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Duell, Das

Jürgen Lill 

Es mag den Anschein gehabt haben, dass meine Freundin und ich uns auseinander gelebt hatten. Aber das war eigentlich nicht die richtige Interpretation der Situation. Wir haben ganz einfach irgendwann festgestellt, dass wir keine Gemeinsamkeiten, keine gemeinsamen Interessen hatten, dass es nichts gab, worüber wir uns miteinander unterhalten konnten oder wollten und dass es auch nicht wirklich etwas gab, was wir miteinander unternehmen wollten, nicht einmal Sex. Und so hat es mich trotz aller Gefühle, die ich noch für sie hegte und trotz aller Gewohnheit, nicht sonderlich getroffen, als sie mir irgendwann eröffnete, dass sie einen anderen Mann getroffen hatte, mit dem sie all das erleben konnte und der ihr all das gab, was sie bei und mit mir immer vermisst hatte. Meine Trauer über den Verlust hielt sich also ziemlich in Grenzen und wich sehr schnell dem berauschenden Gefühl der Freiheit und der Erkenntnis, dass ich mich nicht länger in meinem Wesen einschränken musste. Ich hatte endlich wieder das Gefühl, frei durchatmen zu können. Ich hatte endlich wieder Zeit für mich und konnte sie auch genießen.
Freitag Abend war ich seit ungefähr einem halben Jahr in einem Fechtkurs; ein Sport, dem meine Freundin beim besten Willen überhaupt nichts hatte abgewinnen können, und das auch noch an einem Tag, an dem sie prinzipiell immer in der Disco war; einem Ort, dem ich auch heute noch nichts abgewinnen kann. Und diesmal nun ging ich endlich einmal zum Fechten, ohne das Gefühl zu haben, mich dadurch befreien zu müssen. Ich war frei und das genoss ich.
Der Fechtkurs bestand aus zwei Gruppen; den Damen und den Herren. Und überheblich, wie die Herren oftmals in sportlichen Disziplinen sind, hatten sich einige von ihnen schon des Öfteren über die Damen lustig gemacht, obwohl ich nicht fand, dass sie erheblich schlechter fochten, als wir, auch wenn zugegebenermaßen einige von ihnen doch lieber beim Nudelholz hätten bleiben sollen, anstatt jemals ein Florett in die Hand zu nehmen. Aber ganz ehrlich: Auch von uns Herren waren einige dabei, deren Begabung für diesen Sport weit geringer war, als ihre große Klappe jemals hätte vermuten lassen. Jedenfalls kam es wie es kommen musste: Die Damen fühlten sich ernsthaft in ihrer Ehre gekränkt, nachdem wieder einige Herren sich dazu berufen gefühlt hatten, sie während des Trainings auslachen zu müssen. Und zur großen Verwunderung der vorlauten und plötzlich sehr verunsicherten Herren forderten uns die Damen am Ende der Stunde tatsächlich zum Duell. Unser bester Mann gegen ihren besten; bzw. ihre beste Fechterin. Ich fand die Situation eigentlich sehr amüsant und sah mich selbst auch nur als unbeteiligten Zuschauer und Zeugen. Schließlich hatte ich mich niemals in irgendeiner Weise abfällig über die Damen geäußert. Aber als wir Männer uns in unsere Garderobe zur Beratung zurückzogen, waren sich plötzlich alle einig, sogar unser Trainer, dass ich unsere Gruppe vertreten sollte.
„Oh nein, Freunde; mich geht das Ganze nichts an. Ihr habt Euch die Sache eingebrockt, jetzt seht auch zu, wie Ihr da wieder rauskommt. Ich schlage mich jedenfalls nicht mit einem Mädchen.“
Hank, unser Trainer, stoppte den Redeschwall all der anderen, die auf mich einredeten, nahm mich bei der Schulter und zog mich ein wenig auf die Seite.
„Hör zu, Michael“, begann er „hier geht es nicht darum, eine Schuldfrage zu klären, sondern ganz einfach nur um einen sportlichen Wettstreit. Und die Regeln besagen: Unser Bester gegen ihre Beste.“
„Warum trittst Du dann nicht an?“
„Erstens bin ich der Trainer. Und zweitens glaube ich nicht, dass ich Dir noch etwas beibringen kann.“
„Du willst mich bei meinem Stolz packen, ja!?“
„Muß ich das? Du bist von der Gruppe einstimmig gewählt worden. Die Frage ist jetzt nur, ob Du genug Teamgeist besitzt.“
Ok, damit hatte er meine schwache Stelle gefunden. Also fragte ich nach kurzem Zögern: „Wie sind die Regeln?“
„Drei Treffer! Und der Sieger darf sich vom Besiegten was wünschen.“
„Na super; Und wenn ich verliere?“
„Hey, was habe ich Dir beigebracht? Denke niemals ans Verlieren!“
Da stand ich also, ließ mir auf die Schulter klopfen und die guten Ratschläge derjenigen, die zu feige waren, selbst ihre Ehre zu verteidigen, über mich ergehen, ohne ihnen meine Aufmerksamkeit zu widmen. „Teamgeist!?“ Meinen Fechtanzug hatte ich noch an. Also streifte ich nur wieder meine Maske über, genauso, wie alle anderen es taten, damit nicht zu erkennen war, wer kämpfte. Und dann begab ich mich mit meinem Florett auf die Fechtbahn, wo meine Gegnerin mich schon erwartete. Auch sie hatte ihre Fechtmaske schon auf, wie auch die ganze Damenriege, so dass ich nicht erkennen konnte, gegen wen ich antrat. Nach der ersten Abschätzung konnte ich ungefähr ein Drittel der Damen nach Größe und Statur ausschließen. So gut kannte ich sie aber nicht, dass ich mir darüber hätte ein Urteil erlauben können, wer von ihnen nun genau so groß war wie mein Gegenüber, mit genau dieser Statur und Haltung. Nein stop, die Größe: Meine Gegnerin war relativ klein, kleiner als die meisten anderen Damen und dabei aber sehr gut proportioniert, wie man unschwer durch den eng anliegenden Fechtanzug erkennen konnte. Wer kam denn da überhaupt in Frage? Ich hatte keine Zeit mehr, mir länger den Kopf darüber zu zerbrechen, gegen wen ich fechten musste, denn das Zeichen wurde gegeben und es begann.
Grundstellung, Gruß, Engarde! Meine Gegnerin bewegte sich geschmeidig und schnell wie eine Katze und fast hätte sie mich schon ganz zu Beginn des Kampfes überrumpelt; ein Scheinangriff und sofort ein blitzschneller Ausfall, den ich gerade noch reflexartig parieren konnte. Puh, das war knapp. Wer steckte nur hinter dieser Maske? Wer konnte sich so schnell bewegen und war eine so gute Technikerin? Bei ihrem zweiten Angriff wurde ich getroffen. Da hatte ich überhaupt keine Chance mehr für irgendeine Reaktion. Der erste Punkt ging also an meine Gegnerin. Und mit ihm ging für den Bruchteil einer Sekunde auch all meine kühle Selbstbeherrschung und wich unter dem Jubel der Damen und dem weniger erbauenden Gemurmel der Herren, tiefster Verzweiflung und Selbstverachtung. Aber in diesem Sekundenbruchteil war es mir plötzlich klar: Ich focht gar nicht gegen ein Mädchen aus der Gruppe, sondern gegen die junge, hübsche Trainerin aus Frankreich, deren Perfektion ich schon oft bewundert hatte. Wir hatten sogar schon einige male lange, intensive Blicke miteinander gewechselt. Und Gott allein weiß, warum ich nie den Mut aufgebracht hatte, sie anzusprechen. Wahrscheinlich hatte es daran gelegen, dass ich bisher eine Freundin gehabt hatte. Und abgesehen davon, dass ich längere Zeit in dieser Beziehung verbracht hatte, war ich doch auch immer noch gnadenlos schüchtern, wie ich mir jetzt selbst eingestand. Aber ich hatte keine Zeit, um mich weiter diesem Gedankengut hinzugeben. Das Duell ging weiter.

