| "Natürlich schwebte sie mittlerweile genauso haltlos wie ich durch den Raum. Aber ich mußte eine halbe Rotationsperiode abwarten, bis sie wieder in mein Blickfeld kam und ich zum ersten Mal mit Verstand den Anblick ihres von den Fesseln der Schwerkraft befreiten Körpers genießen konnte. Zuerst sah ich nur ihren blauen Haarschopf, dann wanderte mein Blick ihren Rücken entlang, bis ihr Arsch in Sicht kam. Sie hatte die Beine leicht angewinkelt, so daß ich genau erkennen konnte, wie die fleischigen Wülste ihrer Schamlippen zwischen den Schenkeln hervorquollen. Bevor sie erneut aus meinem Sichtfeld entschwinden konnte - und sie mir bei dieser Umdrehung möglicherweise voll ins Gesicht getreten hätte -
griff ich nach ihrem
linken Fuß, |
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Illustration
zu einer
Sci-Fi-Story von
B. Kempen |
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wodurch
unsere Rotation gestoppt wurde.
Das hieß, nun drehten wir uns als
Gesamtheit und langsamer als
vorher..." schreibt der Autor Bernhard Kempen in seiner Erzählung
"Schwerelos / Völlig losgelöst" (vollständig nachzulesen auf
www.erozuna.de) und schon diese kurze Episode läßt ahnen, daß Sex im Weltraum und der Schwerelosigkeit eine komplett andere Dimension annimmt.
Doch vierzig Jahre bemannte Raumfahrt legen die Vermutung nahe, daß sich nicht nur Science-Fiction-Autoren, sondern auch die seriöse Wissenschaft mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Und so wird seit einem Jahrzehnt immer wieder darüber spekuliert, was es mit dem Sex im Weltraum auf sich hat, wenn eine gemischte Mannschaft in das All startet.
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Talgat Musabajew |
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Dennoch, sowohl die NASA als auch die russische Weltraumagentur dementieren heftig dieses Gerücht und auch der russische Kosmonaut Talgat Musabajew versicherte gegenüber der «Rossijskaja Gaseta», daß weder amerikanische Astronauten noch ihre russische Kollegen je Sex im Weltraum hatten. Wobei mit Sex natürlich ein vollwertiger Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau gemeint ist.
Aber da Amerikaner und Russen dafür bekannt sind, daß sie mit dem Thema Sex in der Öffentlichkeit alles andere als locker umgehen können,
ist dieses Dementi nicht hundertprozentig |
überzeugend.
Um so mehr verwundert und erstaunt die detaillierte Kenntnis, mit der der völlige Verzicht auf solche Art Experimente begründet wird. Zum Beispiel wird erwähnt, das in Folge der Schwerelosigkeit, technische Hilfsmittel oder eine helfende Person von Nöten seien, um einen ordnungsgemäßen Geschlechtsakt durchzuführen. Der Liebesakt kann wie auf der Erde, dank der Schwerelosigkeit nämlich nicht in der altbekannten Form durchgeführt werden.
Jede etwas heftigere Bewegung würde das Paar durch den Raum trudeln lassen und überdies hat der Mann ein Problem mit seiner Erektion. Der russische Weltraummediziner Sergej Kutusow erklärte auf einem Kongreß über medizinische Aspekte von Langzeitflügen: "Das Blut wird durch die fehlende Gravitation vom Herzen in den Oberkörper gepreßt und fehlt somit im Penis eines Raumfahrers, um diese nötige Steife zu geben. Erst nach einer Art Training, ist ein Mann auch unter diesen Bedingungen zu einer Erektion fähig."
Doch auch wenn dieses Themas äußerst heikel ist, sind die führenden Weltraumnationen an einer Auseinandersetzung mit dieser Problematik stark interessiert.
Da ein Flug zum Mars nicht mehr eine Frage des ob, sonders des wann geworden ist, kommt man um eine Auseinandersetzung mit der Angelegenheit nicht mehr umhin. Es gilt bereits als beschlossen Sache, eine gemischte Mannschaft auf den Weg zum roten Nachbarn zu schicken und diese Reise kann bis zu zwei Jahre dauern. Keinem
erwachsenen Menschen kann glaubhaft vermittelt werden, das mehrere Männer und Frauen zwei Jahre eingepfercht auf engstem Raume leben, ohne auch nur Ansatzweise einmal an Sex zu denken. Eigentlich könnte es ja den zu Hause verbliebenen egal sein, was die Bewohner einer Konservendose zwischen Erde und Mars so miteinander treiben, aber ein, zwei gewichtige Einwände sprechen dagegen.
| Bei allen Verhütungsmitteln auf der Welt wissen wir, daß die Möglichkeit einer Schwangerschaft nie ganz auszuschließen ist. Kein Mensch kann sagen, wie sich ein unter der Schwerelosigkeit gezeugtes und ausgetragenes Kind entwickelt. Der Bostoner Neurologe Cliff Watson stellte in einem
Interview bei CNN die These auf, daß es zwar im Weltraum lebensfähig, aber für ein Leben auf der Erde zu schwach ist. |
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Szenen
- Bild aus dem
Hollywoodfilm
"Mission to
Mars" |
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Kaum
vorstellbar was in den Köpfen der Eltern vor sich gehen muß, wenn sie wissen, das die Landung auf der Erde, für ihr Kind das Todesurteil bedeutet. Ein zweiter nicht minder komplizierter Fall ist der des sexuellen Übergriffes. Wie wird mit einer Vergewaltigung umgegangen? Wer klagt den Täter an? Wer verurteilt ihn? Welche Strafe ließe sich in einem Raumschiff realisieren? Eingesperrt ist man schon. Wie kommt das Opfer damit klar? Wie wird es damit fertig, das es seinen Alltag mit dem Täter teilen muß und gegebenenfalls seine Hilfe benötigt oder ihm helfen muß? Die Antworten darauf sind
bislang so hilflos wie hypothetisch, aber eines ist
klar: Je mehr Menschen in den Kosmos vorstoßen um so menschlicher und im wahrsten Sinne des Wortes alltäglicher werden die Konflikte sein, mit denen sich Astronauten konfrontiert sehen. Ein erstes Mal wird es auch dort oben für Sex, Drogen und Verbrechen mit Sicherheit geben und wer weiß, vielleicht wird der Weltraumtourismus eines Tage so erschwinglich, daß auch sie auf einen Ausflug zu den Sternen sich die Frage beantworten können: "Wie ist das mit dem Sex in der Schwerelosigkeit?"
Bei Bernhard Kempen in der Eingangs zitierten Geschichte Erzählung
"Schwerelos / Völlig losgelöst" eindeutig eine unterhaltsame Angelegenheit, wenn auch mit einer etwas unsanften Landung, denn der Apparat zur Erzeugung von Schwerelosigkeit in den eigenen vier Wänden gibt den Geist auf. Ein technisches Problem, welches unsere Kosmoshelden auf keinen Fall erleben werden.
KS
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