unglaubliche und doch fast wahre Geschichte

von den drei Lehrern, die eine Nacht lang in der Bibliothek eingeschlossen waren, Die

Die absolut unfassbare Verkettung von kuriosen Umständen, die dazu führten, dass ich die erregendsten Stunden meines Lebens in der Bibliothek unserer Schule durchlebte, begann damit, dass Hausmeister Schulze wie jeden Tag um fünf nach fünf zu seiner Runde durch das Gymnasium ansetzte. Drüben im Lehrerzimmer packten die beiden Referendare, die den ganzen Nachmittag bei mir verbracht hatten, ihre Sachen ein. Alle anderen hatten schon die Flucht ergriffen, denn nach dem schwülen Tag braute sich draußen ein übles Gewitter zusammen. Ich stellte meine Aktentasche im Gang ab und fing an, den Keil unter der Bibliothekstür herauszuzerren. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie der Pedell mir auf den kurzberockten Hintern starrte. Gerade als er um die Ecke Richtung Seitentrakt verschwand, gab das Holzding nach.
»Irgendwann wird der Direktor die paar Euro für ein neues Schloss opfern müssen«, schimpfte ich. Vor drei Jahren, gleich nachdem ich als frisch gebackene Studienrätin hierher versetzt worden war, hatten sie mich zur Bibliothekarin ernannt. Naiv wie ich war, hatte ich gedacht, damit den Weg zur Oberstudienrätin abkürzen zu können. Dass das ein Fehlschluss war, hatte ich bald erfahren, aber den Posten habe ich behalten. Was solls, es gibt Schlimmeres an einer Schule. Außerdem hatte ich mir hier ein Reich mit ganz eigenen Freiheiten geschaffen. Jedes Mal, wenn ich mich selbst zur Aufsicht einteilte, setze ich mich an den altersschwachen Computer, den außer mir kein Mensch mehr anlangt. Vor den Zeiten des Internets auf die Welt gekommen, kann er zumindest schon CDs zu brennen.
Auf dem fröne ich meinem Hobby, erotische Geschichten zu schreiben. Die von diesem Tag fand ich besonders gelungen. Den beiden schnuckeligen Referendaren, die über ihrem Referat geschwitzt hatten, hatte ich zwei ausnehmend hübsche Freundinnen angedichtet und sie in den Wald geschickt. Was ich sie dort auf drei Seiten treiben ließ, hatte meine Fortpflanzungsorgane auf Dauerspülung geschaltet. Ich nahm mir fest vor, schnell noch ins Klo zu springen, um die Überschwemmung dort unten etwas einzudämmen. So glitschig konnte ich unmöglich bei meiner Mutter antreten.
Ich wollte gerade die Fenster zumachen, da kamen Fritz und Jochen noch einmal rein zu mir. Irgendetwas fehlte ihnen zur Abrundung von ihrem Referat. Was, wussten sie allerdings nicht. Süßholz raspelnd schleiften sie mich zu den Regalen, wo ich das Schild »Didaktik« angebracht habe. Das ist natürlich absolut großspurig. Für eine ordentliche Sammlung hat unser Gymnasium gar kein Geld. Genauer gesagt lebt die Bibliothek von wohltätigen Spenden, vor allem von Kollegen, die daheim ausmisten und ihren Büchermüll bei mir abladen. In einer Ecke hatte ich fein säuberlich einen Berg von unbrauchbaren Wälzern aufgestapelt. Einfach ins Altpapier werfen kann ich sie ja nicht, denn als junges Mitglied des Lehrkörpers darf ich die geneigten Spender schließlich nicht verprellen.
Während wir überlegten, was ihnen helfen könnte, hörten wir den Hausmeister unten am Hauptportal, wie üblich exakt um Viertel nach fünf. Wir dachten uns nichts dabei, denn wir hatten ja den Schlüssel zum Eingang am Parkplatz. Doch wir hatten nicht mit der Windbö gerechnet, die in diesem Augenblick durch das Treppenhaus zu uns herein drückte.
»Scheiße!«, brachte ich noch heraus, zum Spurt bis zur Tür reichte es nicht mehr. Die schlug in dem Moment zu, in dem ein Donnergrollen die Schule einhüllte. »Scheiße!«, wiederholte ich nach ein paar Sekundenbruchteilen. »Wir sitzen fest. Richtig fest!«
Fritz und Jochen lachten nur, als sie mein vermutlich ziemlich entsetztes Gesicht sahen. Aber sie wussten ja nicht, was ich wusste. Dass nämlich alle meine Eingaben an den Direktor, endlich ein neues Schloss einbauen zu lassen, an ihm abgetropft waren wie an Teflon. Denn vor meiner Zeit hatte irgendjemand aus irgendwelchen verqueren Gründen die Klinken durch feststehende Türknäufe ersetzt. Ohne Schlüssel konnte also niemand in die Bibliothek rein oder aus ihr raus, deshalb musste ich ja immer den Holzkeil unterschieben, damit nichts passiert. Und mein Schlüssel steckte in der Aktenmappe, die ich draußen auf dem Gang abgestellt hatte, zusammen mit dem Smartphone, das meine Schwester mir geschenkt hatte, und das nicht in mein kleines Handtäschchen passt, das ich an dem Tag dabei hatte. So etwas wie ein Telefon gab es in der Bibliothek nicht, der Computer hatte, wie gesagt, von einem Netzanschluss noch nie etwas gehört, und die Fenster gingen zum Innenhof, wo unsere Schreie höchstens ein Echo an der gegenüberliegenden Wand finden würden.
Nachdem ich den beiden diesen Sachstand verklickert hatte, wurde Jochen mit seinen halblangen, braunen Haaren, den unglaublich süßen Augen und dem fast Waschbrettbauch tatsächlich etwas grau um die Nase. »Scheiße!«, fiel er in mein Jammern ein. »Mein Handy liegt drüben im Lehrerzimmer.«
Nur Fritz, der Blonde, etwas Größere und Stämmigere, ließ sich nicht beeindrucken. Cool und stolz zog er aus seiner Hosentasche ein Telefon hervor, das zwar schon deutlich bessere Zeiten gesehen hatte, aber uns in unserer Lage wie ein Wunder der Technik vorkam. »Bevor wir um Hilfe rufen und uns damit bis auf die Knochen blamieren, lasst uns doch versuchen, aus eigener Kraft hier rauszukommen«, schlug er genauso cool vor.
