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In meiner zweiten Haut

Ric 

Ich möchte die Geschehnisse, die sich vor fast genau einem Jahr in meinem Leben ereigneten, im Grunde tief in mir verschließen, wie einen wertvollen Schatz bewahren. Doch ich komme nicht umhin, sie hier zu beschreiben, denn auf diese Weise zu erkennen, was mich umtreibt, mich nicht schlafen lässt und mich schließlich dorthin zurück drängen wird, ins Richtige, ins Wahre, macht mir Mut und gibt mir eine Chance es tatsächlich zu tun. Gleichzeitig entsteht auf diesem Weg ein Abschiedsbrief, der Versuch einer Erklärung dafür, weshalb ich so handle, warum ich wieder zurück kehren muss.
In meinen wachen Nächten, abseits des Alltags, verfolgen mich erregende Erinnerungen an weiche, braune Haut, ihr würzig herber Duft und erdige Hände, die mich fest umfangen. Dann wälze ich mich in meinen immer gleichen und duftend reinen, weißen Daunenkissen, sehne mich dorthin zurück, an diesen auf seine Art eigentümlichen Ort. So sehr, dass ich fast den Nebel der warmen, feuchten Luft des Urwalds fühle, trotz der Dezemberkälte, die derzeitig in Berlin herrscht.
Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass es ein Fehler war, wieder hierher, in mein „reales“, mein mir zugehöriges Leben zurück zu kehren. Trotzdem mussten offenbar Monate vergehen, bis ich diesen Gedanken zugelassen habe. Diese Zeit habe ich gebraucht, um zu verstehen, dass ein kleiner aber wichtiger Teil von mir ist dort geblieben ist, ein winziger Splitter, der sich zwischen den riesigen, schartigen Stämmen des Tropenwalds bewegt und nach der Vereinigung mit dem Fehlenden, dem Fremden strebt.
Langsam, so beiläufig und täglich, wie Kinder lernen, komme ich dahinter, dass mein Aufenthalt dort nicht nur meine Sexualität, sondern auch mein gesamtes Denken über die Welt verändert hat, letztendlich meine Identität. Und um an dieser Realität nicht zu zerbrechen, berichte ich hier, was passiert ist; das zumindest bin ich mir schuldig.

Wenn ich so darüber nachdenke, finde ich keine Antwort auf die Frage, was mich damals trieb, das überraschende Angebot einer bekannten Reisezeitschrift so schnell anzunehmen. Möglicherweise sah ich es als Chance.
Ich hatte sehr früh, als Kind schon, erkannt, wie wichtig es mir war all die Gefühle, Menschen und Bilder, die sich in mir fingen festzuhalten, sie ihrer Flüchtigkeit zu berauben. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ich entdeckte, welche Möglichkeiten mir die Fotografie eröffneten. Ich hatte etwas, was man ein Auge für den Augenblick nannte und es dauerte nicht lange, bis ich mich dazu entschloss mich selbstständig zu machen. Seitdem schlug ich mich mehr schlecht als recht mit kleineren Aufträgen durch. Dann, plötzlich und völlig unerwartet, bekam ich das Angebot professionelle Fotos und einen Bericht über ein exotisches Land zu machen. Selbst als ich hörte, wohin es gehen sollte, kamen mir noch keine Zweifel und schon zwei Wochen später hielt ich das Ticket nach Paraguay in der Hand; ein Land, von dem ich nur vage Vorstellungen hatte. Dass es in Südamerika lag wusste ich schon noch, doch wo genau, nämlich regelrecht eingeklemmt zwischen Argentinien, Bolivien und Brasilien, hatte ich zuerst auf der großen Weltkarte, die im Flur meiner kleinen Wohnung hing, nachsehen müssen. Neugierig geworden versuchte ich mich im Netz zu informieren, war aber nur auf die Sehenswürdigkeiten des kleinen Binnenstaates gestoßen; dort stand nichts über die großen Urwälder oder die Indianer, die noch immer darin lebten.

