Liadan

Wenn Frauen sich für einen bestimmten Anlass neu einkleiden ist es immer ein besonderes Erlebniss, speziell wenn es sich um Dessous handelt.
Sie betrachtet ihren Körper in der neonlicht beleuchteten Garderobe eingehend, versucht abzuschätzen in welchem der Teile die schönsten Stellen Ihres Körpers besonders hervor gehoben werden und welche sie eher unvorteilhaft wirken lassen.
Liadan stand eine ganze Zeit lang in der Garderobe und hatte an den Haken eine handvoll verschiedene Sets hängen in denen sie sich gefiel.Sie überlegte angestrengt welches ihm wohl am Besten gefallen würde, ob sie es ihm liegen oder stehen auszog oder doch eher im sitzen, ob die vielen vielen Häckchen des Koresetts nichts doch zu kompliziert sind und ob der trägerlose BH an Ort und Stelle blieb so lange er dort gebraucht wird.
Sie entschied sich für eine aufregende Kombination aus schwarzer Spitze von La Perla in der sie sich ausreichend gewappnet schien für den Abend den sie so lange herbei gesehnt hat.
Endlich bestand eine reele Chance das der Mann, der in ihr Leben getreten war und sie auf so vielen Ebenen in seinen Bann gezogen hat, sie so ansehen würde wie sie es sich erhoffte und sie endlich in seinen Armen liegen würde.
Sie war etwas aus der Übung was Männer anging, sie hatte lediglich jahrelange Beziehungen hinter sich. Liadan war sich voll und ganz bewusst das sie noch nie mit einem Mann geschlafen hatte für den sie nichts empfunden hat und welches Risiko sie eingeht wenn sie es nun tut. „Du wirst dich verlieren“ war die eindringliche Warnung ihres besten Freundes gewesen. Doch sie konnte an nichts anderes denken als an die Vorstellung, von ihm in den Armen gehalten zu werden.
Also begann sie ihr Schönheitsritual an diesem Nachmittag mit einem Bad in Milch und Düftölen, rasierte sich ausgiebig alles an Körperbehharung was sie finden konnte, hüllte ihre zarte Haut in eine Wolke aus duftender Creme um schließlich in ihre für diesen Abend ausgewählten Kleidungsstücke zu schlüpfen. Auf dem Weg zu ihm musste sich Liadan zwingen ruhig zu atmen um die Aufregung auf einem erträglichen Level zu halten. Sie stieß einen tiefen Seufzer aus als sie endlich angekam und aus dem Taxi stieg. Vor seiner Tür rückte sie ihre blue Jeans zurecht, zupfte den Hauch einer Tunika zurecht und strich sich ihr langes Haar aus der Stirn. 'Mehr kannst du nicht tun, du hast an alles gedacht. Jetzt liegt es in anderen Händen' dachte sie bei sich als sie seine Schritte auf die Tür zukommen hörte. Seine Augen funkelten vor Bewunderung bei dem Bild was er vor sich sah, sie senkte ihren Blick und trat an ihm vorbei in das schwach beleuchtete Haus. Sein Atem streifte ihren Nacken als er ihr aus dem Mantel half und hinterließ eine Gänsehaut auf ihrem Körper. Ihr Herz schlug ihr bis in die Haarspitzen; sie begann eine der gewohnten fesselnden Unterhaltungen um der Situation wieder Herr zu werden. Der Whiskey brannte in ihrer Kehle und hinterließ den Geschmack von Abenteuer auf ihrer Zunge.
Der Abend verstrich, sie lachten und alberten miteinander, zufällige Berührungen wurden ausgetauscht, die Augen wanderten über den Körper des anderen und gaben den unausgesprochenen Träumen in den Köpfen beider neues Futter.
