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Toyz ’N’ Fantasy

Nicolas DeChambre 


EINE GESCHICHTE AUS DER WIRKLICHKEIT, NAHE AN DER WAHRHEIT


Oh ja, heute würde er eine echt geile Braut flachlegen. Er war der Größte.
Steven freute sich jede Woche auf deren Ende, denn dann ging er immer wieder mit seinen Kumpels in die Disco, um dort willige Weiber aufzugreifen, die ihnen die Nacht versüßen würden. Manchmal tat er dies auch während der Woche, wobei dann aber die Auswahl nicht so groß war, doch das war ihm auch dann egal. Hauptsache, er konnte sein Ding wegstecken; in wen, das interessierte ihn dann nicht viel.
Steven war neunundzwanzig, Architekt und wirkte mit seinen markelosen, braungebrannten Haut, die seinen Fitnessstudio gestählerten Adoniskörper umspannte, mehr als anziehend auf die Frauen, und er wusste es. Kaum, dass sie ihn erblickten, wurden sie auch schon feucht im Schritt, davon war er mehr als überzeugt, und er musst sich dann bloß noch eine aussuchen, die für diese Nacht das Glück hätte, seine Auserwählte zu sein und den Sex ihres Lebens zu haben; denn er sah nicht nur gut aus, er war auch eine Sexmaschine, ein Frauenbeglücker, auch wenn er auf das Glück der Frauen nicht viel gab. An erster Stelle kam er und die Befriedigung seines Triebes. Wenn die Frau auch was davon hatte, dann o.k.; aber im Grunde würde er sie eh alle zum lustvollen Schreien bekommen, waren sie doch alle nichts anderes als immergeile Bitches. Für ein paar Frauen, die er kannte, mochte das nicht zutreffen, aber die in Discos gingen natürlich schon, denn warum gingen sie denn dorthin? Um den richtigen Mann fürs Leben zu finden? Lächerlich. Die wollten bloß geknallt werden, am besten noch direkt auf der Tanzfläche oder wenigstens vor der Disco auf dem Parkplatz. Er wusste schon gar nicht mehr, wie oft ihn ein gieriger Schmollmund im Auto oder daneben seine Nudel gelutscht hatte, als könnten sie es gar nicht erwarten, bis man sich in weichen Kissen wälzte. Nein, Steven wusste, wer in die Disco ging, war nur auf der Suche nach schnellen Sex. Da spielte es keine Rolle, dass fast die Hälfte der Weiber, mit denen er es getrieben hatte, eigentlich einen Freund hatten, der wahrscheinlich gleichzeitig eine andere klar machte. So war nun mal die heutige Welt. Partnerschaften oder gar Beziehungen waren out oder was für Frigide, die zu schüchtern oder zu langweilig waren, als dass ein normal Sexueller sich mit ihnen abgeben würde.
Steven hatte schon viele abgeschleppt, doch heute hatte er den Jackpott gewonnen, da war nicht nur er der Meinung.
Tarja war ein Mädchen, dass einem sofort auffiel: schwarze, lange, etwas lockige Haare, grüne, leuchtende Augen, fast weiße Haut, groß und eine Hüftbewegung beim Tanzen, dass es einen den Saft in die Eier schießen lässt. Hardbody, so nannten Steven und seine Freunde solch einen Körper.
Doch das war nicht alles.
Bisher war jeder von Stevens Freunden, der versucht hatte, bei ihr zu landen, mehr als abgeblitzt. Steven hätte schwören können, dass er seinen Freund Jens, als er von Tarja eine richtige Abfuhr bekam, ansehen konnte, wie dessen Eier zu Erdnüssen schrumpften. Seine Anmache war auch zu blöd gewesen.
„Kennen wir uns nicht?" fragte er mit einem mehr als dümmlichen Grinsen.
„Na klar. Aus der Antarktis vom Pinguinezählen."
Tja, Tarja war ein anderes Kaliber als die sonstigen Frauen, die sich hier herumtrieben. Die meisten hier waren nur kleine, unerfahrene Gören, bei denen es bloß Spaß machte, ihnen die Seele aus dem Leib zu treiben oder mit ihnen so schmutzige Sachen zu machen, dass sie sich später dafür schämten. Es waren meistens Schlampen. Tarja jedoch war eine Königin.
Steven hatte sie jedes Mal gesehen, wenn er hier war. Im Grunde verließ er die Disco nicht eher, bevor er sie nicht gesehen hatte. Sie war etwas besonderes und bedurfte etwas mehr Zuwendung und Aufmerksamkeit, eine bessere, genialere Strategie, als die kleinen Bitches, bei denen man nur nach Feuer fragen musste und sie einem schon an der Hose herumfingerten. Wenn Tarja so etwas machte, würde man nicht sicher sein können, dass sie einem nicht den Schwanz abriss, und wenn dies geschehe, hätte man es auch verdient.