Ich sollte in einem möglichst interessanten Bericht über das Leben einer kleinen Gruppe Wissenschaftler schreiben und sie mit möglichst professionellen Fotos würzen. Meine erste Station war das Labor, das stationär am Rande einer kleinen Ortschaft eingerichtet war und das fünf Forschern als Stützpunkt diente. Später dann, nach einer gewissen Vorbereitungszeit, war ein mehrwöchiger Aufenthalt mit dem Team im Urwald geplant. Versuche ich mich heute, Monate später, an irgendein Detail des Labors zu erinnern, gelingt es mir nicht. Alles, selbst die Fotos, die ich davon gemacht habe sind verschwunden, gelöscht wie überflüssige Nebensächlichkeiten. Allein der Urwald ist geblieben; seine Existenz, gespeichert in meinem Bewusstsein, überdeckt alles Vergangene.
Im Team hatte jeder der Mitarbeiter seine Schwerpunkte. Neben einem Entomologen, der sich der Aufgabe verschrieben hatte möglichst viele Insektenstämme zu katalogisieren, und sich, wenn er an den winzigen Lebewesen arbeitete, durch nichts stören ließ, gab es noch mehrere überaus motivierte Ökologen. Ihr Tätigkeitsfeld bestimmten vor allem Luise und ihr Mann Simon, der der Leiter der Gruppe war. Beide beschäftigten sich mit der Botanik, der Vielfalt der Pflanzenwelt dieser nahezu unberührten wild wachsenden Welt. Mit ihrer hellen Haut und dem leuchtend roten Haar, das sie, wenn sie es offen trug, wie ein Umhang umfing, fiel die 29jährige unter den anderen, die durch ihren Aufenthalt im sonnigen Paraguay gebräunt waren, besonders auf. Doch müsste ich heute ihre auffälligsten Eigenschaften beschreiben, würde ich vor allem ihre Fähigkeit Begeisterung zu erwecken und ihre Spontanität nennen. Sie war, wie ich versuche anzudeuten, einer der Menschen, die bei Außenstehenden den Eindruck hinterließen, niemals Probleme zu haben oder einfach nicht zuließ, dass sie nicht lösbar waren. Dabei hatte sie die Begabung selbst existenziell hoffnungslose Fälle mit einer für mich bewundernswerten Leichtigkeit in die Unwichtigkeit zu verbannen. Spätestens ihr helles Lachen ließ die letzten Zweifel zerfließen.
Sie war auch die erste Person, die in mir eine erste Ahnung davon gab, wie anders mein Aufenthalt im grünen Paradies des Regenwalds verlaufen würde. Manchmal frage ich mich, was passiert wäre, hätte ich mich nicht diese grüne Wildnis, die am Rand des Orts begann, von Anfang an so sehr angezogen. Das Labor, mit seinen Geräten und Terrarien hatte sicher auch seinen Reiz, doch schon nach wenigen Tagen zog es mich immer wieder zu den schmalen Trampelpfaden, die am Waldrand, zwischen den hohen Bäumen, im tiefdunklen Geäst verschwanden. Ich ahnte, dass hier eine Welt begann, von der ich allenfalls kindliche Vorstellungen hatte und die so fremd war, mit ihrer Sprache und ihren Menschen, dass sie mir gleichsam wie ein geheimnisvolles Buch erschien, das zu öffnen mich drängte. Tatsächlich wünschte mir nichts mehr, als in diese eine, wirklich fremde Welt mit einem riesigen Dach aus Blättern einzubrechen.
Als ich Luise einmal davon erzählte, lachte sie nur. „Das ging mir ganz genau so“, gestand sie. „Dieses wirre Durcheinander aus grünem Dickicht wirkt von außen betrachtet so mystisch, so lebendig. Ich kann dich sehr gut verstehen.“
„Ja. Dabei ist es mir ein Rätsel, wie ihr hier konzentriert arbeiten könnt, wenn ihr dieser echten Wirklichkeit, die doch die Grundlage eurer Theorien ist, so nahe seid. Ich könnte es vor Neugier nicht aushalten.“
Luise nickte, fast als wüsste sie, als hätte sie selbst schon erlebt, wovon ich sprach. Das passte zu ihr. Es war, als habe ich vorher gewusst, dass sie genauso denken würde. Doch ihre folgenden Worte verblüfften mich dennoch.
„Jana, willst du wirklich wissen, wie es ist tief in der Wildnis zu arbeiten? Oder einfach nur hinein gehen, alles berühren zu können, die Pflanzen zwischen den Fingern zerreiben und den Moder an ihnen riechen?“ Ihre Stimme klang verschwörerisch und geheimnisvoll. Dabei bekam ihr Blick einen Schimmer, den ich noch nie bei ihr gesehen hatte. „Und es dauert dir viel zu lange, bis das Team startet, hab ich Recht?“ Luise zog ihren hübschen Mund verwegen schief.
„Weißt du was, wir machen einen Ausflug, hol deine Sachen. Unser kleines Dörfchen hier ist viel zu langweilig, du brauchst ein Abenteuer.“
Mehr als einmal hatte ich Luises Mann Simon schon spöttisch von `den Wilden´ reden gehört und schnell erraten, dass er von den Indios, den Ureinwohnern des Urwalds, sprach.
„Ist das nicht … gefährlich?“, gab ich deshalb zu bedenken und als Luise mich verständnislos ansah, kam ich mir unendlich kindisch vor und versuchte hilflos zu erklären, was ich meinte. „Na ja, die Indios. Oder auch nur wilde Tiere.“
Doch Luise lachte nur ihr unverwechselbar unverfälschtes glockenhelles Lachen und umarmte mich. Dann nahm sie meine Hände, löste sich von mir und ihr amüsierter Blick verwischte all meine Bedenken. „Glaub mir, alle Wesen im Urwald sind harmlos. Sie haben mehr Angst vor uns als wir vor ihnen. Wenn du aufpasst, wo du hintrittst, wird ganz sicher nichts passieren. Die meisten Menschen haben Angst vor dem Dschungel, er ist für sie ein Symbol für das Unbekannte, das Wilde und sie denken, hier kann einfach alles passieren. Dabei ist er der schönste Ort, den du dir vorstellen kannst. In ihm steckt so viel anziehendes, fesselndes und sogar verborgenes Wissen, mach dir keine Sorgen, wenn du es zulässt, ist es, als besuchten wir einen alten Freund aus unserer Kindheit. Wir brauchen nur ein paar Sachen, warte hier.“ Damit war sie losgelaufen und kehrte nach kurzer Zeit mit zwei Rucksäcken, einem alten Armeezelt und einigen wenigen Lebensmitteln zurück. Zwinkernd drückte sie mir meinen Fotoapparat in die Hand. „Du wirst sehen, das werden die schönsten Bilder deines Lebens!“

 