 

Kunstperlen aus dem Cybersex - Folge 6 

In jeder Art von Kampf ist es von Vorteil, seinen Gegner zu kennen. Und ich fühlte mich durchaus in der Lage, diesen Vorteil für mich zu nutzen. Ich war kein Anfänger mehr. Ich focht, wie schon erwähnt, seit einem knappen halben Jahr und hatte diesen Sport für mein Gefühl absolut verinnerlicht, ohne dabei aber der Meinung zu sein, dass ich nicht noch etwas dazulernen konnte. Jedenfalls konnte ich die Gefährlichkeit und den Stil meiner Gegnerin ganz gut einschätzen. Und als es in die zweite Runde ging, war ich wieder voller Ehrgeiz, die soeben erlittene Scharte wieder auszumerzen. Der Kampf ging weiter, schneller als das Auge, und bei ihrem nächsten Ausfall ließ ich Sophie, so hieß die schöne Lehrerin, voll in mein Florett laufen. Der Punkt ging an mich. Sie nickte anerkennend und ich antwortete in der gleichen Weise. Auch der nächste Punkt ging an mich. Doch dann konnte Sophie wieder ausgleichen. Jetzt ging es um den dritten, alles entscheidenden Punkt. Wir waren jetzt beide vorsichtiger, wollten uns keine Blöße geben und keinen Fehler begehen. Diese letzte Runde dauerte sehr lange. Es war ein Spiel, ein Abtasten, ohne sich dabei in Gefahr begeben zu wollen, sich gegenseitig immer beobachtend und belauernd, darauf wartend, dass der andere einen Fehler macht. Aber keiner von uns ließ sich provozieren oder aus der Deckung locken. Doch plötzlich sah ich meine Chance. Ich machte einen Ausfall und ich traf. Im gleichen Moment war ich mir aber auch bewusst, dass ich auch getroffen worden war. Und die Auswertung zeigte, dass wir uns absolut gleichzeitig getroffen hatten. Es konnte also keiner von uns diesen letzten Punkt für sich verbuchen. Vereinbart waren drei Treffer und dreimal hatten wir getroffen – jeder von uns! Eine Verlängerung gab es nicht, obwohl sich einige der vorlauten Herren dafür stark machen wollten. Aber andere stellten dann doch die Möglichkeit, dass ich verlieren könnte, in den Raum, und so verstummten auch die Antragsteller für die Verlängerung wieder. Nachdem auch Sophie und ich auf eine Verlängerung verzichteten, hatten wir also ein klassisches Unentschieden.
Sophie trat zu mir heran und wir reichten uns die Hände. Dabei fragte sie mich mit ihrer samtweichen Stimme und ihrem bezaubernden Akzent leise hinter ihrer Maske hervor: „Und, was wünscht Du Dir?“
„Ich habe nicht gewonnen“, antwortete ich unsicher, worauf sie entgegnete „Ich wünsche mir aber etwas!“
„Und was wäre das?“ fragte ich.
Sophie kam ganz nah an mich heran, bis unsere Fechtmasken sich berührten und flüsterte: „Ich weiß, wer Du bist und möchte heute die Nacht mit Dir verbringen!“
Fast hätte es mir die Sprache verschlagen und mein Herz pochte mir bis in den Hals, als ich ebenfalls flüsternd antwortete: „Dann haben wir den selben Wunsch, Sophie!“
Wir nahmen die jetzt überflüssigen und lästigen Masken ab und sahen uns tief in die Augen. Unsere Lippen kamen sich langsam immer näher. Aber gerade als ich Sophie küssen wollte, stürmten die beiden kompletten Fechtkurse, deren Anwesenheit ich im Moment vergessen hatte, auf uns ein und bombardierten uns mit Fragen, Glückwünschen und den Meinungen, selbst besser gefochten haben zu würden. Nur Hank nickte mir still anerkennend zu. Ich nickte zurück, dann flüsterte ich Sophie ins Ohr: „In fünf Minuten am Ausgang!“
In der nächsten Sekunde hatten wir uns schon den Weg in die Garderoben erkämpft und es waren wirklich noch keine fünf Minuten vergangen, als wir uns am Ausgang trafen, in Sophies Wagen stiegen und zu ihr fuhren. Keiner von uns hatte die obligatorische Frage gestellt: „Fahren wir zu Dir oder zu mir?“ Es hatte sich einfach so ergeben, dass wir zu ihr fuhren.
Schon im Treppenhaus fielen wir übereinander her, rissen uns gegenseitig die Kleidung, die noch immer aus unseren Fechtanzügen bestand, fast von den Körpern und berührten, umarmten und küssten uns. Sophies schlanker, sportlicher Körper fühlte sich fantastisch an. Trotz ihrer zierlichen Figur war alles an ihr straff und durchtrainiert. Und ohne dabei maskulin zu wirken, zeichneten sich unter ihrer straffen Haut gut entwickelte Muskeln ab. Ihr fester Busen war weder klein, noch übermäßig groß. Er war einfach perfekt! Und ihre kleinen, zarten Knospen verlangten geradezu danach, von mir geküsst zu werden, als sie sich mir hart entgegenstreckten. Zärtlich nahm ich sie zwischen meine Lippen und liebkoste sie, während Sophies Hände sich in meinen Haaren vergruben und ein leises Stöhnen sich ihrer Brust entwand. Ich sog den angenehmen Duft von Sophies Haut ein, nahm sie mit allen meinen Sinnen wahr; ihre betörende Schönheit, ihr langer dicker brauner Zopf, der langsam anfing, sich aufzulösen und mir über die Wange strich, ihr wiederholtes leises Stöhnen während meiner Berührungen, die Wärme ihres Körpers und auch der leicht salzige Geschmack ihrer zarten Haut. Irgendwo ging eine Wohnungstür und wir hörten, dass jemand die Treppen herunterkam. Sophie zog mich zu ihrer Tür und suchte fieberhaft nach ihren Schlüsseln. Aber zu spät: Ein altes, verschmitzt lächelndes Männchen ging an uns vorbei, hob leicht seinen Hut, grüßte freundlich, ohne stehen zu bleiben und war auch schon eine Etage tiefer, bevor wir überhaupt wussten, wie wir, halbnackt wie wir dastanden, hätten reagieren sollen. Jetzt mussten auch wir lächeln. Sophie öffnete ihre Tür und zog mich in die Wohnung. Wir standen uns gegenüber und ich strich mit meinen Fingerspitzen durch ihre langen, schweren Haare, die sich jetzt, befreit von der Schleife, wie ein Schleier um ihr Gesicht und über ihre Schultern legten und ihr fast bis zum Hintern reichten. Einen Augenblick fragte ich mich, warum ich den Zopf während des Kampfes nicht gesehen hatte, ob sie ihn unter der Maske hatte unterbringen können, was mir fast unmöglich erschien, oder ob sie ihn unter ihrem Fechtanzug versteckt hatte. Egal, zumindest in diesem Augenblick. Irgendwann konnte ich sie ja fragen. Aber nicht jetzt. Jetzt wollte ich sie spüren, wollte meine Fingerspitzen weiter über ihren Körper wandern lassen. Und das tat ich auch; über ihre Wangen und ihren Hals. Sie fröstelte leicht und bekam eine Gänsehaut, während sie hörbar schwer ausatmete. Ich sah, wie sich ihre kleinen Brustwarzen wieder zusammenzogen und sich mir erwartungsvoll entgegenstreckten. Also streichelte ich sie weiter, ganz langsam und zärtlich, über ihre vollen Brüste, auf die ich auch ganz sacht meine Lippen legte, über ihren schlanken Bauch, bis zum Ende des geöffneten Reißverschlusses ihres Fechtanzuges, dessen Oberteil ab der Hüfte nach unten hing. Sie beugte sich zu mir vor, stellte sich auf die Zehenspitzen, küsste mich ganz zärtlich mit ihren wunderschönen, fein geschwungenen, weichen und doch auch festen Lippen, während ich spürte, wie ihre Brüste sich an meinen Körper schmiegten, und sagte mit zitternder Stimme: „Laß uns erst duschen.“

 

