Kurzes Gelbes
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Kurzes Gelbes

„Schämstdudichdennnichtsoausdemhauszugehen?"
Diesen Satz kennen viele von uns. Er stammt von Eltern, die auch mal jung waren und sich aufreizend angezogen haben – sonst wären sie womöglich gar nie aufeinander aufmerksam geworden und hätten sich nie kennen gelernt.
Christine ging aber wirklich etwas weit mit ihrem kurzen und eng anliegenden Baumwollkleid. Das Kleid schmeichelte ihrer Figur, klar. Das Obszöne war die Farbe. Dieses Knatschgelb, das sie aus allen herausleuchten liess. Zudem war ihr Hintern etwas zu gross für das Teil, obwohl ich der Meinung bin, dass gerade rundliche Frauen mit etwas breiteren Hüften sich durchwegs nicht verstecken müssen. Wohlwollend betrachtete Herr Erni seine Tochter. Die jungen Frauen waren eben so und liebten es, sich zu zeigen, so, wie es ihnen auf RTL II vorgemacht wurde. Es war Christines erster Tag am neuen Arbeitsplatz in Biel, einer schmucken Schweizer Industriestadt, die zwar nicht direkt am See gelegen ist, aber doch einen Standortvorteil hat. „Donnerwetter", liess sich ein Nachbar vernehmen, der bereits frühmorgens aus einer Zwangsneurose heraus das Treppenhaus wischte.
Zu wischen gab es in diesem Killersommer nun wirklich nichts – höchstens etwas Staub aus der Sahara, der angeblich über den Gotthard geflogen kommt und die Schweiz mit einer feinen rötlichen Schicht überzieht, dann und wann. Der Nächste, der nervös wurde, war ein Radfahrer. Fast wäre er in den Randstein geprallt. Eine Hirnerschütterung hätte er aber locker weg gesteckt – mit dem Bild der drallen Christine im kurzen Gelben als letzte Erinnerung. „Voulez-vous coucher avec moi?" Der schwarze Rapper am Bahnhof war schon etwas penetranter. «Non, merci.» Christine stellte sich in die Schlange für einen Take Away Kaffee. Die zwei jungen Männer hinter ihr gingen in die Knie, so, als müssten sie Schuhe binden. Der eine von beiden hatte aber bloss Sandalen an. Zu binden gab es nichts. Als wären seine Augen ein Periskop, verdrehte er sie bis zur Schmerzgrenze und konnte so einen Blick unter Christines kurzes Gelbes erhaschen. Ein blauer Slip. Welch ein Abenteuer!!
Als sie in den Zug stieg, den Styroporbecher vor sich her jonglierend, hatte sie drei Männer hinter sich. Christines Hintern brachte ihre durch die frühmorgendliche Sommerschwüle schon aufgewärmten Hormone vollends zum Kochen. Die drei Männer hatten die Frechheit, sich zu Christine ins 4er Abteil zu setzen. Rundherum wäre noch genug Platz gewesen. Der 60jährige Stefan Richter sass ihr direkt gegenüber, der 25jährige Klaus Berber war neben ihr, und auf dem vierten freien Platz machte es sich Peter Stiner bequem. Viele Männer sind ja nicht gerade für Geschwindigkeit bekannt – die drei liessen sich aber nichts entgehen. Christine, wie sie die Knie übereinander schlug, Christine, wie sie ihr Kleid zurechtrückte, Christine, wie sie ihr Haar öffnete und die bunte Schnalle in den Mund steckte. Gezielte Blicke galten jetzt Christines Achseln. Sie war nicht rasiert – lässt eigentlich die Farbe von Achselhaar immer auf die Schamhaarfarbe schliessen? Derart sommerliche Gedanken schossen durch die Hirne der drei Männer. Wenn Christine doch bloss die Beine etwas öffnen würde, verdammt, nur ein ganz klein wenig… Klaus, der Sandalenmann, wusste wenigstens, dass ihr Slip blau war und hatte somit den andern beiden Kontrahenten etwas an Information voraus. Scheinbar versunken starrten die drei Männer in ihre Tageszeitungen; Christine blickte abwesend aus dem Fenster. Der erste Arbeitstag in Biel… würde sie Kolleginnen finden? Sie war eine Frau, die gerne lachte. Würde es dazu Anlass geben in dieser kleinen Cafeteria, in der sie das nächste Jahr verbringen würde? Der alte Mann ihr gegenüber starrte immerzu auf ihren Bauch. Wie peinlich! Was gab’s da wohl zu sehen? Peter Stiner, der ihr diagonal gegenüber sass, gefiel ihr ganz gut. Er mochte so um die 45 Jahre alt sein und hatte Lachfalten. Im Moment schien er ihre Zehennägel zu studieren.