Ich enthielt mich eines Kommentars und ließ die beiden Herren der Schöpfung die nächsten zehn Minuten gewähren. Innerhalb kürzester Zeit hatte Jochen seine Kreditkarte zwischen Schloss und Türrahmen aufgearbeitet, natürlich ohne jeden Erfolg. Fritz nahm sich währenddessen die Fenster vor, doch vor dem Sprung aus dem ersten Stock aufs Pflaster im Innenhof schreckte er zurück. Ich betrachtete derweil eingehend die knackigen Hintern der beiden, war davon höchst angetan, dachte an die Sexabenteuer, die ich ihnen am Nachmittag angedichtet hatte, und da wurde es mir gleich wärmer ums Herz und zwischen den Beinen.
»Scheiße!«, beendete Jochen um halb sechs seine inzwischen auch den Personalausweis aufreibende Tätigkeit. »Wir sitzen wirklich fest. Wen rufen wir zuerst an?«
Da wir weder die Nummer vom Direktor noch die vom Hausmeister hatten, schlug ich meine Schwester vor, die solche Infos in Nullkommanichts rausbringt. Doch kaum hatte ich die grüne Taste gedrückt, flötete mir eine Stimme ins Ohr, dass das Guthaben für diesen Anruf nicht ausreicht. Der coole Fritz hatte vergessen, sein Prepaid aufzuladen.
»Ich Depp«, schalt er sich völlig zurecht, wobei sein Gesicht einen so verzweifelten Ausdruck annahm, dass ich ihn einfach umarmen musste. »Jetzt sitzen wir wirklich bis morgen früh fest, dabei habe ich einen Riesenhunger«, jammerte er, während er meine Umarmung eine Spur zu wagemutig erwiderte. Unangenehm fand ich seinen gut gepolsterten Bauch als Stütze für meine Titten aber nicht, schließlich hatte ich ihn in meiner Phantasie ja schon ausgezogen und mich literarisch an der Kraft seines mutmaßlich stummelig-dicken Prügels erfreut.
Fürsorglich machte ich mich frei, kramte in meinem Winzling von Handtasche und brachte den Geldbeutel, Haus- und Fahrradschlüssel, einen Lippenstift, zwei Kulis, Taschentücher, zwei Hustenbonbons und in der Seitentasche das übliche Notfallreservoir aller meiner Handtaschen hervor: ein Tampon, ein Kondom und dazu einen uralten Kaugummi. Die drei essbaren Sachen teilten wir geschwisterlich, während die beiden Männer ihre Hosentaschen ausleerten. Außer zwei Geldbörsen, diversen gebrauchten und ungebrauchten Taschentüchern und einem weiteren Kondom kamen vier auch nicht mehr ganz frische Kaugummis zutage. Kein eben üppiges Abendessen. Allerdings machte mir der Magen in dem Augenblick noch nicht die größten Sorgen. Meine Blase drückte. Das Gewitter war zwar weitergezogen, ohne sich über uns auszutoben, so dass uns gefühlte 35 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit umgaben. Aber die Kunst, alles auszuschwitzen, ist mir leider nicht gegeben.
Jochen hatte bei der Umarmung gar nicht und beim Essensuchen nur halbherzig mitgemacht, weil er damit beschäftigt war, mit dem Handy von Fritz rumzuspielen. »Alt, aber interessant«, murmelte der angehende Lehrer für Mathe, Physik und Informatik, tippte andächtig vor sich hin, schnappte sich seinen Geldbeutel, zog einen Zettel raus, tippte wieder vor sich hin und rief dann plötzlich auf: »Es funktioniert! Ich habs ans WLAN der Schule angeschlossen, wir haben Verbindung!«
Ich konnte es kaum glauben, stieß einen Jubelschrei aus und sprang ihm so heftig an den Hals, dass er das Telefon fast fallengelassen hätte. Nach einem dicken Kuss meinerseits für beide berieten wir, wem wir in welcher Reihenfolge schreiben sollten. Jochen und Fritz hatten in Stuttgart noch kaum Kontakte, so dass wir ausmachten, mit meinen Leuten in der Stadt und natürlich mit den Kollegen anzufangen, die Schulschlüssel haben.
Was dann an schier unvorstellbaren Fügungen passierte, haben wir drei in den Wochen und Monaten darauf minutiös rekonstruiert. Dass unsere Retter letztlich so spät eintrafen, hat aber am Ende keiner von uns bedauert. Am wenigsten ich, die ich mir eine solche gesauigelte Gefangenschaft in meinen wollüstigsten literarischen Träumen nicht hätte ausmalen können.
Die erste Mail, die um 17.59 Uhr rausging, schrieben wir eigentlich pro forma, weil der Rektor eben Rektor ist und informiert werden muss, obwohl ich genau wusste, dass er zuhause niemals seine Dienstadresse aufmacht. Zumindest bis zu jenem Abend hatte er das nie getan. Deshalb schickte ich die zweite an meine Schwester, damit sie seine Nummer raussucht, ihn anruft und ihn bittet, in die Schule zu gehen. Nur leider hatte ich meiner Mama versprochen, mit ihr einkaufen zu gehen. Als ich um halb sechs nicht bei ihr war, hatte sie angefangen, Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um mich zu suchen. Um kurz vor sechs und sieben Anrufe später war meine Schwester weichgekocht, kam um halb sieben bei unserer Mutter an und begann dann, telefonisch alle Krankenhäuser und Notaufnahmen abzuklappern, während Mami sich in Tränen auflöste.