Kunstperlen aus dem Cybersex - Folge 7 

Die Idee war gar nicht verkehrt, hatten wir doch das Sportzentrum nach unserem Kampf fluchtartig und ungeduscht verlassen, um der Meute zu entgehen. Im Badezimmer zogen wir uns gegenseitig fertig aus. Ganz langsam. Wir genossen jede kleinste Berührung, den Anblick von jedem Zentimeter neu entblößter Haut, bis wir uns nackt gegenüberstanden und uns lange nur ansahen und gegenseitig zärtlich berührten. Sophies Haare fielen über ihre Brüste, doch nicht ein einziges Haar bedeckte ihre Scham. Sie war so wahnsinnig schön, betörend, fast unwirklich. Ich konnte meine Augen nicht von ihr abwenden und wollte es auch gar nicht. Ich versank in ihren großen dunklen Augen und das Blut pochte wild durch meine versteifte Körpermitte und ließ sie zu einer für mich ungewohnten Größe anschwellen. Und genau da packte mich Sophie jetzt und zog mich hinter sich her in die Duschkabine, wo wir lange und heiß duschten und uns gegenseitig einseiften. Während das Wasser auf unsere Körper prasselte, presste Sophie ihren Hintern in meinen Schoß. Ich küsste ihre Ohren, ihren Hals und ihren Nacken, während meine Hände sanft ihre Brüste massierten. Als sie sich etwas nach vorne beugte, drang ich zum ersten mal in sie ein, ganz langsam und vorsichtig. Sie schrie leise auf, presste aber immer weiter, bis mein Glied ganz in ihrer engen und pulsierenden Scheide war. Dann richtete sie sich langsam auf, ohne dass ich aus ihr rausrutschte und ich schlang meine Arme fester um ihren Körper. Es war fast als würden wir tanzen – obwohl ich gar nicht tanzen konnte – als sie anfing, ihr Becken ganz leicht kreisen zu lassen und ich in die Bewegung mit einstimmte. Langsam wurden unsere Bewegungen schneller. Unser Atem ging schwer und Sophie stöhnte immer lauter. Nein: Nicht lauter. Immer leidenschaftlicher! Bis wir zusammen einen Orgasmus erlebten, der unsere Kräfte eindeutig überstieg. Als ich merkte, dass Sophie die Beine versagten und sie halten wollte, merkte ich, dass ich selbst keine Kontrolle mehr über meinen Körper hatte. Immer noch zuckend und bebend rutschte ich an der Duschkabinenwand zu Boden. Aber Sophie ließ ich nicht los. So saßen wir also auf dem Duschkabinenboden, während warmes Wasser über unsere Körper lief. Sophie war an mich gelehnt und es dauerte lange, bis wir wieder einigermaßen ruhig wurden und sich auch unser Atem wieder beruhigt hatte. Doch auch jetzt blieben wir noch lange sitzen und es sprach auch keiner von uns. Es gab auch nichts zu sagen. Was wir gerade erlebt hatten, war einzigartig und mehr, als nur Sex. Es war eine Innigkeit, eine Zärtlichkeit und eine Vertrautheit, die ich bisher nicht gekannt hatte und ich war mir bewusst, dass da auch völlig neue Gefühle in mir erwachten, die ich in dieser Intensität niemals für möglich gehalten hätte. Mir wurde klar; ich liebte Sophie! Ich liebte sie mit jeder Faser meines Körpers, mit jedem Schlag meines Herzens und mit jedem Gedanken meiner Seele. Ich liebte sie. Und ich liebe sie noch immer!
