Katz und Maus
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Katz und Maus

Dann kam dieser Tag im Mai letzten Jahres, als Tausenden von Internetnutzern die Kinnlade herunter klappte. Vielen von ihnen wurde seltsam zu Mute in der Magengegend (und weiter unten natürlich), als sie sich das bei der Tauschbörse Kazaa herunter geladene Video betrachteten. Dieser unverblümte, nur etwa 3.5 Megabyte grosse Kurzfilm liess die Leute alles vergessen. Mr. Bill kam zu spät an die Verwaltungsratssitzung. Signor Lucelli vergass seine Metzgerei in Bagno Vignoni in der Toscana. Monsieur Bonde liess seine Geliebte warten, auf einer Bank an der Seine, mitten in Paris. Herr Nufener, allein erziehender Schweizer Vater, liess seinen Sohn vor dem Kindergarten allein. All das ereignete sich nur wegen Annes Schamlippen. Es ist bekanntlicherweise nicht der übliche Weg, eine Frau von ihrer Genitalregion her kennen zu lernen. In der Regel bestaunt man ihre Hüfte. Ihren Gang. Das glänzende dunkle Haar meinetwegen. Ihre kecken Brüste vielleicht, die man(n) unter dem T-Shirt erahnt. Aber doch nicht gerade die Schamlippen! Das erwähnte Video zeigte nichts anderes als dieses sorgfältig rasierte, fotogen glänzende Lippenpaar, an dem sich Steven Bill, Edoardo Lucelli, Jeremy Bonde und Kurt Nufener kaum satt sehen konnten. Sie alle waren (und sind) erprobte Familienväter, sie wissen, wie ein Kind zustande kommt. Anne überforderte sie alle. Ob man nun den Windows Media Player einschaltete, eine aktuelle Winamp-Version oder den Zoom Player: Stets erschien diese unverschämte Nahaufnahme. Keiner hatte je Annes Stimme gehört, keiner wusste, wie sie lachte, was sie gerne ass, welche Filme sie liebte… nur ihre Labien kannten sie. Wie eine Katze vor dem Mausloch sass auch Landwirt Anton Huber vor dem Bildschirm und vergass, seine Kühe zu melken. Ahnungslos bereitete seine Frau Kathrin das Abendessen; im Hintergrund lief die Tagesschau. Huber fielen fast die Augen aus dem Kopf; wieder und wieder drückte er die Playtaste. Ganz nebenbei: Auch Kathrin verfügte über Schamlippen, sehr schöne sogar. Was in aller Welt brachte denn all die Männer dazu, sich an einem seelenlosen Flachbildschirm aufzugeilen? Steven Bill – gutsituierter Angehöriger des Bildungsbürgertums – konnte sich jeden Traum erfüllen. Signor Lucelli - glücklich verheiratet mit Marina, einer drallen Toscanerin und stolzer Vater von zwei Söhnen. Monsieur Bonde – zurzeit Single zwar, geschieden, aber tief verliebt in Julie, Studentin an der Pariser Sorbonne. Herr Nufener – seines Zeichens Millionär, konnte trotz seinem Status als allein erziehendem Vater jede (sagen wir: fast jede) Frau kriegen, die er wollte. Anton Huber war ein sehr selbstzufriedener Mann mit einem staatlich subventionierten Betrieb und völlig frei von Zukunftssorgen. Anne war all diesen Betrachtern und Bewunderern in mehrfacher Hinsicht unterlegen. Sie lebte mitten in London und verdiente ihren Lebensunterhalt im Burger King. Whopper für Whopper arbeitete sie sich durch den Tag, unauffällig, unbeachtet, kaum geliebt. Ihre Eltern waren in Algerien verschollen, Freundinnen hatten sich von ihr distanziert und ihre sechs letzten Partner grüssten sie auf der Strasse nicht mehr. Alles änderte sich an dem Tag, als dieser Holländer bei ihr eine Cola bestellte. „You could make good money“, sagte er mit einem Augenzwinkern zu ihr. Bald darauf lag Anne in einem anonymen Hotelzimmer auf einem anonymen Hotelbett und zeigte ihm ihre Schamlippen. „A beautiful pussy you got there“ komplimentierte sie der böse Mann und tat vor laufender Kamera das, was meine Nackenhaare aufgerichtet hat, mein Herz aber bis zum Hals schlagen liess. Zaghaft näherte er sich mit seiner sehnigen Männerhand Annes empfindlichster Stelle. Mehr nicht. Patrick selbst war auf dem Video nicht zu sehen. Der Betrachter wusste nur: Er trug eine schwere Armbanduhr. Vorsichtig legte er den Zeigefinger auf Annes Lippenpaar. Sie liess ihn gewähren. Das Video war ohne Ton. Ob ihr Gesicht sich regte? Hatte sie die Zehennägel lackiert? Öffnete sie jetzt den Mund? Das alles war der Fantasie von Bill, Lucelli, Bonde, Nufener und Huber überlassen. Steven Bill war ausgesprochen nervös, als er die Verwaltungsratssitzung verliess. Vor ihm stand seine Sekretärin und wartete auf den Aufzug. Versonnen betrachtete er ihren Hintern. Mrs. Lewin trug einen String, daran gab es keine Zweifel. Bill hatte augenblicklich eine Erektion und musste an Anne denken. Die hatte bestimmt auch so einen Knackarsch. Edoardo Lucelli