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Mit klopfendem Herzen und wachen Augen folgte ich stundenlang Luises Spur durch die vor Geräuschen und Gerüchen überschäumende Wildnis. Ich stolperte über Wurzeln und riss mir einen Ärmel an Dornen auf, doch ich spürte in jeder Sekunde mein Herz in unbändiger Neugier wild schlagen. So waren wir über einen schmalen, kaum zu erkennenden Pfad, der sich oft genug kühn um unüberwindbare Hindernisse schlang und mit meinen Augen kaum zu erkennen war, an diese Stelle gelangt und hatten unser Zelt aufgeschlagen. Genüsslich streckten wir uns verschwitzt auf einer Plane, die wir auf dem Waldboden davor platziert hatten, aus; wir lachten und Luise öffnete ihre Bluse bis zum Bauchnabel, sodass ihr weißer BH leuchtend zu sehen war. Hatte ich sie bisher für ihre lockere, leichte Lebensart bewundert, kam jetzt allerdings ein gewisses Unbehagen dazu. Es war nicht zu leugnen, dass ich von dieser Frau fasziniert war, die Schönheit ihrer Persönlichkeit und ihres Körpers waren um so vieles attraktiver als meine. Gleichzeitig schien es mir, als hielte sie mir einen Spiegel meiner eigenen verborgenen Wünsche vor. Was war mein verstecktes, dumpfes Leben in meiner einsamen grauen Mietswohnung, verglichen mit dieser überschwänglichen Lebenslust, die Luise bei jeder sich bietenden Gelegenheit mutig auslebte? Sie schien meine Blicke auf ihre schönen Brüste, die bei jeder ihrer Bewegungen im Liegen aus den Körbchen heraus zu springen drohten, zu bemerken, denn sie zwinkerte mir frech zu.
„Ist dir nicht auch so heiß?“, fragte sie und schälte sich ganz aus ihrer Bluse sodass ich ihre kleinen Brustwarzen sich durch den dünnen Stoff des weißen BHs abzeichneten sah. Sie löste das gelbgrüne Band um ihr langes Haar und schüttelte ihre rote Mähne. Dann setzte sie sich auf und sah mich mit einem tiefgründigen Blick an.
„Weißt du Jana, wenn ich hier bin, tief im Urwald, eingedrungen in diese völlig fremde und lebendige Welt, spüre ich erst wie falsch und unfrei die Menschen außerhalb dieser … „, sie verzog ihren Mund, suchte nach Worten und ihre schönen, grünen Augen blitzten lebendig auf, „ ja, außerhalb dieses eigenen, verwundbaren Kleinods leben. Und so habe ich jedes Mal das Gefühl, dass das Leben derer, die das niemals gefühlt haben, die weiter so leben, als gäbe es diese unendliche Freiheit nicht, verloren ist. Verstehst du, was ich meine? Verloren, ohne dass sie es jemals bemerkten.“
Da saß nun die Personifikation einer sinnlichen, ja auch intelligenten Frau mit ihrer mich verwirrend erregenden Weiblichkeit vor mir, stürzte mich in existenzielle Selbstzweifel und sie fragt mich, was ich über ihre Ansichten von Freiheit denke. Ihre Worte verunsicherten mich vollends, in mir brannten tausend Antworten, die ich ihr nicht zu geben wagte, verfingen sich miteinander, ja verklemmten sich schließlich und ich blieb stumm.
Bis zu diesem Zeitpunkt hielt ich mich tatsächlich für sexuell aufgeklärt, was die männlichen und weiblichen Rollen betraf, die Spielarten, die Lust in menschlichen Körpern erschaffen konnten. Wohlweißlich von außen betrachtet. Denn ungeachtet der Theorie, die ich zu kennen glaubte, hatte ich in Wirklichkeit sicher kein Leben als lustvolle Frau, die fortwährend mit Männern verschiedenen Alters in unterschiedlichen Situationen Geschlechtsverkehr hatte. In der Welt in der ich lebte und inzwischen wieder lebe, gibt es Regeln des Flirtens und der Deutung von Blicken, die ich nicht beherrsche. Und obwohl mich damals die Frage danach, wann ich in der Vergangenheit einen fremden Körper berührt habe, in Bedrängnis gebracht hätte, vermisste ich im Grunde nichts. Ich gab zwar zu, Single zu sein, verstand mich jedoch nicht als solcher, jedenfalls nicht endgültig. Ja, ich war davon überzeugt, mich mit der Liebe auszukennen, theoretisch zumindest.
Doch wie jungfräulich ich im Grunde war, in welchem Chaos verdrängter Ängste und Neurosen ich mich eigentlich befand, ahnte ich zu dieser Stunde noch nicht. Die Weiblichkeit dieser Frau, die mit mir in der Verborgenheit des Dschungels so offen mit der Sprache, den Ausdrucksformen ihres Körpers spielte, erregte mich, viel mehr als mich ein Mann jemals hatte erregen können; und das, obwohl ich selbst eine Frau war. Ich war verwirrt, und schlimmer noch – ich schämte mich dessen.
Fast als hätte sie meine Verlegenheit bemerkt, griff Luise sich ihre Bluse und zog sie wieder an; ich sah weg, fühlte mich plötzlich zurück gewiesen als störende Beobachterin, unwürdig Luises perfekten Körper ansehen zu dürfen. Doch Luise schien meinen inneren Kampf nicht zu bemerken. Sie band ihr Haar wieder mit ihrem Band zusammen und trank einen Schluck aus der Plastikflasche. Dann bekam ihr Gesicht einen sanften, freundschaftlichen Ausdruck.
„Der Wald hält unglaubliche Überraschungen bereit, hier ist so vieles möglich, die Eindrücke erdrücken einen fast. Da liegt es nur an einem selbst, ob man sich auf sie einlässt oder nicht. Ich komme alle paar Wochen mal hierher und habe jedes Mal das Gefühl diese unendlich weite Welt als ein Anderer zu verlassen.“
„Sicher“, gab ich ihr Recht, erklärte jedoch, ohne ihr Gelegenheit zu geben mehr von sich preis zu geben, dass mir vor Müdigkeit nach dem langen Weg die Augen zu fielen. Ich gab vor mich im Zelt ausruhen zu wollen, brauchte in Wirklichkeit jedoch nur ein wenig Zeit mir meiner Gefühle klar zu werden, dieser unbekannten, verborgenen und erst neu entdeckten Seite in mir. Ich musste mich Luise entziehen, um darüber nachzudenken, was sie mit mir anstellte.
Kurze Zeit später lag ich alleine ausgestreckt auf der harten Isomatte im Zelt und versuchte mich zu konzentrieren. Ich starrte die Stoffbahnen über mir an, lauschte auf die Geräusche des Urwalds, das Kreischen der Vögel, und hörte dabei manchmal vor dem geschlossenen Zelt knisternde Schritte auf dem Waldboden, die nur von Luise stammen konnten. So war es also auch kein Wunder, dass sich meine Gedanken, ob ich es nun wollte oder nicht, immer wieder in Luises langem, roten Haar verfingen und über ihre helle Haut wanderten. Ich schloss meine Augen, strich mit der Hand über mein T-Shirt und stellte ich mir vor, mit meinem Zeigefinger den Stoff ihres BHs an genau der Stelle berühren zu dürfen, an der sich ihre festen Warzen abgezeichnet hatten. Als ich schon fast glaubte sie wirklich an meinen Fingerspitzen spüren zu können, fing ich in Gedanken an langsam, ganz vorsichtig, kleine Kreise auf dem weißen Stoff zu ziehen, bis der kleine, spitze Hügel fester und fester wurde. Eine Welle der Erregung packte mich und ich tastete mich langsam unter mein Shirt. Mit zitternden Händen hob ich den Stoff an und begann meine nackte Brust zu streicheln. Ich fühlte meine Haut, doch in meiner Vorstellung war es Luises Körper, den ich berührte.
Die Reise meiner Finger führte über ihren flachen, festen Bauch bis zwischen ihre Beine, bis sich Luises Schenkel, nach einem kleinen, süßen Widerstehen doch wie von selbst öffneten und mich bis zu ihrer warmen, feuchten Höhle führten, dem Geheimnis, das sie unter ihren hellroten Schamhaaren verbarg.
Luise ließ mich in meiner Vorstellung all ihre versteckten Orte erkunden, umschloss meine Hand bestimmend mit ihrer und führte sie sicher an jene speziellen Stellen, an denen sie mich vornehmlich brauchte. Ich wusste zwar, dass sich da, wo ich sie immer erregter und härter werden fühlte, an der Stelle, an der sie mich immer heftiger reiben ließ und die immer glitschiger wurde, in Wahrheit mein eigenes Geschlecht war. Doch das konnte ich mir erst eingestehen, als sich tief in mir etwas zusammenzog und ich leise aufstöhnend die erlösende Welle meiner feuchten Lust an meinen Fingern spürte. Entspannt und ohne einen weiteren Gedanken legte ich mir die Hand an die Wange und fiel, umspielt vom Duft meiner Lust, in einen betäubenden Schlaf.
Ich weiß nicht wie lange ich wie tot, mit dieser nachorgastischen Leere im Gehirn im Schutz des Zeltes lag; es war wohl nur ein Halbschlaf, denn als ich die Augen aufschlug, hatte ich das Gefühl, sie gerade erst geschlossen zu haben. Meine vom Schweiß benetzte Kleidung klebte noch warm an meinem Körper und vor allem an jenen Stellen, an denen Haut auf Haut lag, hatte sich ein feuchter Film gebildet. Ich fröstelte, wischte mich mit der Hand trocken, geblendet vom Licht, das durch den dünnen Stoff des Zeltes drang.
Ich ordnete meine Kleider und kroch aus dem Zelt. Von meiner Freundin war keine Spur, nur ein kleiner Notizzettel steckte wie eine kleine, weiße Fahne an der Zeltstange.
`Bin auf der Suche´, schnell, mit fester und unordentlicher Schrift hin gekritzelt, fast so, als wäre es Luise lästig gewesen mir eine Nachricht zu hinterlassen. Sie hatte sich also ohne mich auf den Weg gemacht und ich stellte mir vor, wie sie vorsichtig jedes herunter gefallene Blatt und jeden Ast auf ihrem Weg herumdrehte, auf der Suche nach unbekannten Pflanzen.
Ratlos sah ich mich um, versuchte zu erahnen, in welche Richtung sie sich wohl durchs Dickicht geschlagen haben könnte. Doch bis auf den Weg, den wir gekommen waren, erschien mir der Wald rings um das Zelt unberührt und makellos, eine grüne Wand aus Natur, tiefer drinnen dunkel, gefährlich und fremdartig. Ich nahm meine Kamera, tat ein paar Schritte auf den Weg und war schon verschluckt, vom kuppelartigen Blätterdach über mir, dieser schützenden, atmenden Haut, voller Leben.

