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Thors Hammer

Wulff Triebsch 

Ich war Vera zum ersten Mal vor unserem Haus begegnet, als sie sich nach unseren Nachbarn erkundigte, die lange Zeit auch ihre gewesen waren. Mit ihnen hatten sie und ihr Mann Sven ‚gutnachbarschaftliche Beziehungen‘ gepflegt, wie sich Vera ausdrückte; doch im Laufe unseres Gesprächs merkte ich schnell, dass sie damit etwas Besonderes meinte: Sie gab mir zu verstehen, dass sie und Sven ein ‚offenes‘ Paar waren, ein Swinger-Pärchen wie Marion und ich auch. Ich erklärte ihr unumwunden, dass auch wir unseren Nachbarn ‚offen‘ begegnet waren, zuletzt sagte ich ihr sogar direkt, dass wir mit ihnen Partnertausch praktiziert hätten, und sie gestand mir, dass sie genau deshalb unsere Nachbarn suchte.
Doch die waren verschwunden. Veras Suche und meine Hoffnung, sie wiederzufinden, waren bisher ohne Ergebnis geblieben.
Es genügte ein einziger Blick, um uns zu verständigen: „Unsere Adresse findest du auf dieser Einladung“, erklärte Vera und drückte mir einen Briefumschlag in die Hand; eine Einladung, die eigentlich für die Nachbarn gedacht war. „Zu einer Swinger-Party“, flüsterte sie mir zu, als sie mich zum Abschied küsste. „Ihr kommt doch?“ – Ich nickte.

Am Tag der Party wurden wir an der Haustür von Vera persönlich begrüßt. Sie führte uns in einen großen Raum, wo sie uns erst ihrem Mann Sven und dann den Gästen vorstellte, zuletzt Silke und Dirk, ihre direkten Nachbarn aus dem Haus nebenan. Vera hatte beide zu dieser Party überredet. Es war ihre erste Party dieser Art, wie Silke errötend gestand.
Silke war eine grazile und schlanke Frau mittleren Alters. Ihre rotbraunen Haare hatte sie hinten zu einem kleinen Pferdeschwänzchen zusammengebunden. Kaum hatte sie mich mit ihren großen hellgrünen Augen angeschaut, schon wusste ich, mit wem ich diesen Abend verbringen würde: mit ihr. Ich stellte mich direkt neben sie; Silke erwiderte meine Berührungen mit einem Händedruck, während wir ihrem Mann Dirk zuhörten, der ausführlich die Vorzüge seiner beruflichen Tätigkeit schilderte: Er verdiente seinen Lebensunterhalt mit dem Training von Wassersportlern. Marion fragte ihn, welche Art Wassersport er bevorzugte. Turmspringen, erklärte Dirk. Darüber wollte sie mehr wissen. Dirk begann, von seinen Sprüngen zu schwärmen: Wie er in akrobatischen Saltos vom Meter-Brett sprang, aus 3 Metern Höhe in das Wasser unter ihm hineinstieß und vom 10-Meter-Turm in die Tiefe des Beckens eindrang, daraus wieder auftauchte, und sich vom Höhepunkt erneut in das Becken stürzte.
Bei seinen Schilderungen kam mir einen Augenblick der Gedanke, er würde vom Becken seiner Frau Silke sprechen, wenn er bis zum Grund ihres Schoßes vordrang und daraus wieder auftauchte. Turmspringen, so schien es mir, war für ihn so eine Art Ersatz, wenn Silke nicht zur Verfügung stand ... oder Silke war der Ersatz für sein Turmspringen. Ich dachte an Marion, wenn sie sich mit Dirk zurückziehen würde und bekam plötzlich Zweifel, dass sie seine Turmsprünge schadlos überstehen würde, wenn er sich aus 10 Metern Höhe in die ›Tiefen ihres Beckens‹ stürzte und daraus wieder auftauchte und das nicht nur einmal tat.