Als nächstes kam Ralf dran, seines Zeichens Sportlehrer und spitz auf mich. Ich fand seine erotische Ausstrahlung allerdings absolut nicht so überwältigend, dass ich seine bettgymnastischen Fähigkeiten hätte austesten müssen. Selbst als Protagonist einer meiner kleinen Geschichtchen hatte er noch nicht herhalten dürfen. Aber er hatte den Vorteil, gleich um die Ecke zu wohnen. »Hilfe!«, tippte ich ihm um 18.03 Uhr in die Betreffzeile, und dann darunter im Telegrammstil: »Sind in der Bibliothek gefangen, hol uns hier raus, Manuela.« Postwendend kam die Antwort: »Lieber Herr Referendar, Sie haben eine ganz besonders dämliche Art von Humor!« Klar, Jochen hatte sich natürlich mit seinem Account eingeloggt. Bis ich das Missverständnis mit einem zweiten, längeren Brief aufklären konnte, hatte Ralf schon verärgert den Computer zugeklappt, war aus dem Haus gestürmt und hatte sich in der Kneipe nebenan die Kanne gegeben. Ein paar Wochen später erzählte er mir, dass er sich immer wieder ausgemalt hätte, wie es gewesen wäre, wenn er als unser Befreier in der Tür gestanden wäre. Ich machte ihm dann klar, dass er mich selbst damit nicht rumgekriegt hätte, mit ihm in die Falle zu steigen. Daraufhin hat er die bigotte Denise geheiratet, die auch gleich schwanger geworden ist. Sie scheinen glücklich zu sein.
Eben diese Denise, die nur zwei Straßen weiter weg wohnte, war die vierte auf unserer Liste. Der Brief traf bei ihr um 18.07 Uhr ein. Sie hatte ihren Computer daheim kurz noch einmal hochgefahren, um etwas für den Unterricht nachzuschauen. Das war um sechs erledigt. Danach hatte sie den Fernseher eingeschaltet.
Um 18.09 Uhr signalisierte das Handy von Fritz, dass sein Akku schwächer wurde, was mich einigermaßen nervös machte. Ich schaffte es trotzdem, noch drei Briefchen zu tippen, von denen jedoch keiner mehr ankam. Bei Steffen, meinem Deutsch-Kollegen, vergaß ich den Punkt zwischen Vor- und Nachname. Die Nachricht kam um 18.13 zurück. Meine Freundin Britta hatte kurz vorher ihre Adresse geändert, aber wer erinnert sich in der Hektik schon an so was. Die Fehlermeldung bekam ich nicht mehr mit, denn die letzte Mail an Jochens Freund Hans aus Reutlingen war gerade fertig zum Absenden, als das Telefon um 18.18 Uhr seinen elektronischen Geist aushauchte.
Hätte ich gewußt, was in der Nacht an entzückenden Sachen passieren würde, hätte währscheinlich versucht, die folgenden Minuten etwas anders zu gestalten. Aber zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich erstmal hundeelend. »Scheiße!«, brach es nochmal aus mir heraus. »Ich muss seit Ewigkeiten schiffen. Ich halte es einfach nicht mehr aus. Entweder ich mache gleich in die Hose oder meine Blase platzt. Lasst euch bitte, bitte was einfallen!«
Erstaunlich schnell hatten die beiden die Bibliothek auf irgendwelche brauchbaren Gefäße hin durchsucht und nichts gefunden. Kein Papierkorb, kein Blumenkübel, kein Kaffeebecher, rein gar nichts, was zum Reinpinkeln geeignet war. Drei Vorschläge brachte ihr heftiges Nachdenken hervor. Der erste, den Hintern zum Fenster rauszuhalten, war natürlich schwachsinnig. Der zweite, mit den unbrauchbaren Büchern aus der Ecke ein improvisiertes Klo zu bauen, war der sicherlich bequemste. Aber das erschien mir doch ein bisschen unappetitlich. Wer würde die vollgesogenen Wälzer hinterher wegbringen? Blieb der dritte, das winzige Waschbecken zu nutzen.
Nach dem Bau des Seitenflügels war ein ehemaliges Klassenzimmer zur Bibliothek hergerichtet worden. Entsprechend gab es noch die alte Schiefertafel und das Waschbecken für den Schwamm. Das hing aber etwa auf meiner Nabelhöhe, unerreichbar für mein Ausscheidungsorgan. In Windeseile schafften daher Jochen und Fritz ein paar der Schrottbücher herbei und bauten eine improvisierte Rampe für mich. Während sie sich dezent hinter ein Regal zurückzogen, entledigte ich mich schon mal meines vom erotisch-literarischen Schaffen und vom Schweiß getränkten Höschens. Ich wollte mich so schnell wie möglich auf das Waschbecken setzen und den Druck ablassen. Es war mir auch völlig egal, dass die beiden mir durch die Bücherreihen dabei zuschauten, ja es reizte mich sogar, sie zu provozieren.
Zuerst probierte ich mit dem Gesicht zur Wand, mein Fötzchen über den Beckenrand zu schieben. Doch der Wasserhahn stand mit einer so langen Leitung aus der Wand heraus, dass er mir genau in den Nabel stach. Wie sehr ich mich auch abmühte, gleichzeitig den Rock hoch- und den Bauch einzuziehen, mein Strahl hätte niemals sein Ziel erreicht und wäre unweigerlich auf der Bücherrampe gelandet. Also drehte ich mich um. Doch jetzt drückte der Hahn gegen mein Steißbein. Keine Chance, meinen Hintern unter ihm drunter Richtung Wand zu schieben. Auch in der Position wäre praktisch alles daneben gegangen.