Ich spürte ihren warmen, an mich gelehnten Körper, ihren jetzt ruhigen Atem, ihre kleine Hand, die zaghaft nach meiner tastete, sie an ihre Lippen zog, zärtlich küsste, und schließlich auf ihr Herz legte. Jetzt wollte ich irgendetwas sagen. Doch ich konnte es nicht. Nichts was ich hätte sagen können, erschien mir passend. Und selbst der Satz “Ich liebe Dich!“, der mir durch den Kopf hämmerte, schien mir unpassend und klein, nachdem er so unendlich oft und leichtfertig gebraucht wird, dass er kaum noch glaubhaft das ausdrücken konnte, was er ausdrücken sollte; und was ich fühlte. Also schwieg ich weiter und genoss das Gefühl, hier und jetzt Sophie im Arm zu halten, während ihr Kopf gegen meine Brust gelehnt war und sich ihr Busen unter meiner Hand ruhig hob und senkte, bis sie mich schließlich fragte: „Was denkst Du?“
Ich schwieg noch eine Weile, bevor ich antwortete: „Ich denke, dass ich nicht genügend Wörter kenne, um damit auszudrücken, was ich jetzt denke und fühle.“
Wieder schwiegen wir eine Weile. Dann fuhr ich fort: „Ich wusste nicht, dass ich so glücklich sein kann!“ Und nach einer längeren Pause fragte ich: „Und was denkst Du?“
„Ich hab gehört, Du bist jetzt wieder solo!?“
Jetzt war ich doch etwas überrascht und antwortete: „Oh! … Ich wusste gar nicht, dass darüber geredet wird.“
„Also stimmt es?“ fragte sie.
„Ja, es stimmt.“ Antwortete ich. Und nach einer Pause fuhr ich fort: „Ist das wichtig für Dich?“
Sophie überlegte eine Weile. Dann antwortete sie: „Wenn ich nicht gehofft hätte, dass es stimmt, dann hätte eine der Frauen aus der Gruppe gefochten.“
„Oh!“ antwortete ich wieder, während ich erst langsam zu verstehen begann, was Sophie damit wirklich gesagt hatte. Doch dann kam mir ein Gedanke und ich sagte: „Ich wollte gar nicht fechten. Es hätte ja auch ein anderer antreten können, zum Beispiel Hank.“
„Hank ist der Trainer!“
„Ja, das hat er mir auch gesagt. Aber Du bist auch die Trainerin!“
Sophie dachte wieder eine kleine Weile nach. Dann sagte sie: “Hank weiß, dass er mich nicht besiegen kann. Wir trainieren öfter zusammen und er hat noch keinen Kampf gewonnen. Er hätte sich ungern vor seiner Gruppe blamiert.“
Ich glaube, das war in gewisser Weise ein Kompliment für mich. Jedenfalls tat es irgendwie gut. Und nachdem ich es halbwegs in mich aufgenommen hatte, fragte ich: „Und Du? Hast Du einen Freund?“
Sophie löste sich jetzt von mir, drehte sich um und kniete sich mir gegenüber. Sie sah mir tief in die Augen und sagte. „Ich weiß nicht. Sag Du es mir!“
Langsam richtete ich mich auch auf meine Knie auf, ohne den Blick von ihren Augen abzuwenden. „Ja!“ sagte ich. Unsere Lippen kamen sich immer näher, bis sie sich schließlich berührten, ganz zärtlich nur, immer wieder. Ich hatte die Augen geschlossen und spürte Sophies warme Zunge zwischen ihren Lippen hervor nach meiner suchen. Ich hatte das Gefühl, vorher noch nie geküsst zu haben, so leidenschaftlich, langsam, gefühlvoll und zärtlich verschmolzen wir in diesem Moment, noch immer umspült von warmem Wasser. Doch ohne Vorwarnung, von einem Moment zum nächsten, wurde das Wasser plötzlich eiskalt. Wir schrieen beide auf und Sophie drehte sofort das Wasser ab. Nachdem wir diesen Schock überwunden hatten, hatten wir gut Lachen. Wir standen auf, küssten uns noch mal schnell, dann stiegen wir aus der Duschkabine und Sophie reichte mir ein Badetuch. Ich trocknete mich ab, schlang es um die Hüfte und ging voraus ins Wohnzimmer.
An der Wand hingen verschiedene Floretts und Degen und im Regal standen mehrere Pokale. Sophie war wirklich gut, und die Vorstellung, mir zumindest ein Unentschieden gegen sie erkämpft zu haben, erfüllte mich doch ein wenig mit Stolz. Während ich noch so ihre Trophäen bewunderte, rief sie aus dem Bad: „Im Regal ist Wein, Michael. Gießt Du uns bitte ein Glas ein?“