Die Musik wurde laut, so dass die Unterhaltung verstummte; alle blickten auf Vera, um die sich ein Kreis gebildet hatte. Sie führte zum Takt der Musik eine Art Tanz auf, strich sich immer wieder mit beiden Händen seitlich über ihren Körper. Dann begann sie sich auszuziehen. Viel hatte sie allerdings nicht an: Das rote Kleid sank wie von selbst zu Boden. Ein Mann aus dem Kreis trat zu ihr und half ihr aus dem BH. Vera ergriff seine Hand, die sie zu ihrem Slip führte, den er mit einer eleganten Handbewegung abstreifte. Alle starrten auf ihren schlanken nackten Körper, auf ihre vollen Brüste, ihre schmale Hüften und ihr Becken, aus dem sich ein Busch dunkler Schamhärchen abhob. An ihren feucht glänzenden Schamlippen konnte man ablesen, wie sehr sie die Blicke der Umherstehenden genoss. Vera umarmte den Mann neben ihr und verschwand mit ihm in einen Nebenraum: Die Party war eröffnet!
Ich prostete Silke neben mir mit einem Glas Wein zu. Sie beugte sich zu mir: „Vera hat einen ausgesprochenen Hang zum Exhibitionismus. Sie und Sven machen es oft unter unseren Augen auf der Terrasse.“
Wir schauten uns suchend um und entdeckten weder Marion noch Dirk. Sie hatten sicherlich schon zueinander gefunden. „Am besten gehen wir zu uns nach nebenan“, flüsterte Silke mir augenzwinkernd zu. Wir verließen die Party und eilten hinüber zum Nachbarhaus. Vor einer Terrasse mit weißem Zier-Kies zog Silke die Schuhe aus. „Ich liebe es, diese feinen Kieselsteine unter meinen Füßen zu spüren“, erklärte sie, als wir die Terrasse überquerten und der Kies unter unseren Fußsohlen laut knirschte.
In ihrem Haus stiegen wir eine Treppe in das Kellergeschoss hinunter, wo Silke vor einer Tür stehenblieb und mich anschaute: „Ich hoffe, du bist nachher nicht enttäuscht von mir. Ich bin nicht so gut gebaut wie Vera.“ Sie schaute mich mit einem flehentlichen Blick an. „Nein, ganz bestimmt nicht“, antwortete ich. „Mich erregt mehr das Zierliche, das Kleine und nicht das Üppige, ich liebe das Leidenschaftliche, das Begehrenswerte.“ Silke gab mir einen Kuss.
Wir betraten einen abgedunkelten Raum, in dem Silke Kerzen anzündete, Rosenblätter auf ein Bett streute und aus einem Flacon einen Duft zerstäubte, den ich schnell als Vanille identifizierte. Diese Romantik pur steigerte sie noch mit sanfter Musik aus unsichtbaren Lautsprechern. – Mein Hang zu dieser Art Sex hielt sich in sehr engen Grenzen, und hätte ich nicht das unbändige Verlangen nach Silke gespürt, spätestens an dieser Stelle wäre ich unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand wieder zurück zur Party ins Nachbarhaus gekehrt.
Silke umfasste sanft mein Gesicht, streichelte mich zärtlich und legte ihre Wange in meine Hand. Sie gab mir einen Kuss, bevor sie einfach ihre Bluse auszog, ihren BH ablegte, danach ihren Rock und ihren Slip. Sie legte sich auf das Bett mit den Rosenblättern und streckte mir ihre Arme entgegen. Während ich mein steifes Glied über ihren Schoß senkte, küsste sie mich mit geschlossenen Augen. Ich drang vorsichtig in sie ein, stieß tiefer in ihren Schoß und ging in wiederholende Bewegungen über, die Silke mit langen Atemzügen begleitete. Schon wenig später erreichte ich keuchend meinen Höhepunkt. Sie umschlang mich mit ihren Armen und gab mir wieder einen Kuss. – Das war’s!
Ich überlegte, wie ich ihr erklären konnte, dass ich diese Art von Blümchen-Sex nicht mochte. Es ging doch gar nicht um Liebe sondern um leidenschaftliches Begehren - um Sex! Diese Begegnung würde ein verlorener Abend, wenn ich die Sache nicht selbst in die Hand nahm!
Silke verfolgte sorgenvoll meine Blicke, als ich meine Augen über ihren zierlichen Körper gleiten ließ. „Habe ich etwas falsch gemacht?“, fragte sie. „Nein, überhaupt nicht“, erklärte ich ihr flüsternd. Doch sie wollte wissen, ob ich die Rosenblätter auf dem Bett anregend empfunden hätte. „Nur dich, Silke, finde ich erregend: Deinen Körper, deinen Mund, deine Lippen, deine Brüste, deinen Schoß, ...“ - „Du Schmeichler“, unterbrach sie mich. „Sag lieber die Wahrheit. Meine flachen Brüste rufen bei Männern eher Mitleid hervor, mein Schoß hat bisher noch kein einziges Kind hervorgebracht, und für Dirk bin ich im Bett mehr Turngerät als erregende Partnerin.“
„Du wirst eines Tages sicherlich jemanden finden, der dich in Flammen versetzt“, hauchte ich ihr zu. „Um Gottes Willen, nur das nicht!“, seufzte sie flüsternd.
