Im Aufzug

Claudias Aussehen war alles andere als spektakulär. Sie kleidete sich unauffällig, trug meistens schwarze Schuhe, den obligaten grünen oder grauen Rock, der zum Dresscode einer Administrations-Mitarbeiterin gehörte. Ihr Haar trug sie streng nach hinten gekämmt, und Claudia schminkte sich ausgesprochen dezent. Nur ihre grosszügig geschnittenen Blusen, deren Farbe täglich wechselte, liessen eine eindrückliche Oberweite erahnen. Claudia war aber nicht jemand, der das zur Schau stellte oder gar Kapital aus ihren grossen Brüsten schlug. Schwierig wäre das nicht gewesen. In der Versicherung, bei der sie arbeitete, gab es vor allem Männer. Männer, hinter deren Krawatten-Fassade nur schwerlich auszumachen war, was für ein Charakter mit was für Präferenzen sich verbarg.

An jenem Montagmorgen stand Claudia vor dem Aufzug und war gedanklich schon an ihrem Arbeitsplatz. Sie hatte dort eine wunderbare Aussicht über die Stadt; das Grossraumbüro war zudem lichtdurchflutet, was der fröhlichen jungen Frau sehr behagte. «Frauen sind wie Blumen», sagte ihr Chef immer. «Sie brauchen Licht, Luft und Wasser». Er war bei der Bauplanung für die Arbeitsplätze zuständig gewesen und hatte sie nach diesem Motto mitentwickelt.

Neben Claudia wartete Sebastian auf den Aufzug. Es war bereits 09:00 Uhr; er war der Auslaufbursche der Bäckerei am Ende der Strasse und nahm persönlich die Bestellungen für die 10:00 Uhr Kaffeepause auf. In seiner gestärkten weissen Schürze, der weit geschnittenen, schwarz-weiss karierten Hose, mit seinem freundlichen Gesicht und den dunklen Locken wirkte er ausgesprochen attraktiv – auch auf die wie immer unscheinbar gekleidete Claudia.

Sebastian trat einen Schritt zurück, um Claudia den Vortritt zu lassen, was sie ihm mit einem Lächeln dankte. In den ersten Etagen befanden sich die weitgehend unbemannten Serverräume. Ursprünglich waren sie im Keller angelegt, aber seit Stürme und Hurricanes massiv zugenommen hatten, war die Geschäftsleitung auf die Idee gekommen, die ersten vier Etagen frei zu räumen – um Schäden an den Servern durch Kellerüberschwemmungen zu vermeiden. Hier stieg selten jemand ein- oder aus. Langsam glitt der Aufzug vom 10. ins 11. Stockwerk – dann blieb er, zwischen den beiden Stockwerken, mit einem Ruck stehen. Erschrocken starrten Sebastian und Claudia sich an, wie das Menschen fast immer tun, wenn sie im Lift steckenbleiben. Danach kommt eine Zeitspanne, in der die sich zumeist fremden Menschen gegenseitigen Blicken eher ausweichen, bis sich dann, in vielen Fällen, ein Dialog entfaltet und die Beziehungsarbeit aufgenommen wird.

Es ist dieses Wahrscheinlichkeitsmoment, das die Menschen so durcheinander bringt – ähnlich etwa einem Flugzeugabsturz, wo sich die Passagiere noch im freien Flug fragen, «warum gerade ich»?

Bei blockierten Aufzügen ist das ähnlich. Tausende von Fahrten gehen reibungslos vonstatten, aber irgendeinmal versagt die Technik. Für wie lange, ist dann zumeist unklar.

Im Versicherungsgebäude der «Insura» Lebensversicherungen befand sich eine gigantische, opulent ausgeleuchtete Lifthalle, die Visitenkarte des Betriebs, und die Sicherheitsvorkehrungen sowie die Wartungsfrequenz der Aufzüge waren so akribisch aufeinander abgestimmt, dass Ausfälle praktisch auszuschliessen waren. Dies ganz im Gegensatz zu den Mitarbeiter- und Lieferantenaufzügen im Nebenkorridor. Sie waren nicht ganz so intensiv auf dem Radar der Techniker, obwohl sie ebenfalls sehr rege benutzt wurden. In einem solchen Aufzug steckten nun Claudia und der Bäckereiausläufer Sebastian. Wortlos standen sie sich gegenüber, wobei Sebastian – was hätte er denn auch anderes tun sollen – Claudias Rock musterte. Über dessen Inhalt machte er sich keine Gedanken – noch nicht. Er war aber fasziniert von Claudias nackten, appetitlich gerundeten Oberarmen. Es war Hochsommer, und trotz Klimaanlage trugen die Mitarbeiterinnen so wenig am Leib wie möglich – auch wenn das den Dresscode empfindlich schrammte. Sebastian hatte keine Wahl. Sein Arbeitskittel war von Natur aus langärmlig und verriet von seinem sportgestählten Körper eher wenig. Claudia blickte an ihm vorbei auf die gelbe Liftwand. «Geht sicher nicht so lange», versuchte Sebastian das Eis zu brechen. «Tja…», seufzte seine unfreiwillig Mitgefangene. Danach herrschte wiederum Schweigen; beide hingen ihren Gedanken nach.