»Schnell!«, schrie ich verzweifelt. »Ich brauche noch ein paar Lagen Bücher, um über diesen blöden Wasserhahn zu kommen.«
Meine beiden Männer schienen nur darauf gewartet zu haben. In Nullkommanichts erhöhten sie das Podest. Weil sie sowieso schon alles gesehen hatten, was sie sehen wollten, ließ ich in der Zeit auch gleich den Rock fallen, um schneller abspritzen zu können. Noch bevor sie wieder hinter den Regalen verschwunden waren, legte ich los. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis endlich alles draußen war. Die letzten gelben Tropfen, die ich rausdrückte, hangelten sich an dünnen, weißlichen Fäden nach unten. Da musste sich irgendwo ein gewaltiger Überschuss an selbstgebrautem Gleitmittel angesammelt haben. Normalerweise hätte ich natürlich danach gebohrt, um mit dem glitschigen Segen eine Weile zu spielen. Aber was hätte das in der Situation für ein Bild ergeben, wenn ich in Anwesenheit der jungen Kollegen auf einem Bücherstapel in der Bibliothek über dem Waschbecken hockend mit zwei Fingern in meiner offenstehenden Pfütze herumgerührt hätte. Das ging ja gar nicht. »Sorry«, raunte ich meinem Lieblingsspielzeug zu, das sich dicklich rund aus seiner zarten Umhüllung befreit und in Szene gesetzt hatte.
Daher war ich ehrlich dankbar für den Wasseranschluss unter meinen edlen, aber in mehrfacher Weise seit Stunden durchfeuchteten und, um aufrichtig zu sein, inzwischen schon unangenehm riechenden Körperteilen. Dass für diese Waschung das Becken denkbar ungeeignet, weil viel zu klein war, kümmerte mich wenig. Mit Wasser durften sich die Bücher ruhig vollsaugen.
Erst als ich den Hahn wieder zudrehte, interessierte ich mich wieder für Fritz und Jochen. Gerade, als ich meinte, ihre zwei neugierigen Augenpaare zwischen den Sachbüchern für Kinder auszumachen, verlor ich kurzzeitig das Gleichgewicht. Die Innenseite meines Oberschenkels schrammte etwas am Metall der Wasserleitung vorbei. Weh tat das eigentlich nicht, aber die Gelegenheit war einfach zu günstig. Ein greller Schrei von mir, dazu eine dramatische Handbewegung, und schon stürmten die beiden auf mich zu. Der durchtrainierte Jochen stand zuerst vor mir. Dankbar ließ ich mich in seine ausgebreiteten Arme fallen, Fritz erwischte meine Füße. Gemeinsam trugen sie mich zu den Arbeitstischen, betteten mich fast zärtlich darauf und fragten besorgt, was denn passiert wäre.
»Ich weiß gar nicht. Sowas wie ein Schlag. Es tut höllisch weh. Hoffentlich ist es nichts Schlimmes«, stammelte ich.
»Lass mich mal sehen«, bettelte der angehende Biolehrer Fritz, quasi Experte auf dem Gebiet. Brav machte ich die Beine breit. Er richtete mich zum Licht hin aus, bat Jochen, mein Becken etwas anzuheben, und rückte dann seine Brille zurecht, bis er mit seiner Nase fast schon in meinem Gebüsch steckte. »Ausgesprochen zarte und feine, bräunliche Behaarung«, diagnostizierte er vor sich hin. »Leichte Druckstelle am linken Oberschenkel. Gleichmäßig gerötete Labien. Deutlich vergrößerte Klitoris, aber kein Hinweis auf äußere Einwirkung. Vermehrter Flüssigkeitsaustritt aus der Scheide. Ob das von der Waschung kommt, oder weil der Wasserhahn dort eingedrungen ist und die Schleimhäute gereizt hat, oder ob die Schlüpfrigkeit aus anderen Gründen zunimmt, ist ohne eine gründlichere Untersuchung schwer zu sagen.«
»Wie würde denn die gründlichere Untersuchung aussehen?«, fragte ich neugierig, wobei ich unverhohlen auf die Beulen in beider Hosen starrte. »Vielleicht als taktile Inspektion?«
»Das wäre sicherlich die beste Methode«, erwiderte er fast ungerührt, nur seine Augenwinkel zuckten leicht belustigt. »Wenn du absolute Sicherheit haben möchtest, dass da unten nichts passiert ist, würde ich dir das unbedingt empfehlen. Wir beide könnten es ja mal probieren, wo gerade kein Arzt da ist.«
Ohne eine Antwort abzuwarten, benetzte er auch schon seinen Zeigefinger an einem austretenden Tropfen und strich sorgfältig die Schamlippen entlang. Ich konnte richtig spüren, wie sie nach der Abkühlung am Wasserhahn wieder dicker und lüsterner wurden. Als er wie beiläufig meine pummelige Clit streifte, zuckte ich zusammen. »Na also, da haben wir das Problem!«, rief er aus. »Hier müssen wir ansetzen!«
Doch bevor er sich eingehender mit der rosigen Schwellung beschäftigen konnte, hatte Jochen etwas auf dem Herzen. Er wäre etwas besorgt, meinte er, dass mir oben herum etwas passiert sein könnte, als ich in seine Arme gefallen war. »Eine Prellung, ein blauer Fleck, könnte doch sein, oder?«, lächelte er.
Ich gab ihm vollinhaltlich Recht, dass mit so was nicht zu spaßen wäre, knöpfte bereitwillig meine schweißnasse Bluse auf und half ihm, mich vom einengenden BH zu befreien. Er begann seine Suche dort, wo ich ein Sturztrauma eher weniger vermutet hätte, nämlich an meinem linken Ohrläppchen. Doch ich musste stöhnend zugeben, dass die Behandlung sich durchaus stimulierend auf meinen Gesamtzustand auswirkte.
Das mag auch daran gelegen haben, dass Fritz seine taktile Erforschung meiner feuchten Auen in zweifacher Weise ausgeweitet hatte. Den berührungsempfindlichsten Teil, mein lustvolles Knubbelchen, hatte er seiner Zunge überlassen und währenddessen die von dieser Arbeit entlasteten Finger einfach in mich reingeschoben. Erstaunt darüber, wie bereitwillig mein sabberndes Inneres sie aufnahm, wühlte er darin herum, so tief es ging, um sie dann schmatzend wieder herauszuziehen.
»Meine Güte!«, reagierte er verblüfft. »Wir haben nichts zu essen und hier unten kocht Manu eine solche Menge an heißer Suppe. Willst du mal probieren?«, streckte er seinem Kollegen die vom sämigen Brei triefende Hand hin. Der hatte ohne Erfolg versucht, aus meinen Busen ein paar Tropfen Milch herauszumelken. Daher nahm er dankbar das Geschenk an und schlug gierig vor, dass sie abwechselnd von der gerade erschlossenen Nahrungsquelle schlürfen sollten.