Ich wandte mich wieder ihrem Körper zu, ihren steil aufragenden Blütenknospen auf ihren kleinen zarten Brüsten, die mich so erregt hatten, ihrem Bauchnabel, über den ich sanft meine Zungenspitze kreisen ließ. – Sie schaute mich ungläubig an. „Hat dich der romantische Schein der Kerzen dazu angeregt?“, wollte sie wissen. – Ich schüttelte den Kopf und fuhr mit meinen Fingern zärtlich durch den dünnen Flaum ihrer Schamhärchen und berührte ihre Schamlippen. „Möchtest du vielleicht eine andere Musik?“, erkundigte sie sich, als ich ihre Schenkel spreizte, um auf ihren Innenseiten meine Lippen hingebungsvoll umherwandern zu lassen. Ich rollte ihren Kitzler lustvoll zärtlich zwischen meinen Fingern. „Dahinter beginnt der Himmel auf Erden.“ – „ … und der Vanille–Duft?“, fragte sie schon stockend. Ich schüttelte wieder mit dem Kopf und blickte in ihr ratloses Gesicht.
Mein Glied hatte sich längst wieder aufgerichtet und suchte sehnsuchtsvoll nach seinem Ziel. Ich ließ es sanft zwischen ihre feuchten Schamlippen hindurch gleiten. Als ich die Tiefe ihres Schoßes erreicht hatte, hauchte Silke mir plötzlich ins Ohr: „Bitte nicht!“ Ich hielt verwirrt inne. - „Was möchtest du nicht?“, fragte ich sie. Sie schmiegte sich enger an mich. „Wie kann ein Mann nur so verrückt nach mir sein“, wollte sie wissen. „Möchtest du das nicht?“ – „Doch, und wie ich es möchte! - Es ist für mich nur so ungewohnt.“
Sie wandte ihren Kopf zur Seite, blieb so eine Weile wortlos liegen und schien über irgendetwas nachzudenken. „Bisher habe ich es mir immer selbst besorgt.“ Sie machte eine Pause und blickte mich an. „Deshalb habe ich dieses Zimmer hier unten im Keller eingerichtet.“ Mit hochrotem Kopf schaute sie an mir vorbei. „Du ahnst nicht, wie heftig ich reagiere. Dabei möchte ich lieber allein sein.“ Sie umklammerte meine Hand und blickte mich an. „Ich bin noch nie gekommen, wenn ich mit einem Mann zusammen war.“ – „Dann lass mich der erste Mann sein, Silke!“ Sie seufzte. „Was wirst du anschließend von mir denken?“ – „Nur wie begehrenswert du bist.“ Sie ließ ihren Kopf auf das Kissen sinken, blickte mich an und schloss mit einem Seufzer ihre Augen. Ich küsste ihre steilen Brustspitzen, die sie mir entgegenhielt, die mich so erregten, dass ich meine Arbeit zwischen ihren Schenkeln wieder aufnahm; ich streichelte mit meinem steifen Penis über ihren Kitzler und durchstieß kraftvoll ihre Pforte. Sie presste sich eng an mich, bewegte ihren Schoß rhythmisch zu meinen Stößen, mit denen ich in sie eindrang. Ich vernahm nur noch ihre gestammelten Worte „Halt mich fest! Bitte, halt mich fest!“ und hörte ein lang anhaltendes Stöhnen und einen spitzen Schrei. „Jetzt, bitte jetzt!“ Sie umklammerte mich pulsierend mit den Beinen und ihren Armen, ihr Schoß unter mir schüttelte sich. Erregt ergoss ich mich in sie. Ein Zittern ergriff ihren Bauch, breitete sich über ihren ganzen Körper aus und ebbte erst ab, als wir erschöpft aufeinander lagen.
Es dauerte eine Weile, bis sich unsere Körper beruhigt hatten und Silke mich freigab. „Du siehst, wir beide leben noch“, hauchte ich ihr zu. „Ja, ich weiß, was du sagen willst“, meinte sie. „Es war das erste Mal zusammen mit einem Mann. Beim nächsten Mal wird es bestimmt heftiger.“ Sie umarmte mich und gab mir einen langen Kuss, bevor wir aufstanden, uns anzogen und zur Party ins Nachbarhaus zurückkehrten.

