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Radar Love

Viktoria Tsiffa 


"I´m drivin` all night, my hands wet on the wheel..." GOLDEN EARRING

Weibliche Körper sind wie dazu geschaffen, in Maschinen aus Chrom und Stahl über Autobahnen geschossen zu werden. Die Vibrationen des Motors übertragen sich auf die Karrosserie des Fahrzeugs, werden über edle Ledersitze auf den Körper der Frau weitergeleitet und was ein mehrere hundert Ps starker Vibrator mit den erogenen Zonen einer Frau anrichten kann, muß ich Euch wohl nicht näher erläutern, oder?
Ab und zu muß eine Frau sogar mit ihrem Fahrzeug von Punkt A nach Punkt B oder von Bayern nach Berlin, oder von Pontius zu Pilatus oder, (der beste Grund für eine Reise) vom alten Liebhaber zum neuen.
Was aber tun, während einer mehrstündigen Autofahrt? Ja, schon klar. Das Gaspedal durchtreten und das Lenkrad festhalten. Aber was sonst noch? Lesen? Karten spielen? Masturbieren? Keine Gute Idee, wenn man mit zweihundert Sachen über die nächtlichen Autobahnen fliegt. Da gerät man mal ein bisschen aus der Spur und schon gibt`s Lichthupen, dumme Fragen herumstreunender Polizisten oder üble Crashs, die einem mit dem vielen Blut das neue Kleid versauen.
Eine gute Erfindung sind da die Beifahrersitze, auf denen man den sogenannten Beifahrer platzieren kann. (Oder eine möglichst gesprächige Beifahrerin). Glücklich kann sich schätzen, wer einen Intimpartner sein Eigen nennt. Der wird flugs festgeschallt im Co-Pilotensitz und ab geht`s. Man muß ihm, oder ihr ja nicht gleich stecken, wohin die Reise geht. Ein Überraschungs-Trip. Das klingt gut und trifft die Sache auf den Punkt.
Selbst mit einer geschwätzigen, besten Freundin kann der Gesprächsstoff nach zwei, drei Stunden sehr schnell aufgebraucht sein. Dann gilt es, die Freundin zur Körpersprache zu überreden. Da eine beste Freundin logischerweise annähernd baugleich ist, (mit der gelangweilten Fahrerin), kennt sie sich ja bestens aus, mit weiblicher Anatomie. Die zu verwöhnenden Körperstellen der Fahrerin dürften also schnell gefunden sein. Ein Beifahrer (oder eine Beifahrerin) mit gelenkiger Zunge und flinken Fingern ist also dringend zu empfehlen auf einer langen Autofahrt. So ein Orgasmus hält wach und man kann beide Hände am Lenkrad belassen.
Ich rate aber dringend davon ab, sich erst während der Fahrt auszuziehen. Will man das Tempo von zweihundert Stundenkilometern, oder mehr, beibehalten, kann so ein über den Kopf gezogener Kaschmir-Pullover die Sicht auf den Verkehr behindern. Da man beim Ausziehen beide Hände vom Steuer nehmen muß, ist der Wagen möglicherweise nicht mehr vollständig manövrierfähig. Da nützt es auch nichts, wenn die Frau von Welt, mit angewinkeltem Bein, ihr hübsches Knie gegen das Lenkrad gepresst, den Wagen mit dem Knie zu steuern versucht. Sekundenbruchteile sind auf bundesdeutschen Autobahnen oft entscheidend. Und wenn der Pullover sich im Verschluß des Büstenhalters verhakt, dann fällt dem Beifahrer oft zu spät ein, endlich regulierend in`s Steuer zu greifen.
Die kluge Frau bereitet sich daher wie folgt auf eine längere Autofahrt vor:
Eine gepflegte Lady kann es sich durchaus leisten, splitternackt in ihr Gefährt zu steigen. Die weichen Ledersitze eines Mercedes-Cabrio, zum Beispiel, schmiegen sich ganz sanft an die Haut der Frau an. Völlig PH-neutral.
Eingeweihte Intimpartner kennen ihren Part als Beifahrer und stellen keine dummen Fragen mehr. Uneingeweihten versucht man die Nacktheit der Fahrerin besser gar nicht erst zu erklären. Auch beim Autofahren gilt: Beim Liebesspiel ist jede Erklärung antiromantisch und zerstört die Magie.
Ganz wichtig ist folgende Regel: "Klick vor dem Start, bei jeder Fahrt!" - Es ist von Vorteil, wenn es zwischen Fahrerin und Beifahrer(in) "Klick" macht. In erster Linie ist hier jedoch das Klicken des Sicherheitsgurtes gemeint, den zumindest die Fahrerin anlegen sollte. Der Sicherheitsgurt kann aber den Aktionsradius des Beifahrers beim Fummeln einschränken. Und wen schmerzt es denn schon, wenn der Intimpartner eines One-Night-Stands nach dem Höhepunkt durch die Windschutzscheibe fliegt? Bei einem Crash, der sich nie hundertprozentig ausschließen läßt.
So ein schwarzer, breiter Sicherheitsgurt kann durchaus figurbetonend-modisch wirken. Wie ein breiter Gürtel um die Hüften, knapp über dem Schamhaar und wie eine Schärpe straff zwischen den weiblichen Brüsten verlaufend, ist so ein Sicherheitsgurt nicht nur sicher, sondern auch ungemein sexy.
Nun zum Part des Co-Piloten. Die nun freiliegenden, erogenen Zonen der Fahrerin sind zu umschmeicheln. So eine lange Autofahrt läßt viel Platz für`s Vorspiel. Das Geknutsche und Geknuddel und Gefummel kann den einen oder anderen unbeteiligten Autofahrer irritieren. Wer aber während einer Autofahrt anderen beim Sex zusieht ist selber schuld und Unfälle auf der Gegenfahrbahn können in Kauf genommen werden, da man ohnehin nicht daran beteiligt ist.
Ist die Fahrerin dann soweit in Fahrt gebracht, läßt sich die Penetration wie üblich mit den Fingern oder der Zunge des Beifahrers/ der Beifahrerin vornehmen.
Das Eindringen in die Fahrerin mit dem Penis des Beifahrers dürfte sich aus technischen Gründen während einer Autofahrt etwas schwierig gestalten. Das kann mitunter wieder die Sicht auf den Verkehr behindern.
In einem gesonderten Kapitel "Sex bei voller Fahrt auf dem Motorrad" werde ich noch auf diese Technik zu sprechen kommen.
In Zonen mit Geschwindigkeitsbegrenzung kann der Wagen dann lässig mit einer Hand gesteuert werden, während mit der anderen Hand der Kopf des Co-Piloten in den eigenen Schoß gepresst wird. Um das Tempo zu regulieren. Bei Fahrzeugen mit Automatik-Getriebe sehr zu empfehlen, da absolut stressfrei.
Auf dem Motorrad lassen sich übrigens nahezu alle Stellungen (auch Tantra-Sex) ausführen. Sogar bei voller Fahrt. Diese Techniken wollen natürlich geübt sein und der Erwerb der entsprechenden Führerscheinklasse sollte selbstverständlich sein. Auf einer Harley Davidson wurde kürzlich sogar eine Menage et trois gesichtet.
Bleibt mir nur noch, Euch eine gute Fahrt zu wünschen!
Küßchen, Küßchen!
Eure Vicky Tsiffa

Copyright Victoria Tsiffa 2003

 

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