Nach höchstens zwei Minuten war mir so kribbelig zumute, dass ich einschreiten musste. »Einer massiert mein Ohrläppchen und schleckt an meiner Brust«, röchelte es aus mir heraus, »der andere leckt die Clit und streichelt mich von innen!«
Gehorsam machten sie sich an die Arbeit, und um sieben, es muss genau zu der Zeit gewesen sein, als meine Mutter meine Schwester zur Weißglut trieb, weil sie zur Polizei gehen wollte, verfiel ich in einen zweizüngigen, mehrhändigen, unvergesslich zuerst von unten heraufziehenden und dann ganz über mich hereinbrechenden Orgasmus. Erst nachdem die letzte Welle durch meinen Körper hindurch geschwappt war, konnte ich beobachten, wie die beiden vor meiner Spalte hockten wie Katzen vor einem Mauseloch und sorgsam darauf achteten, dass auch wirklich all das, was da herausquoll, den Weg in ihren Mund fand.
»Ich glaube, ich bin geheilt«, stöhnte ich meine Befriedigung heraus, um gleich darauf hinzuzufügen: »Und jetzt habe ich einen Bärenhunger!«
Es dauerte nur Sekundenbruchteile, da hatten sie kapiert, rissen Gürtel, Knöpfe, Reißverschlüsse auf, und Hemden, Schuhe, Hosen und Unterhosen runter. Ich hatte die Qual der Wahl. In meiner Geschichte war der von Fritz leicht dicklich und leicht stummelig geraten, während der von Jochen gerade und stolz zwischen seinen Beinen hervortrat wie ein, nun ja, den dazu passenden Vergleich hatte ich mir daheim noch überlegen wollen. Die paar Stunden in der Bibliothek reichten normalerweise nicht, um eine Erzählung vollständig auszuarbeiten. Wie dem auch sei, die blumigen Umschreibungen konnte ich mir in der Realität sparen. Hier ragten mir zwei herzhaft-steife, vor Anspannung hochrote, schon zitternde Wonneschlegel entgegen, die vorne so feucht glänzten, wie ich es mag.
Ich führte den einen bedächtig in meinen Mund ein, schloss die Lippen hinter der Eichel und zog ihn mit einem »Plopp« wieder heraus. Beim anderen umspielte ich zuerst das Bändchen an der Unterseite mit meiner Zunge, kraulte dabei ein wenig den Sack und schaute dann, wie tief ich ihn hineinbrachte. »Irgendwelche Sonderbehandlungen gefällig?«, erkundigte ich mich, und als Fritz und Jochen sich anschauten und etwas verschämt mit dem Kopf schüttelten, knutsche ich beide mit einem tiefen Zungenkuss ab und fing an, Ernst zu machen, um meinen Kalorienmangel ein wenig auszugleichen.
In Gedanken zählte ich jeweils bis zehn und wechselte dann den saftigen Lolly. Fritz, der sich ja an meinen intimsten Teilen viel länger hatte aufgeilen können, hielt nur vier Lutscheinheiten durch. Ich beschloss, ganz egoistisch zu sein, saugte, was das Zeug hielt, wrang den schlaffer werdenden Schlauch aus, umarmte seinen noch tief atmenden Besitzer und wandte mich dem von Jochen zu. Wirklich Widerstand leistete der auch nicht. Vor ein paar Wochen haben wir spaßeshalber mal mit einem Schnapsglas abgemessen, wie viel denn bei der Aktion für mich rumgekommen ist. Es war ernüchternd wenig. Damals, in der Nacht in der Bibliothek hingegen, kamen mir die beiden Samenportionen wie ein generöses Geschenk des Himmels vor, das mich vor dem sicheren Hungertod bewahren würde und uns dreien außerdem ein himmlisches Vergnügen bereitete. Um Viertel nach sieben, zu der Zeit, da meine Schwester bei der Polizei anklingelte und erfuhr, dass es für eine Vermisstenmeldung noch viel zu früh wäre, schritten wir zum Trink-, Pinkel- und Waschbecken und nutzen es je nach unseren Bedürfnissen.
»Sagt mal, was hätten wir eigentlich gemacht, wenn jetzt gerade der Direktor reingekommen wäre und uns befreit hätte?«, warf ich etwas besorgt ein.
»Wir hätten blöd aus der Wäsche geschaut, würde ich sagen, zumindest als wir noch Wäsche anhatten«, ulkte Fritz. »Danach hätten wir halt abgefuckt ausgesehen.«
»Nein, im Ernst, glaubt ihr, uns holt hier jemand vor morgen früh raus?«
»Hoffentlich nicht«, spielte Jochen erstmals mit dem Gedanken, dass wir noch fast zwölf gemeinsame Stunden vor uns haben würden. »Wir sollten überlegen, wie wir die Zeit nutzen können. Bibliothek ordnen? Referat fertigmachen? Manu fertigmachen?«
»Au ja«, klatschte ich in die Hände und gab den beiden herunterhängenden Samenspendern einen Klaps, dass sie vor Freude wackelten. »Aber eure Fertigmacher sehen nach der ersten Runde nicht so aus, als ob sie die ganze Nacht ununterbrochen durchhalten. Anderer Vorschlag: Geschichte erzählen. Die von Fritz und Jochen mit ihren Freundinnen im Wald, die ich heute geschrieben habe?«
Sie staunten nicht schlecht, als ich mein Laster beichtete, beeilten sich dann aber, den alten Computer hochzufahren. Ich holte noch einen Stuhl. Als der Text endlich auftauchte, saß ich mit gespreizten Beinen zwischen ihnen, ihre wieder Steifen in der Hand, wehrte mich kaum gegen die beidseitige Möschenmassage und begann zu lesen. Als der Jochen meiner Geschichte ganz gemächlich die Finger unter den Gummizug des Höschens seiner Freundin schob und die rasierte Fotze streichelte, zog Fritz etwas die Augenbrauen hoch.