Liadan überlegte schon ein Weilchen wie sie den ersten Schritt machen könne. Sie beschloß so zu tun als müsse sie bald gehen. Auf dem Weg durchs Haus legte sich dann urplötzlich und wie aus dem nichts eine Hand von Hinten um ihren Nacken „geh nicht“ wurde ihr ans linke Ohr gehaucht. Sie folgte der Hand und drehte sich langsam zu ihm um. Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit in der sie unmittelbar voreinander standen und sich anblickten, in der ihr Herz kurz vorm zerbersten und ihre Atmung kurz vorm aussetzen war. Die zierliche Frau nahm all ihren Mut zusammen, schlang ihre Arme um seinen Hals und näherte sich seinem Mund. Der Kuss war eine Befreiung, eine Wohltat nach all der Anspannung der vergangenen Zeit. Seine Lippen fühlten sich warm und weich an, zärtlich zogen sie an den ihren, sanft verschaffte sich seine Zunge Einlass.
Während dieses Kusses ruhten seine Hände auf ihrer Taille und in ihrem Nacken, sie hingegen war bereits auf Erkundungstour über seinen Körper. Sie konnte ihre wachsende Begierde und ihre Neugier nur noch schlecht zügeln. Sie fragte sich kurz ob er ein Mann war der der Frau die Führung überließ, dabei wünschte sie sich schon so lange einen Mann der sie dirigiert, der mit ihr macht was er will, bei dem sie sich fallen lassen kann. All ihre Männer waren stets in untergeordneter Haltung verblieben, sie sehnte sich danach einmal die Führung abzugeben.
Doch ihre Bedenken schienen unbegründet, ja gar gänzlich absurd gewesen zu sein. Als wäre sie eine Feder so leicht und zart, nahm er sie auf seine Arme und trug sie in sein Schlafzimmer wo sie sich auf einem übergroßen Metallbett wiederfand. Er hockte über ihr „lass dich gehen, schließ die Augen“ raunte er ihr zu bevor er ihr ein weiches Tuch locker um die Augen Band. Für einen kurzen Augenblick stockte ihr der Atem, es vermischten sich Aufregung und Erstaunen in ihrem Bauch, doch sie vertraute ihm schließlich maßlos. Sie wurde von ihm auf dem Bauch gedreht und sofort begann er sie zärtlich auszuziehen, die Bluse, die Jeans, er öffnete den BH, ließ ihn jedoch unter ihren Brüsten liegen. Jeder Muskel ihres Körpers spannte sich an, sie konnte jede noch so kleine Stelle ihrer Körperrückseite instinktiv spüren, sie war hochsensibel auf Grund der Unwissenheit was auf sie zukommen würde.
Liadan war noch nie zuvor mit verbundenen Augen dagelegen, die Küsse, der warme Atmen die flatternde Zunge und die sanften Bisse waren mit Abstand die intensivsten die sie je an ihrem Körper gespürt hatte, sie glitten über ihre Arme, ihre Seiten, ihr Steißbein, ihren Po, über die Schenkel in die Kniekehlen, alles auf den unterschiedlichsten Wegen. Sie begann schneller zu atmen, ihr Körper bewegte sich hin und her, immer der feinen, leichten Berührung des Mundes. entgegen. Als sie es nicht mehr aushielt und auch der Wunsch endlich etwas von dieser sagenhaften Empfindung zurück zu geben so mächtig wurde, nahm sie sich das Tuch ab, drehte sich um und schloß ihn in ihre Arme. Sie war inzwischen so hochgradig erregt und begierig nach ihm das sie eine heftigere und temperamentvollere Runde einläutete. Die beiden Körper drehten und wendeten sich ineinander verschlungen, seine Hände schienen zu jeder Zeit einfach überall zu sein, auf ihren runden, warmen Brüsten in ihrem Nacken, auf dem Weg über die Seiten hinab zu ihren Schenkeln um dort zu verschwinden. Längst hatte sich ein stetiges Geben und Nehmen entwickelt, eine Symbiose die so vetraut und richtig erschien als hätte es nie etwas anderes gegeben. Als sie zum ersten mal seit langer Zeit von einem Mann zum Höhepunkt begleitet wurde schien es als hätte eine neue Zeit begonnen...

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