 

erotische Kunst von Tamara Amhoff-Windeler 

Ein guter, schwerer französischer Rotwein: Ich zog den Korken aus der Flasche, füllte zwei Gläser, zündete ein paar Kerzen an und ließ mich in einen Sessel fallen. Ich konnte Sophie nicht hören, aber ich nahm sie doch wahr, als sie hinter mir stand. Sie legte ihre Arme um mich und streichelte meinen Oberkörper. Dann öffnete sie den Knoten in meinem Badetuch und nahm meinen erschöpften Freund in die Hand. Sofort kam wieder Leben in ihn und er wurde fast augenblicklich wieder größer. Sie nahm die Eichel zwischen ihre Fingerspitzen, massierte sie sanft und zupfte frech daran. Dann nahm sie unvermittelt ein Florett von der Wand, setzte sich mir gegenüber und begann geschickt, aber vorsichtig mit, bzw. gegen meinen ‚Ständer’ zu fechten. Es war ein prickelndes und erregendes Gefühl, das ich durchaus genoss. Aufmerksam beobachtete ich Sophie. Sie war völlig nackt, saß lässig da und ließ elegant die spitze Klinge um meinen Penis kreisen. Immer wieder traf sie ihn, rechts, links, oben, unten, dann stach sie zu und ich spürte, dass die Klinge wirklich spitz war, obwohl sie mich nicht mal ritzte. Sophies Brüste wippten dabei herausfordernd. Und der Anblick der kleinen rosa Spalte zwischen ihren leicht geöffneten Schenkeln erregte mich nur noch mehr. Sophie legte das Florett zur Seite, kniete sich zwischen meine Beine, nahm meinen Penis in ihre kleine Hand und küsste ganz zärtlich meine pralle Eichel. Ich verkrallte mich in den Armlehnen des Sessels und lehnte mich zurück. Ganz zärtlich liebkoste Sophie die Eichel mit ihren Lippen, während sie sanft meine Eier massierte. Dann biss sie sanft zu, beknabberte das ganze harte Stück und lutschte und sog und küsste und liebkoste so leidenschaftlich, bis ich zum zweiten mal kam. Sie holte bis zum letzten Tropfen alles aus ihm raus, behielt ihn auch dann noch im Mund und zwischen ihren Zähnen und ließ immer noch langsam ihre Zunge um ihn kreisen. Ich war absolut am Ende. Ich konnte nicht mehr, zitterte am ganzen Körper und wollte ihn trotzdem nicht zurückziehen. Endlich hatte sie Mitleid und gab ihn frei. Sie küsste ihn noch ein paar mal, biss noch einmal frech zu und legte dann ihren Kopf auf meinen Oberschenkel. Ich weiß nicht, warum mir das gerade jetzt einfiel; jedenfalls sagte ich noch immer zitternd: „Ich liebe Deinen französischen Akzent!“
Sophie hob den Kopf, sah mich verschmitzt lächelnd an und entgegnete: „Ich beiß Dich!“
Auch ich lächelte erschöpft, aber glücklich, antwortete aber nicht. Da packte sie tatsächlich noch mal zu und biss ganz zärtlich, aber doch ziemlich fest in die noch immer pralle Eichel und knabberte ganz langsam und intensiv, bis ich, was ich nicht für möglich gehalten hätte, auf diese Weise noch einen Orgasmus bekam. Und jetzt war ich wirklich nah dran, sie anzuflehen, aufzuhören. Aber sie knabberte schon nicht mehr und küsste ihn nur noch zärtlich, bis ich wieder zu Atem kam und die unkontrollierten Zuckungen langsam wieder aufhörten. Dann nahm sie die Gläser vom Tisch, reichte mir eins und wir stießen auf unser Duell an, das wir beide gewonnen hatten. Sophie hatte sich mit auf den Sessel, an mich gekuschelt. Und so tranken wir unter vielen Zärtlichkeiten und Küssen diesen schweren Wein, der mir aber nicht so sehr zu Kopf stieg, wie Sophie. Schließlich sagte ich zu ihr: „Ich hab das wirklich ernst gemeint: Ich liebe Deinen Akzent! Ich liebe Deine Stimme, Deinen Geruch …! Du bist wunderschön! … Ich weiß nicht, wie ich dieses Gefühl ausdrücken soll, dieses Gefühl, als ob ich Dich schon ewig kennen würde, dieses Gefühl absoluten Vertrauens, dieses …“
„Je t’aime!“ sagte sie ganz leise.
„Ich liebe Dich auch!“ flüsterte ich zurück, jetzt doch diesen Satz gebrauchend, den ich eigentlich nicht verwenden wollte, weil er jetzt die einzige gültige Wahrheit war!
Wir umarmten uns so leidenschaftlich und hielten uns so fest, als ob wir uns nie mehr loslassen wollten. Und in gewisser Weise haben wir uns auch nie mehr losgelassen. Wir sind jetzt seit zweiundvierzig Jahren verheiratet und lieben uns noch immer wie am ersten Tag! Aber ich will dieser Geschichte nicht vorgreifen.