 

Porno Royal ist eine Anthologie erotischer Geschichten vierschiedener Autoren. Herausgeberin ist Tanja Steinlechner und verlegt wird der Band von unserem Portal "Erotisches zur Nacht"

Doch statt nach einem Anhaltspunkt dafür zu suchen, dass Luise wirklich hier entlang gegangen war, zog es mich, ohne einen weiteren Gedanken an sie, tiefer hinein, immer weiter und weiter. Zwischen den hohen Büschen bewegten sich Schatten, vielleicht Vögel, vielleicht Affen und dann diese Geräuschkulisse, dieses Rauschen wie von Wasser und ein Zirpen tausender Insekten, unterbrochen von knackenden Geäst. Hier war all das, was mich umgab, dieses gewachsene System des Lebens, so anders, fremd und chaotisch. Und doch schien es zu funktionieren, auch ohne Menschen, ganz von alleine. Ich versuchte leise zu atmen und lauschte den weit entfernten, Stimmen der Tiere. Von weiter weg hörte ich die fremdartigen Rufe einiger Paradiesvögel, sich zwanghaft wiederholend wie das Endlosband eines Rekorders. Im Kreis weniger Meter um mich herum jedoch war es still; sie waren verstummt, fast wie um mich darauf hinzuweisen, wie wenig ich hier hin gehörte, im Grunde nur störte. Während unseres Marsches zum Zeltplatz hatte Luises Tempo mir wenig Zeit gelassen, mich umzusehen, doch jetzt war ich allein und ich nahm mir Zeit alles auf mich wirken zu lassen. Trotz der ruhigen, nahezu bewegungslosen Bäume, die wie riesige Wächter versuchten eine Struktur in diesem weiten Raum zu schaffen, war rings um mich herum alles in Bewegung. Fast unerträglich kitzelte es an meiner rechten Wade und als ich mich bückte und das Hosenbein hochzog entdeckte ich einen gedrungen wirkenden, winzigen, rötlichen Käfer, der in seinen Bewegungen erschrocken innehielt und sich ohne Gegenwehr sozusagen im Handstreich entfernen ließ. Der Mikrokosmos unter meinen Füßen verschluckte ihn sofort und ohne eine weitere Spur.
Hier war alles so vollkommen anders als zuhause, in der Großstadt, diesem rechtwinkligen Moloch, zusammen gehalten aus Schmutz, grauem Asphalt, Gestank und Menschen. Dort hatte ich mich in meiner Schutzhöhle verkrochen, meiner Dreizimmerwohnung. Im Grunde hatte ich es gehasst, das siebenstöckige Haus zu verlassen, auf den Bürgersteig zu treten und wenn ich es dennoch nicht vermeiden konnte, war ich es gewohnt schnell zu gehen, meine Schritte fest mit meist gleichem Ziel und in gleichmäßigem Rhythmus auf den Asphalt der Straße zu setzen. Hier, mitten im Dickicht, der sich in alle erdenklichen Richtungen vor mir ausbreitete, verfingen sich meine Füße sofort an Schlingen, versanken in Löchern oder Matsch und trotz aller Vorsicht bin ich sicher, unabsichtlich unzählige Insekten und Kriechtiere zertreten zu haben. Ich wand mich mehr wie ein orientierungsloses gestörtes Tier durch ein vielfarbiges Hindernis, als dass ich ging und hinterließ eine plumpe Schneise. Schon nach kurzer Zeit sah ich den ersten Hinweis darauf, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Luise hatte eins ihrer hauchdünnen, gelbgrünen Bänder an einen Busch gebunden, es wirkte seltsam surreal zwischen den schief gewachsenen Ästen, auf denen sich Ameisenstraßen langzogen. Ich hob meinen Fotoapparat und machte ein Bild von dem winzigen Stoffband. Dann sah mich um, doch von meiner Freundin war keine weitere Spur zu entdecken. Sie verließ sich scheinbar auch in dieser Welt ohne Himmel und Wege ganz auf meine rudimentären Orientierungskünste; dass mich eins der giftigen Insekten stechen oder ich mich verlaufen könnte, kam ihr wohl nicht in den Sinn. Trotzdem hatte das zurück gelassene Band doch einen Sinn, denn direkt unter ihm waren die Äste nun deutlich auffälliger herunter getreten. Eine zarte Spur von Luise Füßen, gerade so vage und verspielt angelegt, dass man einige Anstrengung aufwenden musste, sie zu lesen. Ich stellte sie mir in Gedanken schon dabei vor, wie sie sich damit vergnügte mir mit meiner Verfolgung Kopfzerbrechen zu bereiten und musste lächeln. Einem ersten Impuls folgend ging ich einige Schritte in eine völlige andere Richtung; es ärgerte mich, dass sie sich offenbar einbildete, ich folge ihr überall hin. Dann überfiel mich aber das Gefühl, dass ich ohne sie tatsächlich völlig hilflos, unerfahren wie ein Kind war und ich bekam Angst vor der verschachtelten Welt vor mir.