rupfte soeben ein Huhn im Schatten seiner Metzgerei. Versonnen teilte er das zarte Fleisch und füllte Cipolline und Peperoncini ein. Er freute sich aufs Abendessen und bestrich das Geflügel mit Marinade. Unvermittelt kam ihm Anne in den Sinn. Lucelli schuf eine höchst verwerfliche Assoziation zwischen dem gerupften Hühnchen und den rasierten Schamlippen der jungen Londonerin, die er nie persönlich würde kennen lernen. Jeremy Bonde freute sich am geblümten Sommerkleid seiner begehrten Julie. Wie zerbrechlich sie wirkte… ruhig floss die Seine dahin. Ob sie ihn in seine Wohnung begleiten würde? Sachte legte er eine Hand auf ihren Oberschenkel. Julie entzog sich ihm nicht. Ob ihre Muschi so aussah wie die von Anne? Nufener hatte endlich seinen Sohn zu Bett gebracht. Es war still im Haus, still und etwas einsam. War er zu bedauern? Er schenkte sich einen edlen Whisky ein (Oban, zwei Mal gebrannt) und betrachtete den Abendhimmel. Wenn doch diese Anne jetzt zur Tür herein käme und ihn nähme… Die Hüfte seiner Frau erschienen Anton Huber an jenem Abend besonders appetitlich. Er konnte sich kaum sattsehen und schaufelte Speck und Bratkartoffeln in sich hinein. Ohne Umschweife vögelte er spätnachts seine Kathrin, er liebte ihr dunkles Wäldchen über alles. Was wäre, wenn sie es wegrasierte? Sähe sie so aus wie Anne? Anton Huber kam drei Mal kurz hintereinander. Die ahnungslose Kathrin staunte. Nachdem sich Anne Patricks Kamera und seiner Hand hingegeben hatte, nahm sie 50 Pfund Sterling entgegen und ging weiterhin ihrem Job im Burger King nach. Whopper für Whopper. Patrick aber schleuste einen 3.5 Megabyte grossen Ausschnitt seines Schmutzfilmchens ins Internet ein – und verwirrte so Tausende von Kazaa-Tauschbörsennutzern, deren Fantasien explodierten wie Tretminen unter einer Elefantenherde. Spätestens in dem Augenblick, wo Patricks Hand sich Annes Schamlippen näherte, sträubten sich mir als Frau, wie gesagt, die Haare. Nicht nur Männer laden angeblich derartige Filme herunter, sondern auch Frauen. Ein Tipp an die Leserinnen unter Euch: Loggt Euch in die PC’s Eurer Männer ein. Klickt auf „Arbeitsplatz“. Öffnet den Pfad C:Shared Folder. Dort werdet Ihr möglicherweise das Filmchen über Anne kennen lernen. Ein Tipp an die Leser unter Euch: Loggt Euch in die PC’s Eurer Frauen ein. Klickt auf „Arbeitsplatz“. Öffnet den Pfad C:Shared Folder. Dort werdet Ihr möglicherweise nichts finden ausser ein paar harmlosen MP3-Dateien. Frappante Unterschiede zwischen Männern und Frauen werden hier deutlich.Mich erregten die Spielchen zwischen Anne und Patrick. Vorsichtig ertastete er ihre empfindlichste Stelle und kitzelte sie genau an dem Punkt, wo die Schamlippen zusammen treffen. Zaghaft spreizt er sie und zeigt Annes kleine Labien, die – mal von der rosa Farbe abgesehen – wie Schmetterlingsflügel wirkten. Er reizte auch diese delikate Stelle mit dem Finger. Ob Anne jetzt stöhnte? Frech tastete Patrick nach ihrem Liebesloch und fand es auch. Er schob den Mittelfinger tief hinein. Annes Becken bewegte sich; sie zog die Beine an. Ob sie sich überhaupt bewusst war, dass man(n) ihren kleinen Anus jetzt sehen konnte – Patrick und die Internetgemeinde? Patrick beträufelte Annes Damm (für Laien: die Region zwischen Vagina und Poloch) mit Öl und begann zu massieren. Annes Becken bewegte sich immer heftiger – mir ginge das genau so. Lassen wir sie in Ruhe sich ihrem Orgasmus nähern. Wenden wir uns ein letztes Mal Bill, Lucelli, Bonde, Nufener und Huber zu. Steven Bills Sekretärin freute sich über dessen Komplimente aus vollem Herzen – obwohl sie ihre sekretärinnenspezifische Verlegenheit zeigte. Edoardo Lucelli genoss sein Brathühnchen über alle Massen – umringt von seiner Familie unter dem toscanischen Fühlingshimmel. Jeremy Bonde machte sich in aller Vorsicht an Julies Frühlingskleid zu schaffen. Sie liess ihn gewähren. Als es von ihr abfiel, hatte er Gewissheit: Sie sah „da unten“ ganz anders aus als Anne. Und doch wie Anne. Über Kurt Nufener gibt es nicht viel zu sagen. Er schlief über seinem Whisky ein. Sein letzter Gedanke war auf eher tiefem Niveau angesiedelt. „die Hand, die Katze spielt mit der Muschi, der Maus. Anton Huber beschloss, seine Kathrin zu einer Rasur zu überreden, was diese nicht ablehnte. „Zuerst aber melkst Du noch die Kühe, holst Wasser am Brunnen und machst das Schweinefutter bereit.“
Anne genoss im Herzen von London die erste warme Mahlzeit seit Tagen und lächelte versonnen vor sich hin.

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