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Summertime oder ein Tag im Leben einer Frau
Summertime, and the livin' is easy...
Manchmal gab es Tage, wo sie mit einem Song im Kopf aufwachte, ja sie war geradezu von diesem Lied beseelt, oft wusste sie nicht ob es an der Melodie oder am Text lag, dass sie den ganzen Tag von diesem Musikstück umgeben war. Auch das war eines dieser Mysterien, war sie umgeben davon, war es ein Ausdruck von ihr, oder Schwamm sie den ganzen Tag auf dieser Welle aus perfekt aneinandergereihten Tönen?
Fish are jumpin', and the cotton is high, Oh yo' daddy's rich and yo' ma is good lookin'
Vielleicht war sie das Lied, als sie fast schwerelos mit leicht tänzelndem Schritt die Strasse entlang kam.
Tage wie dieser waren von einem solch starken Gefühl, einer tiefen Sehnsucht geprägt, dass man Gefahr lief diese Stimmung nicht annähernd leben zu können und abends frustriert und einsamer als sonst die Türe hinter sich zu schließen.
Doch noch war sie auf dieser Welle, aus Musik, Gefühl und Sehnsucht. Sie eine erwachsene Frau war in diesem Moment in gewisser Hinsicht vielleicht 12 oder 13 Jahre alt, allerdings in einer Weise die sie nicht kindlich oder pubertär erscheinen ließ, nein sie war einfach unbeschwert. Diese Art der Unbeschwertheit, die man mit nichts aus der Kindheit herüberholen und konservieren kann. Vielleicht war es eben diese Unbeschwertheit, die sie an diesem Tage auch mehr aus dem Gefühl handeln ließ als sonst. Vielleicht war sie ja auch der Grund weshalb sie sich auf einer grünen Wiese am Lauf eines Baches wiederfand.
Auch hier war sie beides; Auf dem Grün und gleichzeitig umgeben von längeren Gräsern und Halmen.
So hush, little baby, don't you cry.
Tage wie diese ließen sich später auch nicht rekonstruieren, sie bestanden nur aus einzelnen Erinnerungen, Empfindungen, die sich im nachhinein mehr als Gefühl auf die Haut und die Seele legten denn sich als klarer Gedanke im Kopf
zu formieren.
Eine weitere Empfindung die sie im Rückblick auf diesen Tag gespeichert haben würde, war das kühlende Wasser auf ihrer Haut. Wie sie dabei war aus dem Bach zu steigen und das Wasser teilweise ihre Waden bedeckte. Ihre Haut war übersät von Gänsehaut und Wassertröpfchen, welche sich herrliche in der Sonne spiegelten. Sie würde sich erinnern wie der Wind um ihren nackten Körper strich und welche Freude es ihr bereitet in diesem Moment von anderen gesehen zu werden. Ja sie konnte geradezu die Berührung der Augen fühlen, wie sie an ihrem Busen, dem Bauch und ihrer der Scham entlang strichen. Obwohl sie selbst es war, gelang es ihr in diesem Moment sich von außen zu betrachten. Ihr langes nasses Haar klebte ein wenig auf dem Rücken, das Gegenlicht ließ sie nichts an Schärfe und Prägnanz verlieren und doch verriet es nur ihre Konturen. Die schönen Brüste ragten mit ihren steifen Nippeln wie ein Teil der Landschaft in das Bild.
One of these mornin's you're goin' to rise up singin'
Auch würde sie später den weiteren Verlauf des Tages nicht wiedergeben können. Als sie abends die Tür hinter sich schloss spürte sie nur den Nachhall von Berührungen auf Ihrer Haut und eine gewisse Zufriedenheit, diese schalkhafte Zufriedenheit eines Teenagers.
Then you'll spread yo' wings an' you'll take the sky.
Copyright JJ 2003
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