Ich beschloss also den einmal gefundenen Pfad nicht mehr zu verlassen, gab mir jedoch Mühe, möglichst leise zu sein. Einen weiteren Triumpf wollte ich ihr nicht gönnen, das Überraschungsmoment sollte auf meiner Seite sein. Ich schlich mehr, als dass ich lief und Luises Spur führte mich schon nach kurzer Zeit zu einer breiten, tiefen Senke mitten auf einer winzigen Lichtung, die aussah, als sei sie durchaus künstlich angelegt worden. Doch hier hatte man nicht gedankenlos Bäume gerodet oder Pflanzen zerstört. Dieser Ort war anders. Er schien ganz natürlich gewachsen, nur der braune Erdboden, hügelig und weich, war ungewöhnlich und wies auf die Planung von Menschen hin. Langsam schob ich mich aus der Dunkelheit des Waldes heraus, betrat den hellen Platz und sah zum Himmel hoch, wie um mich zu vergewissern, dass er noch da war. Die drückende Wärme überfiel mich im plötzlichen Sonnenlicht wie ein Kissen und ich kniff geblendet die Augen zusammen. Dann hörte ich plötzlich Luises Stimme, eigentlich nur undeutliche Bruchstücke davon. Einzig ihr helles Lachen verriet sie; so wie es klang, war sie nicht allein, denn es klang wie ein Echo auf einen Spaß, den ein anderer gemacht hatte. Langsam ging ich in die Richtung, die Luises Stimme, die immer deutlicher wurde, wies. Etwas Wohliges, Vertrautes lag in der Art, wie sie sprach.
Die Welt um mich wurde undeutlich und verschwand; ich fokussierte den Weg, wurde angezogen, von diesem Gefühl, dieser Leichtigkeit, die ich in diesem Lachen mitschwang. Es wäre gelogen zu sagen, dass ich überrascht war, als ich langsam Schritt für Schritt Luises leisen, unverständlichen Worten folgte und endlich ihre langen, roten Haare entdeckte, versteckt zwischen den Büschen am Rand der Lichtung. Und tatsächlich war sie nicht allein, auch wenn ich nicht sofort sehen konnte, mit wem oder was sie sprach. Ihr Gegenüber war kaum zu erkennen, so sehr verschluckte der Urwald seine Gestalt; er war fast unsichtbar in dieser Welt. Nur an den Konturen, den Armen dieses braunen Mannes erkannte ich, wie nahe er ihr war. Der Indio trug keine Kleider; ich sah seine dunkel matte Haut, die schmalen Augen und die tiefschwarzen, langen Haare. Luise und ihr Vertrauter, denn nur so kann ich ihn nennen, schienen völlig vertieft in eine Unterhaltung. Er hatte sie mit seinem Körper umfangen und hielt sie wie ein Kind auf seinem nackten Schoß. Sie sahen sich an und während eine seiner feingliedrigen Hände mit ihrem langen, glatten Haar spielte und dabei immer wieder über die helle Haut ihres Gesichts strich und neugierig die Punkte ihrer Sommersprossen berührte, lag seine andere wie selbstverständlich auf ihrem Oberschenkel. Luise schüttelte lachend ihr glattes Haar, als er sie hinter dem Ohr kitzelte. Ich stand wie versteinert, weder in der Lage mich zu verstecken, was unsinnig gewesen wäre, da sie mich sowieso längst entdeckt haben mussten, noch fähig weiter auf sie zu zugehen. Offen, wie der Besucher einer Peepshow starrte ich sie an und registrierte nur, wie das Blut durch meinen Körper zu rasen begann und meine Atmung und Herzschlag schneller wurden, angesichts der Gefahr, die von den Wilden auszugehen schien oder vielleicht auch der Erregung, die sich langsam über meine Beine in meiner Vagina ausbreitete. Luise sah rasch zu mir herüber und lächelte mich entspannt an. Sie fühlte sich offenbar sehr wohl und ich kam mir in dieser so intimen Situation plötzlich so klein, störend und falsch vor. Die Unterschiedlichkeit, die uns als Frauen trennte, tat sich urplötzlich wie ein tiefer Abgrund vor mir auf. Während sie sich, in dieser verwirrend perfekten Welt exotisch und fremd, betörend schön und leicht wie ein Schmetterling bewegte, wirkte ich wie zufällig hier ausgesetzt, trampelte förmlich durchs Dickicht.
Verkrampft lächelte ich zurück; auf keinen Fall wollte ich, dass jemand meine Unsicherheit bemerkte. Da bewegte sich etwas hinter den beiden und ich tat instinktiv einen Schritt rückwärts. Offenbar waren wir nicht allein, denn ein zweites und gleich darauf ein drittes tiefbraunes Gesicht schoben sich aus dem Busch auf die Lichtung. Zwei Männer, der eine jung und schlank, der andere etwas älter und muskulöser und nicht ganz so hübsch wie die anderen beiden, traten hervor. Sie standen so plötzlich neben Luise und ihrem Begleiter, dass ich mich fragte, warum ich sie nicht schon früher gesehen hatte, fast so, als hatten sie die Fähigkeit sich zwischen den Bäumen unsichtbar zu machen. Dass die Indios keineswegs nackt waren, erkannte ich nun, denn beide hatten lange, dunkle Ledertücher um ihre Lenden geschlungen. Es bedeckte halb ihre Oberschenkel und vollständig ihr Geschlecht. Erschrocken starrte ich in ihre ebenfalls gespannten Gesichter. Augenscheinlich waren auch sie verunsichert, sie sahen sich nervös um.
„Komm!“, versuchte Luise mich zu ermuntern und winkte, wie um ihre Worte zu unterstreichen, mit ihrer Hand. „Hab keine Angst Jana, sie sind ganz harmlos. Wie Kinder.“
Kinder! Dass dies keine Kinder waren, erkannte jeder, der es wollte, in den Gesichtern der Indios. Ihre Augen blitzten vor Erregung und einer der beiden strich sich immer wieder wie unter Anspannung nervös über sein Gesicht, doch Luise nickte mir immer noch aufmunternd winkend zu.
Ich war wie versteinert, konnte mich nicht dazu entschließen ihrer Einladung zu folgen, als sich Luise schon vom Schoß des Mannes löste, sich wie beiläufig von seinen Armen freimachte, mich an der Hand nahm und zu den anderen zog. So standen wir uns gegenüber.