Trotzdem war Steven überrascht, wie einfach dann alles im Grunde ging, sah er doch wieder einmal nur angetan zu, wie Tarja ihre Hüften zur Musik wiegte. Wie so oft – eigentlich meistens – trug sie eine schwarze Lederhose, um die sie ein Hüfttuch gebunden hatte, an deren Rand kleine Münzen zu hängen schienen, die bei ihren mehr als anmutigen Bewegungen leise klirrten, aber ihre Lenden noch mal so großen Blickfang machten. Im Grunde hielt jeder von Tarja auf der Tanzfläche Abstand, nur um ihr beim Tanzen zuzugucken. Wie viele alleine dafür Geld geboten hätten, ließ sich nur erraten. Das man für ihren Sex zahlen würde, war hingegen eine Garantie.
Doch heute würde Steven nicht zahlen müssen, denn schon befand er sich in Tarjas kleinen, aber beschaulichen Wohnung. Er hätte mit mehr Widerstand gerechnet, mit mehr Ablehnung oder mit einem bissigen Spruch, als er an sie herantrat. Doch nichts dergleichen kam. Vielleicht war Tarja heute eher in der Stimmung nach folgenlosem Sex, wer weiß, Steven war es jedenfalls egal. Er würde bekommen, wovon so mancher nur träumen konnte.
„Ich geh nur schnell ins Bad, mich frisch machen", hatte Tarja gemeint und war in einem kleinen Raum verschunden, den sie nicht abschloss, wie Steven lächelnd bemerkte. Oh ja, sie war heute sein.
Das Schlafzimmer befand sich – wie Steven amüsiert feststellte – geradewegs hinter der Wohnungstür. Man schloss praktisch die Tür auf machte zwei Schritte und stand vor dem Bett. Das ließ doch schon tief blicken.
Da Steven mehr als sicher war, dass auf diesem breiten Bett diese Nacht noch so richtig die Post abgehen würde, sah er sich etwas um. Als erstes war die Nachtkommode neben dem Bett dran, denn deren Inhalt würde ihm sicher einen mehr als intimen Blick in Tarjas Inneres ermöglichen, besonders, was so in ihrer Lendengegend alles abging.
Erste Schublade: Kondome. So sollte es auch sein. Es gab schon so vieles, was man sich bei einem unbedeutenden Fick holen konnte und gerade die jüngeren Mädchen machten ja für jeden die Beine breit, da war etwas Vorsicht nicht schlecht.
Neben den mehr als reichlich vorhandenen Kondomen gab es dort noch ein paar Flächen. Das eine enthielt Honig und Steven freute sich jetzt schon darauf, es von Tarjas lustheißen Körper zu schlecken. Nein, noch besser. Er würde damit seine Rute versüßen und sie würde ihm den Honig gierig herunterlutschen, genauso sollte es sein.
Die anderen Flächen stellten sich als verschiedene Öle heraus, was Steven sehr gut gefiel. Etwas Vorspiel konnte nicht schaden, steigerte es doch die Lust. Außerdem sah es extrem geil aus, wenn ihr Lustschweiß sich auf dem geölten Körper perlte. Schon bei der Vorstellung von Tarja schwitzigen, eingeölten Hardbody-Körper wurde es Steven zu eng in der Hose, so dass er am liebsten ins Badezimmer gegangen wäre, um es ihr direkt am Waschbecken von hinten zu besorgen. Aber dazu würde später auch noch Zeit sein.
Zweite Schublade: Seidentücher. Oh ja, Baby, damit ließ sich doch was anfangen. Fesselspiele, über den Kopf gebunden, so dass sie ihm ausgeliefert war. Die Augen verbinden, so dass sie nicht wusste, was er mit ihr machte. Oder die Hände auf den Rücken gebunden, während er sie von hinten sich so richtig vornahm. Er könnte auch ihre Arme und Beine jeweils einzeln an die Ecken des Bettes festbinden, so dass sie wie auf einer Streckbank bei der Inquisition dalag, während sie dann alles ertragen musste, wonach ihm es stand. Und es würde ihm dabei stehen, keine Frage.
Als er etwas in der Schublade wühlte, fand er lächelnd noch etwas anderes. Höchst zufrieden beförderte er ein Paar Handschellen hervor. Ja, heute würde die Post abgehen, und wie. Schon entdeckte er direkt neben dem Bett ein dünnes Heizungsrohr, das von der Wand etwas abstand, so dass die Handschellen darum problemlos passen würde. In Stevens Kopf kreisten die wildesten Gedanken, wie Tarja etwas später dort liegen würde, die Arme über dem Kopf, mit den Handschellen ans Heizungsrohr gefesselt, während er sie von vorne und von hinten nehmen würde.
