Wellen

"Der nächste Strand kommt bestimmt!“ Wie oft hat er sich diesen Satz vor Augen gehalten, wenn er ins Fitnessstudio ging. Jedes Wochenende die gleiche Plackerei. In diesen modernen Folterstudios mit glänzendem Chrom, Gewichten, Seilzügen, Hanteln und dann diese Geräte, die gern von völlig Ungelenken und Anfänger benutzt werden. Sie sind so konstruiert, das man sie nur in einer Dimension bewegen kann, also für die, die entweder zu blöd sind, eine Hantel zu halten und zu bewegen oder für Anfänger, damit sie nicht auf Grund von total verkrampfter Haltung beim Stemmen viel zu großer Gewichte Stammkunde beim Orthopäden werden.
Irgendwie herrscht in diesen Studios schon eine merkwürdige aber auch Spannungsgeladene Atmosphäre. Zum einen die Blicke und Gedanken von Mann zu Mann „wie sieht der denn aus ? Was der wohl im Bankdrücken schafft ? Bin ich Stärker ? Der ist ja 10 Jahre jünger...trotzdem bin ich besser, allein schon die Erfahrung...Soll der erstmal in meine Jahre kommen...“
Oder die Blicke zwischen den Geschlechtern „schlank ist die ja auch nicht grade...die sieht geil aus, ich leg mal etwas Gewicht drauf, vielleicht kuckt sie dann mal rüber...Soll ich jetzt stöhnen und ächzen oder steht sie mehr auf etwas unterkühlte Typen, die mit leicht schmerzverzerrtem Gesicht lautlos ihre Übungen absolvieren....“
Er liebt es, diese Menschen heimlich in den kurzen Verschnaufpausen zwischen den Übungen zu beobachten. Zum einen die Männer, die sich untereinander argwöhnisch belauern, wie zwei männliche Tiger in benachbarten Käfigen. Dann die Frauen, die entweder kollosal unattraktiv sind und versuchen durch Einhüllen in lockere Sportbekleidung den direkten Blick auf problematische Körperstellen zu verschleiern oder die heißen, in eng anliegenden Trikots mit tiefem Ausschnitt, die Haut oberhalb der Brust gerötet in Folge der Anstrengung....
Was Frauen denken, wird eh für Männer nie ganz nachvollziehbar sein, vor allem nicht, wenn sie die hier anwesenden Exemplare sehen. Einige gut gebaut, eher Macho-mäßig mit Muscle-T-shirt, oder die stillen nachdenklichen Turner, vielleicht etwas zu dick, von denen aber doch einige versuchen ohne Worte intellektuellen Scharm zu versprühen, selbst wenn sie kurze Hosen an haben, was leider meistens schrecklich aussieht.
(Männerbeine sind nun mal nicht schön. Vor allem nicht, wenn sie verschwitzt sind und die Haare an den Waden kleben, sofern überhaupt noch Haare vorhanden sind, da sie sich ja im wachsenden Alter Fleckenweise auflösen und vereinzelte Inseln mit abnehmender Dichte hinterlassen....)
Das Schönste aber kommt nach den schweißtreibenden Aktivitäten, die Sauna und der Wellnesbereich.
Hier kann man nach Herzenslust voyuerieren, nichts bleibt verborgen, alles ungeschminkt und völlig nackt, manchmal sogar noch in helles gleißendes Licht getaucht, welches an allen Falten brutale schwarze Schatten wirft.
An diesem Tag war er allein in der Sauna. Nichts zu sehen von den Studentinnen, die hier hin und wieder mal erscheinen und denen er so gerne nachsieht, wenn sie beim Laufen mit ihren festen Ärschen wackeln oder sich beim Abtrocknen die Brüste massieren, dann die Möse abtupfen und den kleinen Schamhaarrest, als Irokese geschickt gestylt, abreiben.
Oder die schon etwas fülligeren, die sicher mehr Erfahrung beim Sex haben, die auch keineswegs so kokett auftreten wie die jungen Dinger, selbstbewusst ihre Körper nicht grade zu Schau stellen, aber auch nicht verbergen....
Er schaut an seinem schwitzenden Körper hinab, „zu welcher Kategorie gehöre ich eigentlich ? Frauen sehen Männer anders als Männer Frauen und wie sehen sie mich ? Wie will ich, dass sie mich sehen ? Wie sehe ich sie ? Es gibt Tage, da bin ich so geil, dass ich jede Frau, die mir über den Weg läuft, ficken will, ist das eigentlich schlimm ? Oder soll ich mich doch lieber auf innere Werte konzentrieren, da mich ja eh keine ansieht...“
Kopfschüttelnd entstieg er der Sauna, „alles Quatsch !“ murmelte er vor sich hin, und ging in einem möglichst großen Umweg zur kalten Dusche. Er hasste kalte Duschen, es gibt aber keinen Weg daran vorbei, sonst stellt sich der Sauna Effekt nicht ein. Aber es lässt den Schwanz zu einem winzigem, völlig schrumpeligen Ding verkommen, angesichts dessen wirklich keine Frau mehr an anfassen, geschweige dann an blasen denkt.
Schnell noch ein paar Runden schwimmen und dann, endlich, relaxen im Whirlpool....
Er streckte sich aus, mit einer müden Bewegung drückte er den Knopf und genoss sofort dieses wohlige Sprudeln des warmen Nass. Er legte den Kopf zurück und ließ sich treiben. Der Druck der Luft, die aus den Düsen strömte, hob seinen Körper, so dass er leicht schwebte, die Arme hielten ihn am Rand fest. Stundenlang konnte er es aushalten in diesem Pool, träumen von schönen Dingen, losgelöst und entspannt.