 

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„Stell dir vor, sie beobachten uns schon eine ganze Weile, haben uns sofort bemerkt. Wir sind ja eigentlich Eindringlinge hier.“ Sie schlang die Arme um meinen Hals und drückte mich an sich. Durch den dünnen Stoff ihrer Bluse spürte ich ihre harten Brustwarzen und ich schloss die Augen, als mir der blumige Duft ihrer Haut in die Nase stieg. Die Indios beobachteten uns mit großen Augen, flüsterten sich nur versteckt und leise ins Ohr, ohne den Blick von uns zu lassen. Einer hob ganz langsam den Arm in meine Richtung; sicher wollte er wohl auch meine kurzen, blonden Haare anfassen, prüfen, ob sie sich genauso anfühlten wie seine eigenen tiefschwarzen. Er tat es sehr vorsichtig, nicht aufdringlich, ohne Nachdruck und ich konnte genau den interessierten Blick in seinen forschend blickenden, braunen Augen sehen. Als er schon ganz nahe war, nur noch ein Paar Millimeter vor meinem Gesicht und es schon fast unmöglich war eine Berührung zu verhindern riss ich mich los, wand mich aus Luises Armen, drehte mich um und floh ohne mich noch einmal umzudrehen. Ich rannte, stolperte, fiel auf die Knie, kratzte mir die Arme auf und rannte weiter.
Ich weiß nicht wie lange ich so lief, doch ich verirrte mich immer mehr zwischen den hohen Bäumen, den immer gleichen Ästen unter diesem Himmel, dessen Milliarden Blätter aus unerreichbarer Höhe zu mir herunter nickten. Es war, als zöge mich etwas immer weiter, mit klopfendem Herzen, weg von allem, was ich war oder was mich ausmachte. Ohne zu wissen warum, fand meine Flucht am Ufer eines kleinen Baches, der eher ein Rinnsal war, ein Ende. Keuchend hockte ich mich auf den Erdboden und versuchte zitternd meine Gedanken zu ordnen. Was um alles in der Welt war in mich gefahren? In diesem Urwald gab es doch nichts Bedrohliches oder Beängstigendes außer mir selbst, meine Existenz, die hier völlig widersinnig zu sein schien. Ich sah an mir herunter und mein Blick blieb an meinen verdreckten Stiefeln hängen. Hier fing meine Fremdheit, meine Falschheit an. Langsam löste ich die Schnürsenkel und zog sie mit den Strümpfen aus. Als ich die schweißfeuchten, fusseligen Zehen bewegte, hatte ich sofort das Gefühl, als wären sie jahrelang bewegungslos, ohne eine Möglichkeit sich zu strecken, in enges Leder gehüllt gewesen. Ich scharte mit ihnen über den Boden, begann mit ihnen kleine Löcher zu graben und spreizte sie in die Luft. Mit den Händen schaufelte ich weiter, zerrieb den bröckeligen Erdboden zwischen den Fingern, hielt sie mir vor das Gesicht um den Duft in die Nase einsaugen zu können und stellte mir vor, wie lange diese Erde wohl gebraucht hatte, wie viele Pflanzen und Tiere wohl gestorben und verwest waren, um diese vollkommene Konsistenz zu erreichen. Meine Hose war durch die Flucht an den Knien zerrissen und hoffnungslos verdreckt. Ich zog sie aus, streckte die nackten Beine zwischen die abgestorbenen Blätter im Moos und legte mich flach auf den Waldboden. Über mir wankten die Wipfel und ich strich vorsichtig über das Gewirr von Wurzeln, entdeckte winzige, millimetergroße Insekten. Ich schwitzte immer noch und das Wasser des Bachs plätscherte verführerisch. Er durchzog den Wald wie eine Lebensader, gleichsam wie ein Blutgefäß oder sein Verdauungssaft, vielleicht beides. So half er ihm wohl zu funktionieren. Ich setzte mich wieder auf, warf kleine Äste ins Wasser und ließ Blätter darauf schwimmen, dann streifte ich schnell meine restlichen Kleidungsstücke ab und stieg selbst hinein, tauchte in die kühle, glasklare Flüssigkeit. Als ich ganz und gar untertauchte, fühlte ich, dass ich in diesem Wald nun zum ersten Mal richtig, willkommen und angenommen war, ein Teil von ihm. Am Ufer sah ich das kleine Häufchen meiner alten, abgestreiften Haut liegen und musste darüber lächeln, wie armselig, wie hilflos falsch sie dort wirkte. Stunden später verließ ich den Bach mit den Kleidern im Arm. In zufälligen Abständen hinterließ ich Luise Zeichen. Einen Schuh auf einen Ast gesteckt, ein Shirt in einen Busch geschoben oder den Slip einfach auf den unebenen Boden geworfen. Dann bemerkte ich, wie die Zeit vergangen war. Inzwischen hatten mich sicher hunderte Mücken gestochen und ich rieb mich zum Schutz mit Erde und Pflanzensaft ein. Es half tatsächlich und gab mir gleichzeitig das Gefühl, mich mit der braunen Schicht dieser Welt immer mehr zu nähern, ihr fast schon anzugehören. Spielerisch bildete ich mir ein, ein Tier des Urwalds geworden zu sein und rubbelte mich manchmal mit dem Rücken an Stämmen und schmiegte mich ins Blattwerk der Büsche, ließ die Äste zwischen meine Finger streichen.
Ich war gerade auf der Suche nach etwas Essbarem und einem Nachtlager, als ich ihn hörte. Zuerst dachte ich ein Tier bahne sich einen Weg durch die Äste, doch dann erkannte ich einen dieser Menschen. Er verhielt sich anscheinend absichtlich so auffällig und laut, wohl um mich in der beginnenden Dunkelheit langsam und vorsichtig auf sich aufmerksam zu machen. In gewissem Abstand blieb er stehen und sah mich mit unbewegtem aber neugierigem Blick an. Die Erscheinung des Indios machte mich zwar anfangs nervös, immerhin war ich völlig allein und wusste nicht was er vorhatte, doch seine Augen hatten etwas Besonderes. Sie waren tiefbraun und der Blick, mit dem er mich ansah, nahm mich sofort gefangen. Nach minutenlangem Schweigen legte er seinen Speer auf den Boden und kam langsam näher. Ich wartete ein aufsteigendes Panikgefühl, doch als der Indio vor mir stand, empfand ich nichts, ich wusste, ich konnte ihm vertrauen. Langsam streckte ich ihm meine Hände entgegen und war froh, als er sie in seine rauen, schwieligen nahm. Es war, als träfe ich einen Gefährten wieder, als hätten wir uns nur kurz getrennt und wären jetzt wieder vereinigt. Schützend legte er seinen Arm um mich und hielt mich fest. Mein Gesicht presste sich an seine Schulter und die weiche, fremd duftende Haut, dieses ursprüngliche, durch seine Geburt hierher gehörende Wesen löste die tiefsten Empfindungen in mir aus. Der Fremde flüsterte etwas in seiner murmelnden Sprache, breit und knetbar, wie eine Melodie aus meiner Kindheit, der Zeit als ich Worte noch nicht verstand und nur ihre Wirkung auf mich fühlen konnte. Dann nahm er mein Gesicht zwischen seine Hände, zog es zu sich und rieb seines daran. Er lachte kurz auf und deutete auf die Erdschicht, die meine Arme bedeckte, dann setzte er sich auf den Waldboden und lud mich mit einer Handbewegung ein es ihm gleich zu tun. Ich zögerte nur kurz, dann merkte ich wie sehr mir der Druck seiner Hände fehlte und ich ließ mich vor ihm auf meine Knie nieder. Ohne nachzudenken, wohl einfach aus Neugier oder dem Gefühl heraus es zu wollen, begann ich ihm über die unbehaarte Brust zu streichen, ließ ich meine Finger in Hauttaschen und Körpernischen verschwinden und rieb meinen Kopf am Hals des Mannes. Einem völlig Fremden so näher zu kommen war in meiner Welt nicht vorgesehen, erschien mir hier jedoch völlig natürlich; wie bei Tieren waren doch auch wir zwei Individuen einer Art. Er brummte jetzt eine Melodie während er sich zurück lehnte und offenbar völlig entspannt die Augen schloss. In meinem Gehirn dagegen kreisten meine Gedanken inzwischen in Bahnen darum, wie sich wohl sein Geschlecht anfühlte, wie es schmeckte oder wie hart es werden könnte; meine Erregung wuchs, sie fraß sich wie ein Strom heiß durch meinen Körper und sammelte sich in meinem Schoß. Als ich meine Hand über den festen Bauch des Indios wandern ließ bemerkte ich, dass auch seine Atmung immer schneller wurde und er öffnete die Augen. Ohne eine Warnung, fast als wollte er etwas prüfen, setzte er sich wieder auf, griff zwischen meine Knie und berührte sanft meine Vagina. Er strich zuerst vorsichtig darüber, erkundete mit der ganzen Hand den weichen Eingang und drang schließlich mit einem Finger in mich ein. Lächelnd nickte er, zog ihn wieder heraus und leckte daran. Heute kann ich nicht sagen warum, was er tat mag wie ein tierisches Zeichen auf mich gewirkt haben, doch von diesem Augenblick an verschwand meine Gegenwart im Nichts und ich fühlte nur den Rhythmus meines Atems, die Lust, die in mir hochstieg. Ich fasste nach seinem rotbraunen Gesicht, nahm es in meine Hände und während ich mit den Fingern versuchte jede Kontur, jede Unebenheit darin fühlend zu begreifen, streichelte er nur mein kurzes, blondes Haar, zupfte ungelenk daran und rieb es zwischen den Fingern. Obwohl er sicher wusste, dass ich nichts davon verstand, hörte ich immer wieder, wie er leise Worte und Laute in seinem Singsang flüsterte.
Und doch, ohne ihre Bedeutung zu kennen, öffnete ihr weicher Klang alle Schleusen meiner Flüssigkeiten, dieser besonderen Chemikalien, die Menschen wohl dazu brachten jegliche Vernunft zu verlieren; sie krochen mir unter die Haut und machten mich schwach. Ich blickte an mir herunter und sah die feuchte, glänzende Spur, die sein Finger, befeuchtet von Scheidensaft auf meinen Schenkeln hinterlassen hatte.

