gleich zur Sache. |
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thailändische
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Midorii sei doch kein thailändischer Vorname, ob das nur für Ausländer wäre ? In der Tat, antwort sie, in der Branche haben alle japanische Vornamen angenommen, das wäre schon lange so. Und die original Thai-Namen könne sowieso kein
"Farang" aussprechen. Und schließlich sei alles, was mit Sex zu tun hat, schon immer japanisch gewesen. Badehäuser heißen
Atami, Sayurii und so weiter.
Dann klatscht sie in die Hände und ruft etwas, worauf nach kurzer Zeit fünf entzückende junge Damen kommen. Sie begrüßen uns sehr höflich mit dem Wai und Frau Charoensuk stellt sie uns einzeln vor, ebenfalls mit japanisch klingenden Vornamen.
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2.Teil des Berichtes
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