Lange saßen wir so eng umschlungen in dem Sessel, bis Sophie mich fragte: „Gehen wir ins Bett?“
Wortlos stand ich auf, hob dabei Sophie mit hoch, ohne unsere Umarmung zu lösen und fragte: „Wo ist es?“
„Die Tür da drüben!“ sagte sie mit einem leichten Nicken in die entsprechende Richtung. Ich trug sie ins Schlafzimmer und legte sie vorsichtig aufs Bett. Und da lag sie jetzt, schön wie ein Engel, umrahmt von ihren langen seidigen Haaren. Ihre Augen waren geschlossen, ihre Lippen leicht geöffnet. Langsam und ruhig hob und senkte sich ihr schöner Busen. Ihre Arme waren ausgebreitet und ihre Beine leicht geöffnet. Lange stand ich nur da und betrachtete sie, bis sie die Augen öffnete und unsere Blicke ineinander verschmolzen. Sophie nahm zärtlich meine Hand und zog mich zu sich aufs Bett. Langsam beugte ich mich über sie und bedeckte ihre Lippen mit sanften Küssen, dann ihre Wangen, ihre Nasenspitze, ihre Augenlider, ihre Stirn und wieder ihren Mund, dann ihr Kinn, ihren Hals, ihre Schultern, ihre Arme bis zu den Händen, jeden einzelnen Finger, wieder ihren Hals, ihre Brüste und ihre harten Brustwarzen, immer wieder, und dabei ihr leises Stöhnen wie Musik in meinen Ohren. Langsam wanderten meine Lippen tiefer, über ihren schlanken Bauch, ihren Nabel und als ich tiefer wanderte und die glatt rasierte Haut mit sanften Küssen bedeckte, zuckte sie kurz zusammen, öffnete aber langsam ihre Schenkel immer weiter. Vorsichtig legte ich mich dazwischen, hatte ihre leicht geöffneten, zarten, rosigen Schamlippen genau vor mir und sog den angenehmen Duft tief ein. Ganz vorsichtig berührte ich sie mit meinen Lippen. Sophie zuckte zusammen und stöhnte leise. Das Gefühl ihrer weichen Schamlippen auf meinen Lippen und dazu ihr berauschender Geruch, war wunderschön und erregend. Immer wieder küsste ich sie, nahm sie zwischen meine Lippen und zog so leicht an ihnen. Unendlich lange liebkoste und küsste ich sie auf diese Weise, bevor ich zum ersten mal meine Zunge über sie gleiten ließ und ihren Geschmack in mich aufnahm. Sophie hatte sich in ihre Kissen verkrallt und konnte nicht mehr ruhig liegen. Trotzdem machte ich langsam und zärtlich weiter, schob meine Zunge langsam zwischen ihre Schamlippen und ließ sie über ihre Klitoris kreisen. Wir hatten uns schon kreuz und quer über das Bett bewegt, aber ich hörte nicht auf, konnte und wollte nicht aufhören. Sophie roch und schmeckte so wahnsinnig gut, fühlte sich genauso an und sah genauso aus! Unfähig, ruhig zu liegen, wand sie sich immer weiter. Ihr Kopf und Oberkörper lag schon auf dem Boden, während sie in ihr Kissen biss. Nur ihr schmales Becken hielt ich noch auf der Bettkante fest, während meine Zunge sie immer wilder und leidenschaftlicher verwöhnte und sie seit ich weiß nicht wie lange schon in ihrem ich weiß nicht wievielten Orgasmus gefangen hielt. Ich konnte sie kaum noch so fest halten um ihr Zittern und Beben so weit zu unterdrücken, dass ich an ihr dranbleiben konnte. Mit einem Ruck setzte sie sich plötzlich auf, riß ihren Oberkörper vom Boden hoch und rutschte von mir zurück, so dass sie plötzlich auf dem Boden saß und ich Angst hatte, sie könnte sich verletzen. Ihr Zittern war so stark, dass ich schnell zu ihr runter sprang, sie in meine Arme nahm und ganz fest hielt. Doch es schien, als könnte sie sich gar nicht mehr beruhigen. Sie klammerte sich an mir fest, ich hörte sie leise weinen und spürte auch heiße Tränen auf meiner Brust. Irgendwie registrierte ich, dass draußen schon Tag war und machte mir jetzt ernsthaft Gedanken, ob ich irgendetwas falsch gemacht hatte, zu lange, zu fest. Sophie spürte wohl, dass ich nachdenklich war und sagte schwach: „Es tut mir leid!“
Ich küsste ihre heißen Tränen weg und erwiderte: „Nein, es tut mir leid, wenn ich was falsch gemacht habe!“
„Du hast doch nichts falsch gemacht!“ brachte sie mit noch immer zitternder Stimme heraus. „Ich weiß nicht, was Du da mit mir gemacht hast. Aber etwas so schönes habe ich noch nie erlebt. Nur ich glaube, wenn Du jetzt nicht aufgehört hättest, dann wäre ich gestorben.“