»Gut, wenn dir Fotze nicht gefällt, sagen wir Muschi?«, kam ich seiner Kritik zuvor.
»Nein, nein, Fötzchen gefallen mir ausgesprochen gut, vor allem wenn sie so rutschig sind wie deine. Nur habe ich sie nicht gerne ganz nackt. Darf ich ein bisschen in deiner Wolle kraulen?«
»Nur zu, tu, was du nicht lassen kannst«, leitete ich zur nächsten Szene über. Bis zu dem großen Fick vom Jochen der Geschichte mit seiner Gerda, dem hinter einem Busch Laura zuschaute, und zwar nach vorne gebeugt, damit Fritz bequem von hinten in sie hineinfahren konnte, kamen wir nicht mehr. Der reale Fritz hatte von hinten zugestoßen. Indem er Müdigkeit seines Oberschenkels vorschützte, auf dem ich saß, bat er mich, etwas nach links zu rücken. Dabei nutzte er fieserweise aus, dass ich dafür kurz aufstehen musste, um mich einfach runterzuziehen. Es war echte Millimeterarbeit, denn bis ich merkte, dass ich mich selbst aufgespießte, saß ich auch schon passgenau auf ihm.
»Eigeninitiative muss belohnt werden«, machte ich dem bedröppelt und enttäuscht dreinschauenden Jochen mit einem schon fast verliebten Blick und einem Griff nach unten klar. »Ich würde mich ja mit Vergnügen parallel um deinen kleinen, oh Verzeihung, ganz und gar nicht mehr kleinen Freund kümmern, aber du hast gemeint, dass es noch lange dauern kann. Da müssen wir haushalten, oder nicht?«
Und so bat ich ihn, schon mal meine steifen Brustwarzen zu bearbeiten, während Fritz einen Spurt zu den Arbeitstischen einlegte, sich in aller Eile eins der Kondome überzog, um mich wieder auf sich Platz nehmen zu lassen. Es muss auf acht zugegangen sein. Ralf, der Sportkollege, hatte zu der Zeit bereits drei Bier runtergeschüttet, der Direktor und Denise schalteten die Tagesschau ein, meine Schwester versuchte, meiner Mutter einen Beruhigungsschnaps einzuflößen, Jochen verstand es wie kaum ein Mann zuvor, mich mit einer Mischung aus leichtem Saugen und schnellen Zungenschlägen auf die Warzen schier zur Verzweiflung zu treiben, und Fritz hatte seine Arme von hinten um mich geschlungen, um im Einklang mit meinen rhythmischen Fickbewegungen meine Clit zu stupsen.
Welche Frau kann sowas schon aushalten? Ich nicht, das gestehe ich offen. Beim ersten Mal hatte ich mich noch etwas zurückgehalten, frau weiß ja am Anfang nie, wie Männer auf einen heftigen Orgasmus reagieren. Diesmal hatte sich schon so ein Vertrauensverhältnis zwischen uns eingestellt, dass ich mich einfach fallen ließ. Es war mir völlig schnuppe, was sie zu meinem Gestöhne sagen würden. Erst Wochen später haben sie mir unabhängig voneinander verraten, dass sie mich da so toll und so geil fanden, dass sie sich geschworen haben, nie mehr von mir abzulassen. Hoffen wirs mal, kann ich da nur sagen, denn die beiden bringens wirklich, in jeder Beziehung.
Die Hoffnung, dass es in der Nacht noch regnen und damit abkühlen würde, hatte wir aufgegeben. Allerdings machte auch keiner von uns Anstalten, die Fenster ganz aufzumachen. Irgendwie gefiel es uns, im eigenen Saft zu köcheln. Ab und zu dachte ich daran, dass meine Schwester manchmal am späteren Abend ihre Mails durchschaut. Ich wusste ja nicht, dass sie nicht daheim war. Was würde passieren, wenn sie uns gerade jetzt befreien würden, wo wir drei uns so nahe waren und immer näher kamen? Andererseits hatte ich wirklich einen verdammten Hunger. Nur eine Semmel zum Frühstück, mittags esse ich so gut wie nie, dafür dann zwischen fünf und sechs ganz viel. Meine Mama hätte bestimmt für mich gekocht, wo ich schon freiwillig mit ihr zum Einkaufen gehen wollte.
Nackt auf den Arbeitstischen sitzend plauderten wir fröhlich vor uns hin. Meine Sexgeschichten wollten sie nicht mehr hören, das wäre zu aufreizend, sagten sie, sie müssten ja Kräfte sparen, zur Not für die ganze Nacht. Um neun, habe ich später von meiner Schwester erfahren, brach meine Mutter in hysterisches Geheule aus. Der herbeigerufene Notarzt gab ihr eine Spritze, und um halb zehn schlief sie endlich ein. Meine Schwester blieb natürlich bei ihr. Dass sie ihr Smartphone daheim vergessen hatte, merkte sie erst, als sie in Ruhe ihre Nachrichten durchschauen wollte, und meine Mutter hat keinen Computer.
Ebenfalls um neun schaute ich Jochen ganz steinerweichend an. Mein Magen hatte gerade unüberhörbar geknurrt. Die restlichen vier Kaugummis hatten sie natürlich mir überlassen, und ich hatte sie in einem Anfall von Fressgier in einer halben Stunde durchgekaut. Außer Büchern hatten wir jetzt nichts mehr zu verschlingen. Außer Büchern und kleinen Samenportiönchen.
»Glaubst du im Ernst, die zwei oder drei Tropfen merkt dein Bauch?«, zweifelte er, der sich schon darauf gefreut hatte, mir seinen dicken Jo unten reinzujagen.