Als nächstes nahm Steven sich den Schrank vor, der fast die gesamte Wand einnahm und das waren gute zweieinhalb Meter. Die Schubladen am Boden des Schrankes förderten Tarja Unterwäsche hervor, die aus normalen bis hin zu Spitzen bestand. Steven hätte sie ihr nur zu gerne vom Leib gerissen. Genüsslich würde er ihr zusehen, wie sie diese anzog, nur um sich dann auf sie zu stürzen und sie ihr in sekundenschnelle herunterzureißen.
Mit den Socken wusste er nicht viel anzufangen. Obwohl, so im biederen Jungfrauenlook mit einem schönen Bärchennachthemd, das hatte doch auch was. Sie würde dann das sexscheue Mauerblümchen, so mit Zöpfen und so, geben, das es von ihm so richtig besorgt bekam.
Die großen Schranktüren förderten da schon verführerische Dinge hervor. Fast alles war schwarz, nur selten gab es eine andere Farbe. Die Pullis hatten anscheinend grundsätzlich alle einen Rollkragen, was Steven mehr als abturnte, aber die Vorstellung, dass sie nur diesen Pulli tragen würde, während sie auf ihn saß, die Beine auf seine Schulter liegend und er unter dem Stoff mit seinen Händen ihre Brüste gierig bearbeitete, ja, das hatte doch auch was.
Scharf fand er das schwarze Samtkleid, genauso wie es die Gruftschlampen alle trugen. Er war mal mit einer im Bett gewesen, die war vielleicht krude drauf. Er konnte es ihr gar nicht hart genug besorgen, kratze ihn den Rücken blutig und leckte es gierig auf. Sie hatte auch richtige Ketten an den Wänden, an denen sie sich nur zu gerne von ihm fesseln ließ, so dass es nicht mehr so gefährlich war, es ihr zu besorgen. Sie stand auch auf Schmerz, weswegen er sie mit heißem Wachs bearbeiten musste. Noch nie hatte er jemanden vor Lust so aufstöhnen hören. Es war echt krass gewesen. Aber der Sex war grandios.
Und Tarja schien sich wohl auch in diese Richtung zu interessieren. Das würde auch die ganzen Kerzen erklären, die überall herumstanden. Na ja, Steven hatte schon lange keine mehr gehabt, die so richtig abging, da war die Aussicht auf krassen Sex ziemlich verlockend. Das Kleid jedenfalls lud dazu geradezu ein, auch wenn er wusste, dass die Leute bei solcher ausgefallener Kleidung ziemlich pingelig waren. Wenn er da war kaputt machen würde, konnte es mit dem Sex ganz schnell vorbei sein, und es gab ja wohl nichts schlimmeres, als mitten drinnen unterbrochen zu werden, nur weil sich die Chikse über einen eingerissenen Saum aufregte. Aber er könnte sie ja mit den Handschellen an einen der Kerzenhalter fesseln, so wie es damals mit so vielen Burgfräuleins gemacht wurde. Und dann würde er ihr das Kleid hochstreifen, dabei ihr die Beine lecken und immer wieder heißen Kerzenwachs über die nackte Haut träufeln, bis sie nach mehr verlangte. Er würde ihre Muschi bearbeiten, vielleicht sogar mit der Kerze, ihr die Schnüre der Korsage, welche die Brüste in so aufgeilende Form presste, auftrennen und sich über diese hermachen, bevor er sie sich so richtig vornahm.
Steven fand noch andere Korasagen und Blusen, alle mehr oder weniger durchsichtig, alles sehr phantasieanregend, doch zu viel, um es in einer Nacht durchzuziehen. Das war ein Angebot hier, das geradezu zum Wiederkommen – auch oder gerade im wörtlichen Sinne – einlud. Tja, wenn er mit ihr heute Nacht fertig war, würde sie eh nach mehr betteln, da war er sich sicher.
Auf dem Boden in der Ecke entdeckte Steven eine Baulampe und ein paar weiße Bettlaken, worauf er sich gar keinen Reim machen konnte. Vielleicht trieb sie es gerne bei vollem Licht und die Laken waren nur dafür da, dass es auf den Fliesen, die anscheinend die ganze Wohnung durchzogen, nicht zu kalt würde. Er stand auf Frauen, die nichts zu verbergen hatten, besser, als die prüden und um jede Falte ihres Körpers besorgten Weiber, die nicht erkannten, dass Männer egal war, wie ein Mädel aussah, das sie gerade fickten. Denn wenn sie es taten, konnte es so schlecht nicht aussehen. Trotzdem würden sie sich schon am nächsten Tag nicht mehr an ihr Gesicht erinnern können, aber höchst wahrscheinlich an das Gefühl, das ihr Mund bei ihnen auslöste, während er ihre Nudel lutschte.