Er legte den Kopf zurück, schloss die Augen und kam in einen Zustand, den man schon fast als schwerelos bezeichnen könnte, als plötzlich das Sprudeln aufhörte. Er öffnete die Augen und sah, dass er nicht alleine war. Direkt, ihm diametral gegenüber lag eine Frau. Auch sie war in einer ähnlichen Position wie er mit dem Kopf zurückgelehnt und die Arme ausgestreckt, nur das dabei ihre Brüste aus dem Wasser lugten.
Er stellte das Sprudeln wieder an und war fasziniert von der Form. Nicht zu groß, nicht zu klein, mit dunklen Brustwarzen, die auch noch steil nach oben ragten.
Die turbulenten Wellen im Wasser umspielten diese herrlichen Hügel, fast wie zwei Inseln im blauen Meer, umspült von Wellen mit weißem Schaum....
Wenn er jetzt seinen linken Arm in das Becken gleiten lies, musste er zwangsläufig ihre überkreuzt liegenden Beine berühren. Er überlegte. Es gab jetzt mehrere Möglichkeiten, wie sich diese Situation entwickeln könnte. Wenn er sie anfasste, könnte sie aufschrecken, ihn böse anfauchen, ihm eine scheuern und die anderen Gäste würden Zeuge einer sehr unangenehmen Szene und er könnte sich wohl in diesem Fitnessstudio fürs erste nicht mehr blicken lassen.
Natürlich könnte er auch eine Entschuldigung hervor stoßen, er wäre ganz in Gedanken gewesen und es tät ihm unglaublich leid.
Oder, und darauf hoffte er inständig, sie würde es zulassen, es vielleicht sogar mögen und zu allem Überfluss noch die Beine leicht spreizen, damit er sich vorbeugen konnte um auch noch ihre Möse zu streicheln. Er würde dann im sprudelnden warmen Wasser neben sie gleiten und mit der anderen Hand diese herrlichen Titten massieren. Dabei würde sie seinen Schwanz umfassen und ganz leicht anfangen zu wichsen. Sein Mund würde an den Warzen saugen.
Die Welt und das Fitnessstudio versanken um ihn herum. Er fasste den Entschluss, die Gelegenheit beim Schopf zu fassen und wollte grade den Plan B umsetzen als es wieder aufhörte zu sprudeln.
Erschrocken über sich selbst richtete er sich etwas ruckartig auf. Sie schaute ihn an und lächelte. Sie legte dann den Kopf wieder zurück und wartete offenbar darauf, dass es wieder zu Sprudeln anfangen möge.
Warum hat sie gelächelt, was war das für ein Lächeln ? Hat sie seinen Schwanz gesehen, der sich mittlerweile zur vollen Größe aufgerichtet hatte und der in der Sprudelpause in dem dann völlig klaren Wasser eigentlich nicht zu übersehen war, selbst wenn man die durch die Brechung von Licht im Wasser stattfindende Paralaxe mit ins Kalkül nimmt.
Es „whirlte“ wieder kräftig und er streichelte vorsichtig mit den Fingerspitzen ihre Beine. Nichts. Keine Reaktion. Kein Aufschreien, keine Ohrfeige, nichts. Wie gebannt lauschte er angestrengt den Geräuschen des Wassers und der Pumpe, die ein ruhiges dumpfes Brummen von sich gab.
Das darf doch nicht...sie positionierte jetzt tatsächlich ihre Beine nebeneinander und winkelte sie sogar leicht an. Er war schon fast mit seiner Hand an den Innenschenkeln angelangt, als er eine Stimme vernahm : „Störe ich ?“ „Natürlich störst du, verpiss dich du Wichser, Weichei, zieh Leine, geh an die Theke, ich kauf dir ein Bier...oder besser zwei....drei, vier, ein ganzes Fass !“ all das durchschoss seinen Kopf in dem Moment aber er presste nur ein „nöh“ heraus.
Ein Mann lies sich in das Becken fallen, das Traumbild von den Inseln im Meer versank im überschwappenden Wasser. Jetzt ist alles vorbei, er war unglaublich sauer aber da richtete sie sich auf und hauchte nur ein „komm!“ in sein Ohr.
Es hatte etwas begonnen, ein wortloses Vorspiel, ein Berühren, besser Ertasten, ein Funke der Erotik, wie ein leichter Windstoß im Frühling von einem beginnenden Sturm.
Sie entstieg dem Wasser, er folgte ihr, nackt wie sie waren gingen sie in die Dampfsauna.
Er setzte sich hin und sie begann sofort seinen Schwanz zu blasen und seine Eier zu kraulen.
Heißer Dampf stieg auf, heiße Tropfen lösten sich von der Decke und fielen auf beide hinab, was sie aber nicht wahrnahmen. Er setzte sie auf eine Bank, schob ihr den Schwanz mit einem Stoß tief in ihre Votze und fickte. Sie bäumte sich auf und lies sich in totaler Hingabe und grenzenlosem Verlangen von ihm nehmen. Ihre Fingernägel verkrallten sich in seinen Rücken und er spritze sie voll, entlud eine riesige Menge Saft in ihr, beide kamen gleichzeitig und setzten sich dann zwar befriedigt und ausgelaugt aber immer noch ziemlich ungläubig nebeneinander.
„Störe ich ?“ „Jetzt nicht mehr !“ antworteten beide gleichzeitig . Eine ältere Dame hockte sich etwas verwirrt auf die unterste Bank.
„Kommst du eigentlich öfter her ?“ „Eigentlich schon...“ flüsterte er leise. „Aha...“
Sie glitt hinaus, er blieb einfach sitzen und starrte vor sich hin.
Er beobachtete, wie sich in Pfützen am Boden durch herab fallende Tropfen kleine Wellen bildeten und lächelte still in sich rein.

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