 

erotische Kunst von Filippo Sano 

Sophie schloß die Augen und ich glaube, sie schlief gleich danach ein, obwohl ihr Körper sich noch immer nicht beruhigt hatte. Erst als sie wieder ganz ruhig war und gleichmäßig atmete, hob ich sie aufs Bett, zog die Laken wieder halbwegs glatt und deckte sie liebevoll zu. Ich war zwar selbst auch ziemlich erschöpft und müde, aber ich war jetzt einfach zu aufgekratzt, um schlafen zu können. Leise schlich ich mich ins Wohnzimmer, goss mir noch ein Glas Wein ein und setzte mich damit neben Sophie auf die Bettkante. Lange sah ich ihr einfach nur beim Schlafen zu, während ich ab und zu vom Wein nippte und viele Gedanken wirr durch meinen Kopf schwirrten. Sophie hatte sich die Decke wieder abgestreift und lag friedlich schlafend völlig nackt vor mir. Ja, so etwas Schönes hatte ich auch noch nicht erlebt! Ich war süchtig nach ihr, obwohl ich sie eigentlich erst heute, nein: Gestern! wirklich kennengelernt hatte. Vorher hatten wir uns nur gesehen und auch registriert. Aber wir hatten nie miteinander gesprochen. Plötzlich fiel mir ein, dass ich doch eigentlich schüchtern war und dass ich die Situation, die jetzt bestand, niemals bewusst hätte herbeiführen können, wenn mir nicht Sophie von sich aus in dieser Art und Weise entgegen gekommen wäre. Und dann fiel mir ein, wie froh und glücklich ich war, endlich wieder frei zu sein. Ich hatte doch gar nicht vor, sofort wieder in eine neue Beziehung zu schlittern. Aber diesmal war es anders. Diesmal saß es tiefer. Ich versuchte mich daran zu erinnern, wie die Beziehung mit meiner Ex-Freundin eigentlich begonnen hatte. Aber ich konnte mich beim besten Willen nicht einmal mehr an ihr Gesicht erinnern, obwohl wir erst seit ein paar Tagen getrennt waren. Ja, ich wollte frei sein und ich wollte meine Freiheit genießen. Aber wozu wollte ich frei sein? Um zu leben! Und jetzt lebte ich, intensiver als ich es mir jemals hatte vorstellen können. Sophie schlief selig lächelnd und ihr schöner Busen hob und senkte sich ruhig und gleichmäßig. Ich konnte nicht anders, stellte das Glas weg, beugte mich über sie und küsste vorsichtig, um sie nicht zu wecken, ihren schönen Mund und ihre vollen Brüste. Selbst jetzt, im Schlaf, ließ sie ein leises Stöhnen hören und dann atmete sie ganz tief ein und aus. Ich war wirklich süchtig nach ihr und konnte mich nur schwer wieder losreißen. Nach ein paar Minuten, während denen ich sie nur wieder schweigend betrachtet hatte, drehte sie sich zuerst auf die Seite und dann mit angewinkeltem linken Bein, auf den Bauch. Bis jetzt hatte ich sie noch gar nicht nackt von hinten gesehen. Ich sog diesen neuen Eindruck in mich auf. Ihre langen dunklen Haare lagen zur Seite über ihre Schulter und gaben den Blick auf ihren schlanken Rücken frei. Ihr schmaler, fester Hintern mit dem angewinkelten Bein, das den Blick auf ihre „mich“ süchtig machende süße Scheide freigab, war fast zuviel für mich. Ich nahm noch einen großen Schluck von dem Wein, legte mich vorsichtig zwischen ihre Beine und meinen Kopf noch vorsichtiger, aber nicht ohne ihn mehrmals zärtlich geküsst zu haben, auf ihren kleinen Hintern. Und so, meine Lippen auf ihrer weichen Haut und den Geruch ihres Körpers in meiner Nase, schlief auch ich endlich glücklich ein.
Als ich erwachte, lag ich noch immer zwischen Sophies Beinen. Doch sie lag jetzt nicht mehr auf dem Bauch, sondern auf dem Rücken!? Also waren das erste, was ich erblickte, nachdem ich meine Augen öffnete, ihre weichen Schamlippen, zwischen denen, wie ich feststellte, die Spitze meines linken Zeigefingers ruhte. „Böser Finger!“ sagte ich leise zu mir selbst.
Doch von oben hörte ich genauso leise Sophies Stimme: „Guter Finger! Lieber Finger“
Ich blickte nach oben in Sophies strahlende Augen und sie sagte: „Guten Morgen mein Schatz. Hast Du gut geschlafen?“
„Darf ich genau hier immer schlafen?“ fragte ich.
Und Sophie antwortete: „Wenn Du es möchtest, darfst Du es. Aber es wäre schön, wenn Du ab und zu auch in meinen Armen schlafen würdest.“
Schnell zog ich meinen Finger zurück, drückte einen schnellen, aber liebevollen Kuß auf ihre Schamlippen und rutschte dann hoch. „Guten Morgen mein Engel!“ sagte ich leise. „Hast Du gut geschlafen?“
„Ich weiß nicht.“ antwortete sie. „Bin ich nicht gestorben?“
„Nur wenn ich auch tot bin!“ antwortete ich und im nächsten Moment trafen sich schon unsere Lippen und wir umschlangen uns mit unseren Armen, pressten unsere Körper aneinander und verschmolzen ineinander, während draußen die Sonne unterging.
So hat es damals angefangen. Wir haben das Bett bis Montag früh nicht mehr verlassen. Und Montag Mittag hatte ich schon meine paar Habseligkeiten gepackt und war bei Sophie eingezogen. Seitdem hatten wir sehr, sehr viele Duelle. Und wir lernten beide auch noch viel dazu. Aber wer von uns gewann, das war nicht mehr wichtig. Denn in Wahrheit gewannen wir doch immer beide!

