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Aber bitte mit Sahne
Wer erinnert sich nicht? Kim Basinger und Micky Rourke in "9½ Wochen", einer DER Filme! Er – ein absolut taffer Typ, sexy damals. Heute versucht er gerade ein Comeback als Schauspieler, nachdem er jahrelang sein Leben mit Boxen durcheinander gebracht hatte.
Und Kim? Im Film die kühle, zerbrechliche Blondine, die sich beherrschen lässt. Im wirklichen Leben machte sie mehr Schlagzeilen mit ihrer Scheidung von Alec Baldwin als durch ihre Filme.
Ja aber warum erzähle ich Ihnen das? Sie ahnen sicher, worauf ich hinaus will. Die berühmte Szene vor dem Kühlschrank…Was haben wir nicht alle gestaunt! Aber eigentlich spielt man doch nicht mit Lebensmitteln. Na egal. Was soll ich Ihnen sagen?! Kürzlich haben mein Mann und ich, animiert durch DEN Film, den wir an diesem Abend sahen, die Szene nachgestellt. Nur konnte ich leider nicht auf dem Fußboden vorm Kühlschrank sitzen, so wie Kim, da es sich in unserem Fall um eine Kühlkombination handelt. Aber ich schweife ab, sorry. Eins möchte ich dennoch gleich voraus schicken: die Sache mit dem Honig kann ich nicht empfehlen. Noch Stunden später hatte ich mächtigen Durst, und es war eine klebrige Angelegenheit.
Stattdessen holte mein holder Gatte die Sprühsahne, nebst Vanillesoße aus dem Kühlschrank. Brr, war die Soße kalt, was allerdings für herrlich steife Brustwarzen sorgte. Kichernd und gespannt darauf, was wohl als nächstes in meinem Mund landen würde, verschluckte ich mich zu allem Überfluss an ein paar Schokostreuseln. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte und einigermaßen saubergeschleckt war, verband ich meinem Liebsten die Augen und verteilte, hübsche Muster malend, großzügig Sahne auf seinem Astralkörper. Die Sahne hatte es uns wirklich angetan. Übermütig besprühten wir uns, jeder mit einer eigenen Dose bewaffnet (das hatte nun nichts mehr mit dem Film zu tun!), von Kopf bis Fuß. Zwischendurch fütterten wir uns immer wieder gegenseitig mit Obst, welches in unserer Küche reichlich vorhanden war.
Doch schon nach relativ kurzer Zeit fing mein Magen an zu rumoren. Was ein erotisches, an- und erregendes Spiel hatte werden sollen, endete für meine Wenigkeit auf dem Klo. Nicht nur, dass mir der leicht säuerliche Geruch der Sahne auf meiner warmen Haut Übelkeit verursachte. Nein, auch „Montezumas Rache“ suchte mich heim…Nun denn. Probieren Sie, was immer Sie wollen – gehen Sie hinaus in die Welt und bleiben Sie sich treu.
(C) Skorpion 2005
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