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Eine
Rezension von Leon Ilsen
Die Männer
haben Martha (Martina Gedeck)
bisher noch kein Glück gebracht.
Darum hat sie sich beizeiten
besonnen und dem Kreieren
kulinarischer Hochgenüsse
verschrieben. Im Restaurant
"Lido" hat Martha es
dank ihres unverbesserlichen
Perfektionismus zu Starruhm
gebracht und selbst ihrem
Psychotherapeuten kredenzt sie in
den Sitzungen bis zu drei Gänge.
Denn hier liegt Marthas
eigentliches Problem:
In ihrem
Leben stellt ein zu lang
geschmorter Braten oder die
falsche Menge Trüffel die größte
Katastrophe dar, während sie
Zwischenmenschlichkeiten so gut wie
kalt lassen. Als Marthas Schwester
verunglückt und ihre 8-jährige
Tochter Lina (Maxime Foerste) zurücklässt,
nimmt die Köchin das Mädchen bei
sich auf. Mit der zurüchgezogenen
und appetitlosen Lina hoffnungslos
überfordert, muss Martha zu allem
Überfluss feststellen, dass zu
ihrem Ersatz der italienische
Chefkoch Mario (Sergio Castellitto)
eingestellt wurde... Somit wären
alle Zutaten beisammen, die eine
Komödie benötigt, den Zuschauer
pointiert und gefühlvoll zu
umgarnen.
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Sandra
Nettelbeck |
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Regisseurin
Sandra Nettelbeck ist es in ihrem
Leinwanddebüt gelungen, den Humor
mit ihren gewissenhaft
gezeichneten Figuren einhergehen
zu lassen. Darum ist alles, worüber
der Zuschauer lacht, leise und
fein dosiert und geht jeder
Aufgesetztheit aus dem Weg.
Martina Gedeck und Italiens
Publikumsliebling Sergio
Castellitto lachen, weinen und
tanzen gekonnt zwischen den Kochtöpfen
zu Melodien von Paolo Conte und
Dean Martin umher. Aber auch die
talentierte Neuentdeckung Maxime
Foerste soll nicht unerwähnt
bleiben. "Bella Martha"
ist bereits in mehreren Städten
zum Festivalliebling avanciert,
soll sogar in den USA starten und
es bleibt inständig zu hoffen,
dass es nicht zu einem US-Remake
kommt, wenngleich das Potential
vorhanden ist.
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Martina
Gedeck |

Sergio
Castellitto
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Leon Ilsen
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