 

Leck mich auf ist eine Anthologie erotischer Geschichten vierschiedener Autoren. Herausgeber ist Martin Jankowski und verlegt wird der Band von unserem Portal "Erotisches zur Nacht"

Schnell und wahrscheinlich viel zu impulsiv drehte ich mich um, schob ich mich mit dem Bauch auf den Waldboden, kam auf die Knie und bog meinen Rücken. Ich wollte wie ein Tier sein, das an nichts mehr anderes denken konnte, als begattet und befruchtet zu werden, auf diese kompromisslose Art erniedrigt, die es dem anderen erlaubte sich ausnahmslos alles zu nehmen, was er wollte. Er, als das Männchen, sollte das Tempo, die Härte und die Dauer bestimmen.
Ich wartete, vor Erregung stoßweise atmend, doch statt des eindringenden Penis, den ich mir so sehr wünschte, dass ich ihn fast schon in mir fühlte, griffen hinter mir zwei Hände meine Schenkel und zogen sie resolut auseinander. Dann spürte ich eine Zunge, die glitschig und feucht über meine Scham leckte. Strich sie das anfangs vorsichtig über meine äußeren Lippen, begann sie schnell ungestümer und fester in einem geschickten Rhythmus über das Lustzentrum in meiner Mitte zu saugen. Immer härter und größer schwoll ich dort an und wuchs sicher auf eine beachtliche Größe; gleichzeitig schob sich ein Finger langsam tief in meinem Schlitz, erkundete meine warme Höhle, war auf der Suche und stieß dann schnell, ja tatsächlich immer schneller zu. Ich spannte die Muskeln an, versuchte meine Öffnung immer enger zu formen um dieses unglaubliche Gefühl an den Wänden meiner Scheide noch zu steigern. Ich hatte viel erwartet, doch dies war besser, als alles was ich hoffen konnte.
Im Fluss der Zeit, die in meinem Kopf unmessbar zerrann, fühlte ich mein Feuer in Wellen immer höher schlagen. Die Zunge, die mich zwischen meinen Beinen unbarmherzig massierte, verschmolz mit meinem Körper und meine Lust floss förmlich aus mir heraus. Wie durch Watte hörte ich mein eigenes Stöhnen und ich spürte meine Hände, wie sie vor mir im weichen Boden vor und zurück rutschten, sich die Erde unter meine Nägel grub. Immer fester und fordernder drückte ich meine heiße Höhle an dieses lutschende, feuchte Ding in meinem Schlitz, das die Lust aus mir heraus zu saugen schien. Wieder und wieder fühlte ich den erlösenden Höhepunkt in mir aufsteigen, doch immer kurz davor, fast als fürchte er das nahende Ende meiner Lust, hielt er inne und strich mit seinen Händen wieder beruhigend über meinen Hüften. Dieses erregende, wortlose Spiel ging schon lange, fast schon zu lange, denn ich drehte mich, einem Impuls folgend, rasch um und sah ihm zwischen meinen geöffneten Knien hindurch ins lächelnde Gesicht. Es gab jetzt tatsächlich nichts mehr, das ich vor diesem Fremden, der mir hier so nahe war, zu verbergen hatte, bot ich ihm doch einem Arzt gleich, die feucht glänzenden Lippen mit dem hungrigen, erwartungsvollen Spalt zwischen meinen Beinen an. Er verstand, begann schon mit der Hand an meinen Schenkeln hinauf zu streicheln. Doch nun wollte ich ihn testen, seine Grenzen kennenlernen. Ich bedeutete ihm näher zu kommen und zeigte auf meinen Mund. Er hob die Augenbrauen und sagte etwas in seiner singenden Sprache.
„Los, steck ihn endlich da rein“, forderte ich ihn auf, suchte aber in seinen braunen Augen erfolglos nach einem verständnisvollen Ausdruck und schob deshalb zur Verdeutlichung den Zeigefinger zwischen meine Lippen. Doch er bewegte sich nicht; sein Blick wechselte nur immer wieder von meinem Gesicht zu meiner Scham. Also beugte ich mich nach Vorne und griff unter sein Ledertuch, sein einziges Kleidungsstück. Sein Glied war schon sehr hart, doch als ich es langsam rieb wurde es immer fester und größer. Der Indio schlug das Tuch zurück, zog mich am Arm zu sich und ich sah ihn an. In seinen Augen las ich, dass er mich verstanden hatte.
Ich wollte ihn schmecken, wie er auch mich geschmeckt hatte. Und so zog ich mit meiner Hand eine Spur über die Brust des Mannes hinunter zwischen seine Beine bis ich schließlich sein Geschlecht berührte. In all seiner Fremdheit fühlte es sich jedoch nicht anders an, als ich es erwartet hatte. Als ich es in meinen Mund nahm und mit den Lippen massierte, wuchs es und ich leckte mit meiner Zunge darüber. Es gefiel ihm offensichtlich, wie ich daran saugte, denn er begann sich plötzlich so zwischen meinen Lippen zu bewegen, wie er wohl auch in meiner Vagina tun würde. Genau dort spürte ich, wie sich auch bei mir das Blut staute, wie es mich trieb. Ich wand mich, stöhnte und litt.
Obgleich sein Penis, wie schon erwähnt, nicht anders war als ich es kannte, unterschied er sich doch von all meinen Erfahrungen. Es war sein Geschmack. Schon als ich mit den Lippen die leicht glänzende, dünne Haut berührte, bemerkte ich diesen einzigartigen, erdigen Duft, der mich auf der Stelle bezauberte und betörte. Es war, als konzentrierte sich das gesamte Wesen des Waldes dort in seiner Körpermitte, in dieser Odeur seiner Haut. Ich sog sie gierig durch die Nase ein, schmiegte mein Gesicht in den Busch seiner Schamhaare und wollte gerade das Spiel seiner Männlichkeit mit meinen Lippen und Händen langsam genießen, als er mich am Kopf packte und fest an sich presste.
Dies war kein Spiel mehr, das erkannte ich plötzlich, denn unerwartet heftig und grob schob er mir seinen Schwanz in meinen Mund als benutze er ein Spielzeug, eine Puppe und ich hörte ihn stöhnen. Ich umschloss mit den Händen seine Beine und fühlte dort seine harten Muskeln, als er mir sein Glied in einem immer schneller werdenden Rhythmus über die Zunge schob und tief in den Rachen stieß. Der Schwanz begann unregelmäßig zu zucken und ich überlegte schon, wie wohl der heiße Schwall seines Samens schmecken würde, als er ihn mit einem flutschenden Geräusch aus meinem saugenden Vakuum zog. Hefig atmend packte er mich, hob mich hoch, schob mich mit dem Rücken an den Stamm eines der riesigen Bäume und sah mir kurz in die Augen; ich registrierte seinen gierigen Blick. In ihm arbeitete ein Motor, ein Mechanismus, der Sehnen spannte und Schwellkörper sich ausdehnen ließ und der ihm keine Möglichkeit gab etwas zu kontrollieren, zu steuern.
