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Uschi
Mein Stammlokal im feinen Münchner Stadtteil Lehel war fast leer als ich mein Bier bestellte und mit der Schweizer Frau des Wirtes flirtete. Doch plötzlich wurde alles anders.
Meine Club-Freunde traten in die Kneipe. In deren Mitte befand sich - einem Engel gleich - dieses blonde Wesen das mit einem feinen Lächeln an einem der Tische Platz nahm. Und während mein Club-Freund Peter der Dame zärtlich die Hand streichelte warf sie mir über den Rand des Weinglases einen tiefen Blick zu. Wir konnten die Augen nicht mehr voneinader lassen und schliesslich setzte ich mich zu den Dreien an den runden Tisch dessen schmiedeeiserne Arme wie grünes Moos schimmerten.
Aber auch hier, am Tisch, konnten wir den Blick nicht voeinander lassen und während Xaver, dessen Mozartzopf heute scheinbar ölglänzend strahlte, mich unter dem Tisch anstiess und aufforderte, diese Flirterei zu unterlassen, denn ich könne doch nicht Peter die Frau wegnehmen, schien die Welt um uns zu versinken.
Schliesslich nach vielen Stunden forderte uns Yvonne, die Wirtin auf, Schluss zu machen, weil sie schliessen wolle und Uschi, so hiess die blonde Fee, entschwebte zur Toilette. Und während sie mir einen Zettel mit ihrer Telefonnummer hernach zuschob schmeckte ihr weicher Kuss wie Erdbeeren auf Vanilleeis.
Am nächsten Morgen verabredeten wir uns auf einer Wiese.
Uschi trug ein leichtes Sommerkleid und ihre duftende Feige schimmerte blond durch den Stoff des durchsichtigen Rockes. Sie küsste mich verlangend und engumschlungen tänzelten wir zur Badewiese geschützt von einem Strauchbaum
in dessen Schatten wir uns auf meine grosse Decke legten und sofort uns intensiv zu küssen begannen.
Und während die zahlreichen Menschen spannerartig uns zuzuschauen begannen, liessen wir uns weder durch diese noch durch die zahlreichen Mücken- und Schnakenschwärme stören, die ihre schmerzhafte Mahlzeit begannen. Schnell wurde uns klar, dass wir den Ort wechseln sollten und bald fanden wir und in ihrem - mit farbigen Tüchern verhangenen und mit lieblichen Düften geschwängerten Zimmer - wieder.
Ihr Kleid war längst abgestreift und ihr makelloser knabenhafter Körper mit den steif aufgerichteten Spitzen inmitten ihrer kleinen Brüste bebte wie flüssiges Gold unter meinen Händen und Küssen.
Intensiv liebten wir uns im gedämpften Licht der orientalischen Lampe durch die die Duftschwaden zahlreicher Räucherstäbchen zogen und während Uschi schliesslich kalten prickelnden Champagner über meinen Muskel goss und diesen mit ihrer flinken Zunge vom perlenden Nass befreite, zog das markerschütternde Miauen eines schwarzen Katers durch den Raum. Was war das? Wo kam der plötzlich her?
Und irgendwann in dieser nicht endend wollenden Nacht, während sie in wilder Leidenschaft auf mir thronend zuckte, sprang ihr Kater auf meinen Brustkorb und begann laut fauchend und miauend meine Haut aufzukratzen.
Wollte er sein Frauchen verteidigen die im Zenit der Lust und Leidenschaft den Eruptionen ihres wilden Körpers lautstark Befriedigung verschaffte?
Schliesslich entfernte sie das um sich beissende, fauchend Tier in den Flur und schlangengleich begannen wir uns wieder um uns zu wickeln bis im Morgengrauen die Düfte des Zimmers sich mit den Düften unserer ermatteten Körper zu vereinigen begannen.
Copyright Enzio Guratzsch 2003
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