 

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12 Kommentare

23.09.2011 10:54 zärtlicher Löwe
Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Ich konnte sehen, fühlen, riechen und schmecken. All die Dinge waren mir möglich, die ich mir beim Lesen einer erotischen Geschichte wünsche. Danke vielmals

17.08.2011 10:58 Jürgen Lill
Ich möchte mich an dieser Stelle einmal bei allen bedanken, die meine Geschichte bisher gelesen haben. Und vielen Dank auch für all die netten Kommentare. Ich freue mich, wenn meine Geschichte und mein Schreibstil gefallen. Aber natürlich weiß ich auch, dass Geschmäcker verschieden sind. Es gibt keine Geschichte, die jedem gefällt. Also kann ich auch damit leben, wenn jemand nicht mag, was und wie ich schreibe. Nur die Art der Kritik, die ein Nucleus hier anbringt, kann ich nicht nachvollziehen. Und deshalb möchte ich einmal ganz kurz etwas erklären: 1. Es gibt keine zwei Menschen auf der Welt, die sich genau die selbe Geschichte ausdenken könnten. 2. Genausowenig würden zwei Menschen die gleiche Geschichte mit den selben Worten erzählen. 3. Ob eine Geschichte gut ist, oder nicht, ist immer die rein subjektive Meinung des Lesers. Und deswegen zeigt 4. die Meinung eines Lesers, dem Autor einer Geschichte vorschreiben zu wollen, was und wie er zu schreiben hat, nur dessen Unfähigkeit an, etwas anderes, als seine eigene, subjektive Meinung, gelten zu lassen.

03.08.2011 16:22 MinZe
Wunderschön. ich wäre gerne Sophie gewesen und hätte mich so liebevoll und leidenschaftlich oral verwöhnen lassen...

29.07.2011 15:19 Nucleus
Lieber Nick-nameverbieger, du hast eine seltsame Art, deine Inkompetenz auszudrücken. Ich denke, der Autor hätte statt deiner Tirade eher eine substanzielle Kritik verdient. Eine Lobhudelei hätte selbstverständlich auch gereicht.

23.07.2011 19:12 diekeltin
ich finde diese geschichte sehr gut beschrieben und ich finde gerade: show don´t tell hat darin sehr viel platz ... herr lill zeichnet mit worten so wie es sich für eine anständige erotische geschichte gehört ohne dabei beim nur zeichnen zu bleiben, beim nur malen mit worten. er treibt auch die geschichte an sich voran was in meinen augen nicht unwichtig ist, sonst könnte man auch ein sinnliches gemälde, oder ein gutes, künstlerisches video eines aktes anschauen ... lg die keltische schreiberkollegin

07.07.2011 23:55 ER
Auch wenn ich selbst kein vergleichbares Erlebnis fühlen und genießen durfte, so hat grade diese Geschichte sehr meine Phantasie angeregt. Ein absolut großes Lob an Sie, Herr Lill. Eine große Geschichte. Für mich macht es auch einen großen Konflikt aus, sich auszumalen, was man denn selbst an Protagonist fühlen würde. Was man denn gerne mit der Person erleben wollen würde, die hinter der anderen Fechtmaske steckt. Dieser Verlauf ist jedoch sicher gut gewählt. Und ich schätze es ist nicht einmal zu dick aufgetragen, wenn man so etwas einmal in Wirklichkeit passiert sein sollte.

30.06.2011 21:26 No-cleus
Ach, jetzt geht das mit dem Show, dont tell wieder los. Wie schon oft an dieser Stelle gesagt, solltest du das bei deinen nichtssagenden Kommentaren auch besser mal beherzigen, Nucleus. Außer substanzloser Kritik habe ich - und ich erweitere das zu einem wir - noch nicht viel in deinen Kommentaren mitbekommen.

16.06.2011 19:18 Al
Lieber Jürgen Lill, verzeih Nucleus seine Worte. Er hat das was Du beschrieben hast (und wir auch kennen), offensichtlich nie erlebt und kann deshalb eigentlich nicht mitreden. Bleib bitte bei Deiner Art zu scheiben. Re+Al

16.06.2011 09:45 Al
Es gibt tolle, lustvolle, geile Erlebnisse, aber wenn diese in/mit tiefer Liebe geschehen, ist es so, wie in dieser Geschichte beschrieben. Meine Frau und ich sind aktive Swinger und kennen viele Facetten der Lust. Aber zu unserem größten Glück erfahren wir immer wieder tiefste Vereinigungen in unendlicher Liebe miteinander, bei denen wir beide wirklich von dieser Welt entrücken. Und da wir beide zusammen schon 125 Lenze zählen, haben wir natürlich auch negative Erfahrungen hinter uns. Aber immer wieder finden wir in tiefster Vereinigung zueinander. Deshalb beglückwünschen wir den Schreiber zu seiner wohl sehr früh gefundenen Liebesbeziehung und empfinden die Geschichte als real und so, als wären wir es selbst gewesen. Glückwunsch! Re und Al

15.06.2011 23:01 Nucleus
Dadurch, dass du zu dick aufgetragen hast, geht das Wesentliche der Geschichte verloren. Show, dont tell.

15.06.2011 21:53 Mae
sehr schöne Geschichte und eine tolle Story.

15.06.2011 19:55 Nucleus
Der Kern der Geschichte ist anziehend, aber mehr als ein slice of life ist dabei nicht herausgekommen. Befreie die Geschichte vom nichtssagenden Ballast, wie in diesem Beispiel hier: Sie war so wahnsinnig schön, betörend, fast unwirklich. Sag mir, wie ich mir das vorzustellen habe. Lass den Leser sehen, riechen, fühlen ... im übertragenen Sinne natürlich. Show, dont tell ist damit gemeint. Baue einen Konflikt ein (Gründe hätten die Beteiligten genug), denn das macht die Geschichte für einen Leser noch interessanter, hält ihn sozusagen bei der Stange.


 

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