Ich fand Marion an der Seite Dirks, von dem sie sich kurz verabschiedete. „Wie war´s?“, fragte ich Marion auf dem Rückweg nach Hause. „Wir haben Sport getrieben, eine Art Intensiv-Dauer-Training. - Und wie ist Silke?“ – „Erst Rosenblätter, Vanille, Kerzen und leise Musik und dann hat sie es zum ersten Mal gemacht. Ich meine ihren erstem Orgasmus mit einem Mann.“ Marion wandte sich von mir ab, als würde sie nur ungern über dieses Thema sprechen. Sie hüllte sich in Schweigen. „Kann ich bei Dirk gut nachempfinden“, erklärte sie, als wir uns spät abends zu Bett gingen.

Silke meldete sich am nächsten Tag am Telefon. Ihre Stimme klang besorgt. „Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, weil ich einen Albtraum hatte. Ich träumte, du wärst mit einem brennenden Penis in meinen Schoß eingedrungen und hättest meinen Körper in ein Flammenmeer verwandelt und meine Gefühlswelt in Schutt und Asche gelegt.“ Sie gestand, dass sie mit Vera darüber gesprochen hatte, die das so deutete, dass damit ihre Sehnsucht nach Harmonie, nach Rosenblättern und Kerzenduft gemeint war. Ein gutes Zeichen, dem Silke unbedingt folgen sollte, hatte Vera ihr geraten.
Silke schwieg eine Weile am Telefon und fragte, ob ich nicht Lust hätte, auf einem Sprung zu ihr zu kommen. Dort könnte man sich besser über so etwas unterhalten. Ich zögerte und fragte sie, ob sie allein war. „Ja, ich bin allein. Dirk trainiert mit einigen Turmspringerinnen“, erklärte sie. „Du ahnst gar nicht, wie sehr ich mich danach sehne“, erklärte sie und legte auf.
Als sie mir die Haustür öffnete, kamen wir nicht weiter als bis zum Flur, wo sie schon ihre Arme um mich schlang. Kaum hatte ich bemerkt, dass sie nur mit einem Bademantel bekleidet war, sanken wir auf den Boden, wo sich ihr Bademantel wie von selbst öffnete, und Silke erwartungsvoll ihre Schenkel spreizte. Ich kam noch nicht einmal dazu, mich ganz auszuziehen.
Sie umklammerte mich bereits mit ihren Beinen und Armen; unsere Körper schienen in einem einzigen aufzugehen, als wir uns vereint auf dem Boden hin und her wälzten, getrieben von meinen Versuchen, weiter in die Tiefen ihres Beckens einzutauchen. Silkes lautes Stöhnen zeigte mir, dass wir einem gemeinsamen Höhepunkt entgegen rasten. Jetzt verkrampfte sie ihre Arme um meine Schultern, presste ihren Schoß noch enger gegen meinen. Schon nach wenigen Augenblicken nahm ich an ihrem Körper ein leichtes Zittern wahr, das ihre Schultern und ihre Schenkeln ergriff und sich auf uns beide, auf unseren gemeinsamen Körper, übertrug, bis ich in ihr kam und Silke dazu einen dumpfen Aufschrei ausstieß, dem zwei weitere folgten. Ich spürte zum ersten Mal, wie kraftvoll sie bei unseren Küssen mit ihrer Zunge meine Lippen durchstieß und unser Speichel aus unseren Mundwinkeln lief.
Es dauerte lange, bis Silke wieder zu sich fand und mich lächelnd erlöst anschaute. Sie wischte mit einer Hand über ihren und meinen Mund, dann half ich ihr auf die Beine. Sie raffte ihren Bademantel zusammen, und wir verschwanden ins Wohnzimmer, wo wir uns schweigend auf dem Sofa umarmten. „Ich werde dabei immer verrückter“, wiederholte sie. „Nein“, erklärte ich ihr. „Das ist deine entflammte Natur.“ Sie wandte sich von mir ab. „Bitte geh jetzt! Dirk kann jeden Augenblick zurückkommen. Ich rufe dich an.“

Die Tage verflogen, ohne dass Silke sich meldete. Inzwischen war der Hochsommer mit Temperaturen mit weit über 30 Grad eingekehrt. Auch der Abend, an dem Silke mich anrief, versprach keine Abkühlung. „Ich sehne mich nach den kühlen Tagen der vergangenen Woche … und nach unserer Vereinigung“, hauchte sie ins Telefon. Ich versprach, so schnell wie möglich zu kommen, in der Erwartung, dass wir auch diesmal gleich hinter der Haustür übereinander herfielen.