Die dreckigsten Gedanken hatte in diesem Moment Klaus Berber, der neben ihr sass. Er stellte sich vor, die andern beiden Männerim Abteil wären seine Kollegen. Er würde die Initiative ergreifen und ungefragt Christines kurzes Gelbes hochschieben. Viel zu schieben gab’s ja nicht, bei diesem unanständigen Fetzchen Stoff, verdammt. Dann würde er Christine küssen, erst zärtlich, dann fordernd, und den beiden Mitpassagieren einen Blick auf ihre Brüste gönnen. Bewegung würde in Christine kommen, klar. Klaus Berber küsste gut, wie er glaubte. Verdammt gut. Dann, etwas später, würde er sich an ihrem Höschen zu schaffen machen. Es war blau, wie er wusste. Er würde es zur Seite schieben, Christines Scham freilegen – allerdings nur, wenn sie sich nicht wehrte. Er war ein Gentleman. Falls sie sich doch ein wenig wehrte… um so erregender für ihn… Klaus Berber setzte sich kerzengerade hin und verdrängte seine Gedanken an den Missbrauch der Frau neben ihm, die er ja gar nicht kannte. Was war in ihn gefahren? Er war doch nicht einer von denen, nein, keineswegs. Als Freifach-Religionslehrer der Sekundarstufe II war er eine moralische Instanz, dies ermöglichte ihm Status und Honorar.
Peter Stiner hatte eine etwas abartige Präferenz; er bearbeitete Frauen gerne mit Früchten und Gemüse. Heissa, wie geil war es doch, wenn sie auf seinem Küchentisch stöhnten, die Luder, mit Ananasscheiben auf dem Hintern und einer Gurke in der Möse! Es waren meist erfahrene und etwas ältere Frauen, die ihm dieses Vergnügen gewährten. An Mädchen wie Christine war er nie heran gekommen. Um so mehr brutzelte jetzt seine Fantasie. Erst würde er sie mit Margarine einreiben, von oben bis unten. Keine noch so versteckte Hautfalte würde er auslassen, bis alles schön geschmeidig und klebrig war. Dann würde er sie ohne weitere Umschweife auf den Tisch befehlen, im Vierfüssler, versteht sich, so konnte sie am wenigsten von sich verbergen. Ob sie vielleicht ein Tattoo hatte auf der einen Arschbacke? Wenn nicht… er würde ihr schon eins beifügen, mit der brennenden Zigarette. Wie ein Schraubstock würde er sie festhalten und den Geruch nach verbranntem Fleisch gierig einziehen. Das gelbe Kleid würde irgendwo in der Ecke liegen. Aaah, ja, Christines Körperöffnungen. Jede einzelne würde er stopfen mit Gemüse nach seinem Gusto. Mit einer jungen, frischen Rübe würde er ihre Rosette bearbeiten, klar. Christines Liebesloch liess sich bestimmt gut dehnen – mit einer eingefetteten Möhre. Ihr Mund? An einer Banane würde er sie lecken lassen, nur lecken. Für jeden Biss würde er sie schlagen, und zwar kräftig, bis der Hintern feuerrot war. Dieses Luder auch!
Endlich kam Stefan Richter zum Zug im Zug. Christine öffnete die Beine und streckte sich nach dem Fach mit dem Reisegepäck. Sie hätte seine Enkelin sein können. Stefan besorgte es den Frauen gerne mit den Fingern. Er war Goldschmied und ausserordentlich geschickt. Sein kleiner Pimmel hatte ihm nicht viel Glück gebracht im Leben, und mit der Zunge kam er auch nicht mehr so gut klar, seit ihn das Karzinom plagte. Aber die Finger, ja, die hatte er noch. Die Finger und seine Fantasie. Geschickt, wie von einem Goldschmied nicht anders zu erwarten, würde er an Christines Slip herumspielen. Ihn reizte das Verborgene. Das Genital dieser jungen Frau ging ihn sowieso nichts an. Der Stoff hingegen, der es verhüllte, sehr wohl, war er der Meinung. Ob sie einen BH trug? Seine Frau trug nie einen, weil es keinen Sinn mehr machte. Die jungen Frauen heutzutage aber auch! Oh, wie gerne würde er sich vergnügen an Christines Döschen, ihren Slip streicheln, bis sie feucht war! In seiner grauen Flanellhose wurde der kleine Peter lebendig. Lebendig war er ja schon, aber einfach etwas klein geraten…
Ahnungslos setzte Christine sich mit den Zeitungsnachrichten auseinander: Waldbrände in Südfrankreich, ein grenzenlos dummer amerikanischer Präsident, menschenverachtende Israelis und ein Schweizer Bundesrat, der es auch bei explodierenden Ozonwerten nicht für nötig befand, Tempobegrenzungen auf den Autobahnen durchzusetzen in diesem unerträglich heissen Endlossommer 2003.

In Biel stand Christine auf, schulterte ihre Tasche und ging leichtfüssig durch den Bahnhof, dem neuen Arbeitsplatz entgegen.

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