Heftig nickend wollte ich schon in die Knie gehen, aber Fritz hielt mich fest: »Willst du nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und im Vorbeigehen auch mich vor dem tristen Los des Hungertodes retten?«
Ich muss reichlich verständnislos dreingeblickt haben, denn er konkretisierte seine etwas kryptische Aussage gleich darauf recht deutlich: »Du schleckst ihn und schluckst, ich schlecke dich und schlucke, er hat nur Orgasmus, du hast Orgasmus und was im Magen, ich habe nur was im Magen, du ziehst also doppelten Gewinn daraus.«
Das leuchtete mir vollständig ein, schließlich muss es ja auch mal Vorteile haben, eine Frau zu sein, noch dazu zwischen zwei Männern. Also legte ich mich folgsam und breitbeinig auf den Tisch, ließ Fritz unten an mich ran, schnappte mir Jochens inzwischen fast schon gewaltig zu nennendes Anhängsel, und, in dieser Reihenfolge, spendete ich Fritz eine größere Menge flüssiger Muschinahrung, holte mir eine ähnlich große Menge aus dem heftig pumpenden Schwanz von Jochen und erfreute dann meinen kleinen männlichen Harem mit einer ausführlichen Zelebration meines Höhepunktes, die aller Ehren wert war.
»Möchtest du nicht vielleicht als Zugabe ein rosiges Stückchen Fleisch kauen?«, bot sich Fritz, ganz der zuvorkommende Gentleman, selbst an, indem er seinen Bauch etwas einzog und seine Hüften vorstreckte, damit ich das angepriesene Teil besser begutachten konnte.
»Ein vorweggenommenes Betthupferl wäre gar nicht so übel«, kommentierte ich kurz, bevor ich herzhaft zugriff, allerdings schon mit leichten Bedenken. Wie würde es mir in ein paar Stunden ergehen, wenn uns keiner herausholen würde und ich dann alle Vorräte aufgebraucht hätte. Die Überlegung schob ich beiseite und umsorgte mampfend seinen Pimmel, der sich trotz der Anstrengungen des frühen Abends gar nicht lange bitten ließ, mir den Nachschlag auf die Zunge und in den Rachen zu servieren.
Da ich in den Stunden zuvor aus Mangel an Essbarem häufiger auf Wasser zur Beruhigung meines Magens zurückgegriffen hatte, wurde nun wieder die Erklimmung der Bücherplattform nötig. Diesmal jedoch griffen meine Männer mir helfend unter die Arme und zwischen die Beine. Danach standen wir eine Weile in harmonischer Umarmung am Fenster und betrachteten die Sterne, die die Gewitterwolken am Himmel abgelöst hatten. »Sollen wir über die Zukunft reden?«, sprach Jochen das an, woran wir alle drei dachten. »Noch nicht«, wehrte ich ab, »lasst uns lieber den Augenblick genießen, solange er währt.«
Dass der zu diesem Zeitpunkt fast zu Ende gegangen wäre, erfuhren wir gleich am nächsten Mittag, als wir wieder in die Schule kamen, und Ralf, der Sportlehrer, uns zu einem Kaffee einlud. Um halb elf hatte ihm nämlich der Kneipenwirt den Bierhahn zugedreht und heimgeschickt. Bevor er ins Bett fiel, um seinen Rausch auszuschlafen, ging, wie er sagte, in irgendeinem Teil seines zugenebelten Hirns ein rotes Lichtlein an. Was, wenn die Mail kein blöder Scherz gewesen wäre. Ohne den Computer nochmal aufzuklappen, wo er ja meine Erklärung hätte lesen können, suchte er im Telefonbuch die Nummer des Direktors und erwischte den beim Zähneputzen. »Sie sind ja total betrunken«, kam es als Antwort aus dem Hörer, aber immerhin hatte er den fürsorglichen Hüter über das Schicksal der Lehrer so weit in Unruhe versetzt, dass der wiederum den Hausmeister aus dem Bett klingelte. »Das kann gar nicht sein«, murmelte der schlaftrunken, »ich habe die drei doch zusammen weggehen sehen. Weiß der Schinder, was die dann getrieben haben, sie wissen schon, junge Leute«, und legte auf. Genau das übermittelte der beruhigte Direktor seinem Studienrat, der die gute Nachricht mit einem schläfrigen Grunzen kommentierte. Die letzte Chance auf unsere Befreiung noch in der Nacht war vertan.
Und so genossen wir den Augenblick, indem wir uns gegenseitig unsere Werdegänge erzählten. Gegen eins wurde es langsam kühler, aber es reichte, näher zusammenzurücken, um trotz unserer Nacktheit weiter zu schwitzen. Das Reden hatte mein Hungergefühl etwas unterdrückt, bis Jochens Schwanz sich bei einer hübschen Anekdote aus seinem reichhaltigen Liebesleben sichtbar in den Mittelpunkt stellte. Er war ja schließlich der Hauptdarsteller der Geschichte.
»Schau an, ein heißes Würstchen«, befand ich anerkennend. »Glaubst du, der findet um die Uhrzeit noch den Weg in meinen Bauch?«
»Ganz bestimmt«, versicherte er, wobei er mit seinen Fingern unter meiner Clit hindurch in meine Tiefen vordrang. »So geölt, wie sich das anfühlt, ist das kein Problem.«
Ehe ich mich versah, lag ich wieder auf den Arbeitstischen, mein Hintern ganz am Rand, die beiden Füße auf Stühlen abgestützt, während Fritz zwischen meinen Schenkeln kniete und seinen Kopf ganz komisch schief hielt, um seine Zunge vertikal in meine Spalte reinzustecken. Jochen suchte derweil das zweite Kondom, das einer der Männer vorher aus seinen Hosentaschen gekramt hatte. Dann leckte er mich so meisterhaft, dass ich geschätzt 80% des Berges schon erklommen hatte, bevor er loslegte. Fritz half mir, meinen stöhnenden Kopf etwas aufzurichten, damit ich genau beobachten konnte, wie sein Freund in mich hineinfuhr.