Ein Tier, er ist ein gieriges Tier, ging es mir blitzartig durch den Kopf und ich fand diesen Umstand unglaublich erregend.
Nein, wir sind beide Tiere! Und unsere Körper wollen Befriedigung, Lust und Gier.
Schnell strich er noch einmal über mein kurzes, blondes Haar, ließ seinen Blick über meine Brüste und meine Beine wandern, dann packte mich fester und spreizte meine Schenkel. Zuerst berührte er mich nur flüchtig mit seinem Glied, spielte fast damit an meinen geschwollenen Schamlippen. Dann aber wurde der Griff, mit dem er mich hielt härter und er rutschte tief in mich. Ich stöhnte vor Lust, als ich spürte, wie tief er in mir war und mein Rücken mit jedem harten Stoß an die schorfige Rinde des Baumstamms gepresst wurde. Wie ein Uhrwerk, eine Maschine stieß er, wie ohne Nachzudenken, seine Lenden immer härter in mich. Ich spreizte meine Beine, stemmte mich mit meinen Füßen gegen seine Lenden, genoss die Dynamik unserer Körper und schwelgte in dieser unglaublichen Erregung. Vor meinen Augen vermischten sich Realität und Fiktion und ich fühlte mich wie seine Beute, das erwählte Weibchen, das dieser Mann befruchten wollte. Und ich wollte es auch, mich öffnen, sein Sperma empfangen, es aufnehmen und das fremde Leben in mir spüren. Es war wie eine natürliche Trance; nichts drang mehr zu mir durch, die Geräusche des Waldes verstummten und rings um mich herum verschwamm die unberührte Kulisse des Regenwalds zu einem unbedeutenden grünen Hintergrund. Auch mein geheimnisvoller Partner hatte inzwischen einen Zustand erreicht, in dem ihm sein Körper eine Richtung wies; er stieß, ohne mich anzusehen, mit seinem harten Schwanz nur noch wenige Male kräftig zu, dann löste sich die Anspannung in seinem Körper und er keuchte zitternd auf. Es fühlte sich an wie ein Beben, ein Krampf, als sich sein heißer, lebendiger Fluss Leben in meinen Leib ergoss.
Es war vorbei und ich sank, immer noch umschlungen von diesen starken Armen, außer Atem zu Boden; wir lösten uns nur langsam voneinander, jeder plötzlich entzaubert, sich auf der Suche nach der Realität umsehend. Auf meiner Haut hatte sich ein glänzender, von der Erde brauner Schweißfilm gebildet, ich fühlte mich kraftlos und meine Erregung ebbte merklich ab. Der Rausch ließ langsam nach und wich dem Wunsch festgehalten zu werden, nein, eigentlich wollte ich nur diesen Augenblick festhalten, beschützen vor dem mächtigen unbestechlichen Faktor Zeit, der uns trieb. Es war inzwischen spät geworden und in dem immer schwächer werdenden Licht waren die Konturen rings um mich nur noch schemenhaft zu erkennen. Ich fröstelte und schob mich eng an den Körper des Mannes, dessen Essenz noch glitschig an meinen Schenkeln klebte und an manchen Stellen schon trocken abblätterte. Doch statt seiner Wärme hängte er mir nur ein festes Ledertuch über die Schultern. Ihm schienen die abgekühlten Temperaturen nichts auszumachen, er nahm meine Hand, stand auf und zog mich zu sich hoch. Ohne ein Wort oder eine weitere Geste machten wir uns stumm auf den Rückweg und obwohl wir noch Minuten zuvor als Paar einer Gattung zu einer Einheit, Teil einer uralten Mechanik, verschmolzen waren, schien uns nun unsere unterschiedlichen Kulturen unvereinbar zu trennen.
Wir gingen den gleichen Weg, den ich gekommen war, er vor mir, ich ihm folgend und ich nahm im Vorbeigehen meinen Slip vom Boden, das Shirt aus dem Busch und den Schuh vom Ast, kurz gesagt meine gesamte Garderobe wieder an mich und zog sie mir über; ich fühlte, wie sehr ich es gewohnt war sie zu tragen und roch daran den Weichspüler, der mich plötzlich an mein Badezimmer denken ließ. Noch vor der absoluten Dunkelheit erreichten wir Luises kleines Zelt und mein indianischer Liebhaber, der nunmehr ein stummer Wegführer geworden war, verschwand ohne einen Gruß so leise, wie er gekommen war.
Luise stellte keine Fragen, nicht als ich zu ihr ins Zelt kroch und auch niemals später. Sie sah mich nur lächelnd an und umarmte mich und meinen erdigen Körper. Wir waren uns in dieser Nacht sehr nahe, hielten uns mehr als dass wir schliefen, eng aneinander gedrückt in dieser Welt, deren trotz seiner Einfachheit unglaublich opulentes und verführerisches Wesen ich, ohne es wirklich zu verstehen, schon viel zu tief in mich hinein gelassen hatte. Am nächsten Morgen stieß Luises Mann mit den anderen zu uns.
Und so blieb mir auch in der folgenden Woche nicht viel Zeit nachzudenken, als ich zwischen den kniehohen Pflanzen kriechend versuchte die kleine Gruppe Forscher dabei zu fotografieren, wie sie sich auf auf die ihnen eigene Weise abmühte die Tiere und Pflanzen in ihrem Lebensraum zu studieren. Selbst während meines langen Rückflugs vermied ich jeden Gedanken an Vergangenes, Zukunft und Gegenwart, den Sinn und möglicherweise den Verlust dieses doch eigentlich einzigartigen Lebensraumes. Jeder Mensch denkt hin und wieder darüber nach, wie er die Dinge voneinander unterscheiden kann. Das Richtige vom Falschen, das Wahre von der Lüge und das Echte vom Künstlichen. Manchmal braucht man lange, um eine Antwort zu finden, in schwierigen Fällen schafft man es nie. Doch manchmal kommt es vor, dass man sie sieht, ohne sie zu suchen.
Und nun, seit vielen Monaten schon, bin ich in wieder hier, in der immer gleichen Welt, in dieser von sicher außergewöhnlichen Menschen für die wiederum einfachen Exemplare ihrer Art entworfenen, künstlichen Stadt. Alles ist so, wie ich es kenne; es ist das gleiche Leben geblieben, sein Rhythmus, seine Formen, seine Gerüche, seine Sicherheit. Am Tage, aber nicht in der Nacht. In ihr liege ich nackt in meinem Bett, verteile in Gedanken nasse Erde und fremde Körperflüssigkeiten über meinen Körper und plane nun endlich meine Rückkehr, zurück in die Wildnis, mit ihrem intensiven, echten Aroma, zurück in meine zweite Haut.

 

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1 Kommentar

13.04.2011 17:26 Flojoe
Teilweise sehr schöne bildhafte und sprachlich gewandte Beschreibungen - gefällt gut!


 

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