Die Laken lagen unmittelbar unter einem Tisch, worauf sich ein schwarzes – welche Farbe auch sonst – Buch befand, ein Fotoalbum, wie Steven freudig bemerkte, und es zeigte nur Fotos von Tarja in verschiedenen Kleidungen und Positionen. Sie stand also auch auf Fotos und hatte anscheinend auch kein Problem damit, ihren nackten Körper zu zeigen, wie einige Bilder suggerierten. Vielleicht stand sie auch auf Filme. Nicht irgendwelche Filme, sondern Filme von ihr, die aufgenommen würden, während sie so richtig dran wären. Es wäre doch echt ’ne geile Sache, wenn Steven dies mal aufnehmen könnte, um es seinen neidblassen Freunden zu zeigen. Nur leider konnte er hier weder einen Fotoapparat noch eine Videokamera ausmachen. Die brachte wohl immer so ein schwuchteliger Wichser mit, wenn er Tarja fotografierte, Scheiße auch.
Was Steven besonders gefiel, war, als er neben dem Buch eine Tüte entdeckte, die eine Peitsche enthielt. Was für ein schamloses Weib. Mann, diese Nacht würde er es ihr aber geben, und wenn sie darauf stand, auf solch unterwürfige Spiele, dann sollte sie die auch bekommen.
Aber vielleicht sah er das alles auch falsch und sie war lieber die dominante. Vielleicht fesselte sie viel lieber, verband einen die Augen, ritt einen die Seele aus dem Leib, befestigte einen an der Wand, ließ heißen Kerzenwachs über einen laufen oder peitschte einen genüsslich aus. Würde auch viel mehr Sinn machen, so wie sie drauf war. Das wäre sogar noch besser, denn Steven stand auf Frauen, die etwas fordernder waren, die wussten, was sie wollten. Bisher hatte er viel zu wenige von ihnen getroffen, aber Tarja könnte wahrlich die Königin sein, nach der er immer gesucht hatte.
Da fiel sein Blick aufs Bett, eher darunter. Steven wusste, dass so mache Dinge, besonders die wichtigsten, was das Bett und die Geschehnisse darinnen betraf, sich meistens darunter befanden. Frauen hatten alles gerne in Griffweite, weswegen sich auch die Kondome, Öle, der Honig, die Seidentücher und die Handschellen direkt neben dem Bett in der Kommode befanden. Unter dem Bett jedoch würde Tarja die wahren Spielzeuge ihrer Begierden verwahren, die Dinge, die sie wirklich verwendete.
Zielstrebig ließ er sich in die Hocke fallen und griff mit einer Hand darunter.
Seine Stirn zog sich in Falten.
Er fühlte noch mal und sah darunter.
Dann erbleichte er.
Im nächsten Moment hörte Tarja im Badezimmer die Wohnungstür knallen.
Sofort kam sie aus dem Bad, wo sie sich noch mal frisch gemacht hatte, denn nach einer langen Zeit der Abstinenz, würde endlich wieder Sex zu haben. Auch wenn der Typ wie ein Idiot wirkte, sah er zumindestens gut aus, um für eine Nacht ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Doch von Steven fehlte jede Spur.
Als sie ans Fenster trat, konnte sie nur noch sehen, wie sein Wagen aus der Straße raste und weg war er. Was war den bloß in den gefahren?
Tarja betrat ihr Schlafzimmer und sah sich um.
Klar, er hatte in ihre Kommode geschaut, aber dass konnte ihn wohl kaum abschrecken, eher anturnen. Der Kleiderschrank? Er hatte sogar ihre Unterwäsche nachgesehen, na und? Die Laken, die Peitsche, na ja, war ja eigentlich nur ein Utensil bei Fotografieren gewesen, aber so etwas machte Männer doch eher an, als dass es sie verschreckte.
Dann viel ihr Blick auf einen Gegenstand unter ihrem Bett. Was hatte der denn da gesucht?
Verwundert griff sie unter ihr Bett und holte verwundert die Rohzange und den Akkubohrer aus ihrer voll bestückten Werkzeugkiste hervor...

Tja, manche Menschen haben halt ’ne krude Phantasie J!

Copyright Nicolas DeChambre 2002

 

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