Er tat das aufreizend. Aufreizend langsam, aufreizend erregend, mit einer aufreizenden Drucktechnik seines Zeigefingers auf meiner aufgedunsenen Kichererbse. Natürlich war die Zunge von Fritz an meinen Ohrläppchen ebenfalls nicht dazu angetan, mein Lustniveau zu senken, doch Jochens Taktik brachte mich schier aus dem Häuschen. Ein Zentimeter rein, Pause, Knubbelmassage. Noch ein Zentimeter rein, Pause, leichtes Trommeln auf das Knöpfchen. Wieder ein Zentimeter rein, Pause, Fritz durfte den inzwischen steinharten Kokon ablutschen. Und so ging das weiter und weiter, bis ich schließlich wirklich meinte, eine dicke, lange, warme Bockwurst in mir drin zu haben. Dann zog er sie mit einem Ruck raus, und das Spiel ging von vorne los. Allerdings nur dieses zweite Mal, dann fing ich an zu schreien und mich zu krümmen, und sogleich verwandelte sich Jochens tiefes Atmen in unartikuliertes Keuchen.
Um vier wachte ich wieder auf. Die zwei schnarchten leise an meinen Ohren. Sie hatten mir meine Bluse untergelegt und irgendwie die anderen brauchbaren Kleidungsstücke über uns drapiert. Vom Liegen auf dem harten Tisch tat mir alles weh, und ich musste pinkeln. Um diese Zeit, berichtete meine Schwester am nächsten Abend, hatte die Wirkung der Beruhigungsspritze nachgelassen. Meine Mutter hielt es aber bis sechs im Bett aus. Als ich zum Tisch zurück wankte, schauten mich zwei lächelnde, oder soll ich sagen verliebte Augenpaare an.
»Ich hätte noch was zu bieten«, flüsterte Fritz.
Auf meinen erstaunt-entsetzten Blick ob solcher Standfestigkeit entgegnete Jochen: »Ich nicht, leider.«
»Ich bin eigentlich auch an meine Grenzen gekommen«, schloss ich die Bestandsaufnahme des sexuellen Leistungsvermögens ab. »Aber ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren, heißt es ja. Wenn du willst.«
Heftig nickend rückte Fritz näher, ich schaffte ihm Erleichterung, er verschaffte mir ein paar Kalorien, alle drei schliefen wir trotz der Schmerzen in den Knochen und einem leichten Gefühl der Kühle auf der Haut wieder ein. Ein spitzer Schrei weckte uns um genau 7.08 Uhr morgens.
Ein halbes Jahr später wiederholte Ralf, wir sind inzwischen fast so etwas wie Freunde geworden, Wort für Wort, was Denise hinterher dem versammelten Kollegium zum Besten gegeben hatte: »Was soll ich euch sagen, ich komme wie üblich um sieben ins Lehrerzimmer, klappe meinen Computer auf, um noch was vorzubereiten, da sehe ich die Nachricht von Manuela. Ich renn raus, mach ihre Aktentasche auf, schnapp mir den Schlüssel und sperr auf. Da kommt mir doch gleich ein Schwall heißer, stickiger Luft entgegen, um nicht zu sagen stinkender Luft. Und was glaubt ihr, wonach es gestunken hat? Nach Sex natürlich! Zuerst hab ich eine Unterhose mitten am Boden rumliegen sehen, und dann ein paar gebrauchte Kondome, dann einen ekelhaft durchweichten Bücherstapel unter dem Waschbecken, und dann habe ich erst das Knäuel auf dem Tisch rechts drüben bemerkt. Wie eine Laokoon-Gruppe aus nacktem Fleisch mit ein paar Fetzen Kleidern. Überall haben Arme und Beine rausgeschaut, einer von ihnen hatte sogar einen Ständer, ich will gar nicht sagen, wer von den beiden.«
Dabei scheint Denise im Bett ganz und gar nicht so keusch und prüde zu sein, wie sie sich damals gab. Das gestand Ralf mir jedenfalls ganz im Vertrauen. »Wenn du wüsstest«, raunte er mir mit leuchtenden Augen zu, »was sie für Turnübungen drauf hat. Das erste Mal, als sie sich auf mein Seitpferd geschwungen hat, hab ich gedacht, sie bricht mir mitten auseinander. Ist sie aber nicht«, kicherte er vor sich hin.
Wir hatten gerade notdürftig unsere paar Klamotten übergezogen und die stinkenden Unterhosen zusammen mit den Kondomen in unseren Taschen verschwinden lassen, da lief auch schon der Direktor ein. Meine Schwester hatte Mama um halb sieben mit dem Versprechen in ihrer Wohnung gelassen, um Punkt acht die Polizei anzurufen, wenn ich nicht in der Schule auftauchen sollte. Um kurz vor sieben hatte sie daheim den Computer angeworfen, meine Nachricht gelesen und den Direktor beim Frühstücken erwischt.
Voller Selbstvorwürfe, weil er in der Nacht nichts mehr unternommen hatte, stand er vor uns, versuchte, sich ein einigermaßen objektives Bild von der Lage zu machen, und schickte uns schließlich kopfschüttelnd nach Hause. Wir sollten Punkt zwölf wieder auf der Matte stehen und ihm Bericht erstatten, der dann allerdings reichlich knapp und spröde ausfiel. Seit diesem Tag, das hat er kürzlich verkündet, öffnet er jeden Abend vor den Tagesthemen sein Postfach.
Ich fuhr sofort zu meiner Mama und verschlang am helllichten Morgen zwei Portionen Spätzle mit Linsen, die sie am Abend für mich gekocht hatte. Danach gings ab in meine Wohnung, wo wir ausgemacht hatten, uns vor dem Rapport beim Direktor zu treffen. Um nicht aus der Übung zu kommen, steckte ich mir dort hintereinander noch meine beiden ganz speziellen, schon wieder saftigen Knackwürste in meine heiße Suppenschüssel rein.
Einen Monat nach den schaurig-schön-erregenden Ereignissen in der Bibliothek mieteten Fritz, Jochen und ich ein Häuschen in Degerloch. Jeder hat ein eigenes Zimmer, das kleinste aber, in das wirklich nur ein breites Doppelbett passt, haben wir als unser Spielzimmer auserkoren. Je nach Lust und Laune schlafen wir dort, und ich würde sagen, dass das eher häufiger als selten passiert. Aus meinen geilen Referendaren sind inzwischen nicht minder geile Studienräte geworden, die meine Ansprüche jederzeit voll zu erfüllen bereit sind.

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