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Schwarzes Blut

Enzio Guratzsch 


Die flackernden Kerzen auf dem ovalen Kultplatz waren längst erloschen und die mit schweren Kutten ummantelten Gestalten karrten die Kadaver, denen der Meister das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten hatte, auf den alten Friedhof um sie in das zuvor ausgehobene grosse Grab zu werfen.
Annamaria lebte noch so wie zuvor, denn sie hatte der Meister auserkoren, weil er ihre Schreie liebte, wenn die Peitsche mit der er sie gerne züchtigte Haut- und Fleischbahnen ihres wundervollen bronzenen Körpers heraus rissen. Er mochte nicht nur deswegen ihre Schreie weil sie die orgiastische Vorstufe zu dem Orgasmus waren den er ihr anschliessend verschaffte, sondern weil er wusste, das sie es nur so liebte und er durch ihre Lockungen immer neue Opfer für die Schwarzen Messen auf dem Kultplatz erhielt.
Annamaria war eine wundervolle Frau, ihr langes braunes Haar das sie sich rötlich färbte, hing bis über ihre braunen Schultern herunter. Sie trug immerfort rötlich-lilare Kleider oder lange Röcke mit kurzen rötlich-violetten Leinen-Blusen unter denen sie gerne nackt war. Sie mochte es - selbst in kalten Jahreszeiten nackt unter ihren langen Kleidern zu sein - ihre Gier nach immerwährender orgiastischer Erfüllung und die Art und Weise wie sie damit die Männer in ihren Bann zog, sorgten dafür das der Nachschub für die Messen rollte weil ihr jeder Mann verfiel obwohl sie mit ihrer Ausstrahlung auch manche Frau verführte.
Nun war sie zu dem alten Friedhof gekommen, denn nur hier, am Ort, an welchem die ihres Herzen Beraubten verscharrt wurden, wollte sie von ihm, dem Meister gezüchtigt und anschliessend geliebt werden.
Und nur bei ihm, das wusste sie nur zu genau, bekam sie die sexuelle Erfüllung die ihr - trotz ihrem Hunger - keiner ihrer Lover bieten konnte.
Ein einziger Lover hatte ihr genügt und manchesmal dachte sie an ihn zurück, denn er hatte in hunderten von Nächten ihr das gegeben und ihr tiefstes Geheimnis ergründet - weil er dieses spürte - das trotzallem nicht mal der Meister bis jetzt herausgefunden hatte.
Aber vorbei - Julian war weit fortgegangen!
Sie wartete bis die letzten Vermummten gegangen waren und schlenderte aufrecht laufend wie eine Diva zu dem alten verwitterten Grabstein dessen goldene Lettern immer mehr verschwammen. Sie mochte den Stein, denn wenn sie sich darüber beugte und ihre dunklen harten Brustwarzen nackt angetrieben von den Peitschenhieben auf ihrem Rücken und ihren Hintern hin und her geschabt wurden, platzten sie alsbald auf und ihr Blut ergoss sich als dünnes Rinnsal fliessend in den alten Stein.
Sie liebte die Szene, bleicher Mond, ihr nackter Körper, die singende Peitsche und ihr sickerndes Blut. Es verschaffte ihr Befriedigung.
Zwar nicht dieselbe Befriedigung die sie von Julian erhalten hatte, als er ihr seine sehnige Hand tief in ihre rasierte Feige gestossen und sie tief im Inneren ihrer Grotte gekratzt und ihr Schmerzen verursacht hatte, aber was konnte sie auch in dieser Hinsicht vom Meister erwarten, der dafür kein Gefühl und Ahnung zu besitzen schien. Julian war weit weg gegangen und der Meister war besser als nichts und solange sie ihm genügend Opfer zubrachte, bekam sie wenigstens einen Teil ihrer Befriedigung.
Und so kam es dazu, dass ihr bronzener Leib dunkel zwischen den hellen und dunklen Grabsteinen, den Mausoleen und Altären schimmerte.
Sie genoss die laue Luft der Nacht und liebte den harten Stein und besonders die Schmerzen die die Peitsche verursachten oder das Gefühl, wenn ihr Blut aus den aufgeschabten Brustwarzen in den Stein tropfte.
Dieser Platz war der richtige Ort für die rituelle Liebe
und die erforderlichen Züchtigungen die sie zu ihrer Befriedigung so dringend brauchte.
Endlich sah sie den dunklen Mantel mit dem roten Innensaum, der wie ein riesiger Umhang den Meister umwehte der dort scheinbar zwischen den Steinen und Mausoleen hindurchschwebte. Langsam beugte sie sich schon mal über
den alten Grabstein und ihr runder Po glänzte ölig im Angesicht des Mondes. Sie liebte es ihren Körper einzubalsamieren bevor er gezüchtigt wurde.
'Jetzt ist es endlich soweit', sagte der Meister, 'du bekommst das, was du dringend brauchst, Schläge, Schmerzen und Sex'.
'Ja du hast recht, Meister, ich habe darauf den ganzen Abend gewartet und dachte schon du könntest nicht aufhören dir Dargebotenen zu opfern, jetzt bis du da und ich bekomme, was ich verdient habe'.
Der Meister entnahm der Innentasche seines Umhangs die Peitsche mit den hineingeflochtenen eisernen Spitzen, holte weit aus und liess sie genüsslich auf den Rücken und den Po von Annamaria niedersaussen. Bald zogen sich erst blutige Striemen und immer wieder neue aufgeplatzte Fleischteile, die zu bluten begannen über den nackten Körper der Schönen die erst lustvoll stöhnte und schliesslich laut und orgiastisch zu schreien begann.
Schliesslich drehte sie sich um, ging schmerzgebeugt zu der kleinen Kapelle die an die Grabsteine angrenzte, legte sich auf den kalten weissen Marmor des Altares dessen Kühle ihrem geschundenen Rücken und Po guttat und bettelte um die dornengespickte Peitsche, die nun auf ihre weichen, vollen Brüste niedersausste und ihre feuchte Grotte noch weiter anschwellen liess.
Und dann war es endlich soweit, der Dorn des Meisters bohrte sich tief in den nassen Tunnel ihrer Begierde und liess sie einem Urschrei gleich explodieren.
Nur wer zu verführen weiss, darf die Sinnlichkeit schenkend ausleben!

Copyright Enzio Guratzsch 2004

 

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