Silke begrüßte mich wie letztes Mal nur im Bademantel, der weit aufschwang, als sie mich küsste. Doch diesmal führte sie mich auf die Veranda hinter dem Haus. „Unser Zier–Kies kühlt wenigstens die Füße“, meinte sie.
Der Wind, der plötzlich durch die Bäume rauschte, ließ unsere Blicke zum Himmel wandern, wo wir dunkle Wolken bemerkten, aus denen bereits die ersten warmen Regentropfen fielen. Silke streckte ihre Hände von sich und ließ die Tropfen genussvoll auf ihren Handrücken zerspringen. „Dein Bademantel wird klitschnass, wenn du dort stehen bleibst“, bemerkte ich. „Ich möchte tanzen, nur tanzen, wie neulich Vera bei der Party“, erklärte sie und ließ den Bademantel einfach zu Boden fallen. Ich starrte auf ihren nackten Körper und spürte wieder, wie sehr ich sie begehrte. Sie warf mir ständig Blicke zu, als der Kies unter ihren Schritten knirschte, und die warmen Regentropfen auf ihrem Körper zersprangen. Sie prallten von ihren Wangen ab, zerplatzen auf ihren nackten Schultern, auf ihren kleinen Brüsten, von deren Spitzen sie in die Tiefe fielen.
Ich bemerkte die kleinen Rinnsale auf ihrem Körper, die ihren Weg auf ihrer Haut hinunter fanden, sich von ihrem Rücken einen Weg durch ihren Po bahnten, und vorne in ihren Schamhärchen wie kleine Perlen hängenblieben oder dazwischen hindurch schlüpften.
Silke tanzte eine Zeitlang vor meinen Augen, bis sie bemerkte, dass auch ich nackt neben sie getreten war. Sie schlang ihre Arme um mich; wir vollführten zwischen den Regentropfen zuerst kreisende Bewegungen, dann sanken wir gemeinsam auf dem regennassen Kies zu Boden. Ich beugte mich über sie „Ich begehre dich, Silke“, flüsterte ich ihr zu, und führte mein steifes Glied vor ihre weit geöffnete Pforte. Ein erster heftiger Vorstoß in ihren Schoß schüttelte einen Schwall Regentropfen von ihrem Körper ab. Im Takt unserer rhythmischen Bewegungen perlten sie von ihren kleinen Brüsten, von ihren Schultern. Kein Regentropfen fand mehr Halt an ihrem Körper, in den ich immer heftiger eindrang; der Kies unter Silkes Rücken begann, vernehmlich zu knirschen. Sie stieß schließlich einen kreischenden Schrei aus; ich bäumte mich keuchend auf. Wir waren wieder gemeinsam gekommen!
Eine Zeitlang blieben wir vereint reglos auf dem Kies liegen, als plötzlich ein greller Blitz am Himmel aufzuckte und ein grollender Donner folgte, der die Erde erbeben ließ. Silke starrte mit großen Augen an mir vorbei in den dunklen Himmel, zwei weitere Blitze zuckten auf und zerrissen die Lichtreflexe auf ihrem nassglänzenden Körper in Licht und Schatten. „Wir können doch nicht hier draußen bei dem Gewitter ... “ – „Doch und jeder Blitz wird in deinen Schoß einschlagen und ihn in Brand setzen.“ – „Bitte nicht, hör auf, so etwas sagen!“ Sie erstickte meine Stimme mit ihrer Zunge, die sie tief in meinen Mund schob.
Der nächste Blitz und ein mächtiger Donner ließen den Boden unter unseren Körpern erbeben. Sie schlang ihre Arme fester um mich. „Halt mich bitte ganz fest! Und ganz tief, bitte ganz tief!“, seufzte sie und gab mir einen heftigen Kuss – nein keinen Kuss, sie biss einfach in meine Lippe. Ich schmeckte Blut. Jeder Blitz schien sie noch stärker zu erregen; sie spreizte ihre Schenkel weit auseinander, als wollte sie zusammen mit meinem Glied auch die Naturgewalten des Gewitters einfangen.
Ihr Becken pulsierte, sie schlug mit ihren Händen ständig auf meine Po–Backen und grub ihre Fingernägel tief in meinen Rücken. Ich spürte einen brennenden Schmerz, den nur die Regentropfen linderten. „Jaa, jaaa!“, trieb sie mich an, „Weiter, mach weiter!“ Mein Penis durchpflügte ihren Schoß, den sie mir entgegen streckte. „Tiefer, tiefer!“, forderte sie mich keuchend auf. Sie umklammerte jetzt meinen Körper mit ihren Schenkeln und spornte mich wie zu einem rasenden Galopp an. Ich hatte das Gefühl, noch nie so tief in eine Frau eingedrungen zu sein.
Der nächste Blitz verzerrte Silkes Gesicht zu einer Grimasse; sie kam mir plötzlich vor wie eine Bestie, die dabei war, einen Mann zu verschlingen. Als ein weiterer Blitz den Himmel durchzuckte, bäumte sich Silkes Körper unter mir auf und bebte mit dem nachfolgenden Donner. Sie krümmte sich, schrie ihren Orgasmus in den nächsten Donnerschlag hinein. Noch einmal schüttelte sich ihr Körper, dann sackte sie unter mir reglos zusammen.
Ich war erschrocken, zog mich aus ihrem Schoß zurück, kniete mich neben sie, hob sie auf, trug sie ins Wohnzimmer und ergriff ein Handtuch. Ich begann, sie abzutrocknen, ihr Gesicht, ihre Brüste, und ihre Schenkel. Sie öffnete die Augen und blickte mich an, lächelte und streichelte mir über die Wange. „Mein Gott, du blutest ja!“ Sie erhob sich und betrachtete die Blutspuren auf dem Handtuch. „Deine Lippen, dein ganzer Rücken ist zerkratzt. Hast du nichts gespürt?“ Sie tupfte mit dem Handtuch das Blut ab und streichelte über meine Schulter. „Ich muss rasend wie in Ekstase gewesen sein.“ Sie gab mir einen Kuss und schlang ihre Arme um mich.
„Verzeih mir!“, bat sie mich, als wir uns verabschiedeten, fügte aber gleichzeitig hinzu, dass sie sich noch nie so erlöst gefühlt hätte.

Wir hörten lange Zeit nichts mehr voneinander, bis Silke eines Tages anrief und mich bat, sie zu besuchen. Ich duschte mich, zog frische Wäsche an und machte mich auf den Weg zur ihr. Silke empfing mich überraschend nicht mit offenem Bademantel, sondern mit einem weiten Kleid, das sich schwungvoll um ihren Körper drehte, als sie sich auf dem Flur umdrehte und mich ins Wohnzimmer führte. „Sind wir allein?“, fragte ich.
„Nicht so ganz!“, meinte Silke. „Dirk begleitet einige Turmspringerinnen zu einem Wettkampf und kommt erst morgen wieder. „Aber hier ist noch jemand!“ Sie strich mit einer Hand über ihren Bauch.
„Was heißt das?“, wollte ich wissen. „Das heißt, ich bin schwanger.“ Ich schaute sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Du bekommst ein Kind?“ - „Ja“, sagte sie und setzte sich in einen Sessel. „Weißt du, Vera hat mir erklärt, dass ein Kind, das man ohne Orgasmus zeugt, ein Mädchen wird, und es ein Junge wird, wenn man es mit Orgasmus zeugt.“ – „Und hast du schon herausgefunden, was es wird?“ Sie schaute mich mit ihren hellgrünen Augen an. „Es muss ein Junge werden!“
Wir verabschiedeten uns mit einer langen Umarmung. Silke versprach, sich sofort zu melden, wenn sie etwas Genaueres in Erfahrung gebracht hätte. „Du wirst es als erster wissen.“
„Es wird ein Junge!“, teilte mir Silke kurz vor der Geburt mit. „Ich werde ihn ‚Thorsten‘ nennen, nach dem germanischen Gott mit dem Hammer, der mit Blitz und Donner durch den Himmel fährt.“ Ich hüllte mich in Schweigen. „Das ‚sten‘ im Namen ‚Thorsten‘ heißt übrigens so viel wie ‚Stein‘. Du erinnerst dich sicherlich: die Kieselsteine auf der Terrasse hinter unserem Haus.“

 

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