Eine Stunde später, es war genau 10:00 Uhr und die Kaffeepause begann, hatte Claudia das Stehen satt und setzte sich zögernd hin. Dabei achtete sie sittsam darauf, dass ihr Rock nicht hochrutschte und legte beide Beine zur Seite.

Sebastian überwand sich, sie nicht anzustarren. Irgendwie gefiel ihm diese Frau, ihre verhaltene Art, ihr üppiger Körper, den er unter Claudias Klamotten erahnte und erhoffte. Beim Verteilen des Gebäcks, Nougatschnitten, Berliner, Brötchen und Linzertortenstücken war sie ihm schon mehrmals aufgefallen. Claudia bedachte ihn manchmal mit einem Blick, der ihm durch und durch ging. Einmal waren sogar die zwei obersten Knöpfe ihrer Bluse offen gewesen – und er hatte einen Blick auf ihren Brustansatz erhascht.

Jetzt trug Claudia einen engen, figurbetonten Rock, der bis knapp übers Knie reichte. Die Farbe war ein schimmerndes Meerblau, und an der Vorderseite befand sich eine Reihe von goldenen Knöpfen, die vom Stoff, den sie zusammenhalten mussten, etwas strapaziert wurden: Claudia hatte wirklich enorme Brüste. Stoff, der sich zwischen einzelnen Knöpfen dehnt, gilt nicht gerade als «l’art de se vêtir», wie der Franzose sagen würde. Aber selbst wenn sich die junge Frau mit einem Kartoffelsack gekleidet hätte, wären den Männern die Worte im Hals stecken geblieben. Sie hatte zudem diesen gewissen, anmutig wiegenden Gang, weich, fliessend, und sie galt den männlichen Angestellten der «Insura Lebensversicherungen» als absoluter Top Shot, was sie einander auch kundtaten, wenn sie unter sich waren – am Pissoir oder so. «Hast Du die Claudia heute gesehen», war eine sehr oft geäusserte, sibyllinisch anmutende Bemerkung. «Hast Du heute ihren Arsch schon begutachtet» oder «sie hat wirkich megageile Titten» wäre bedeutend direkter und ehrlicher gewesen. «Hast Du Claudia heute schon gesehen». Na ja. Dabei kleidete sie sich ja meist in dezenten unauffälligen Farben. Aber da war das Kopfkino, das sie auslöste – auch bei Sebastian, der noch immer verkrampft an die Liftwand starrte.

Claudia hatte sich aber nicht nur hingesetzt, weil sie das Stehen satthatte. Sie musste dringend pinkeln und hoffte, in sitzender Position den Druck in ihrer Blase etwas abschwächen zu können. Das gelang ihr nur bedingt, und sie hoffte inständig, dass sich der Lift in den nächsten Minuten in Bewegung setzte. Das geschah allerdings nicht. Für Claudia wurde die Situation zunehmend ungemütlich. «Mögen Sie etwas trinken», fragte Sebastian scheu. In einem grünen Rucksack hatte er eine Mineralwasserflasche dabei. «Oh nein… das wäre jetzt gerade nicht das Richtige. Ich muss dringend pinkeln», vertraute sie ihm an. Die Situationskomik war nicht zu übersehen, und sei es aus Galgenhumor oder um die peinliche Situation zu entschärfen, prusteten beide los. «Ah, ah, ich kann nicht mehr…», bemerkte Claudia, hielt sich den Bauch… und musste ihre Beckenbodenmuskulatur schon sehr in Anspruch nehmen, damit kein Missgeschick passierte.

Eine Viertelstunde später vermeinte sie zu platzen. «Entschuldigung», sagte sie und schaute Sebastian aus ihren grossen Rehaugen an. «Ich halte es nicht mehr aus». Sebastian errötete. Sie würde sich doch wohl nicht, hier im Lift, auf engstem Raum, vor ihm erleichtern wollen? Claudia nestelte in ihrer Handtasche und förderte ein pinkfarbenes, längliches Plastikgebilde zutage. «Damit sollte es gehen», meinte sie erklärend, nicht weniger verlegen als ihr männlicher Liftbegleiter. Sebastian war ein grundsolider Familienvater mit Frau und zwei kleinen Söhnen und wohl der Letzte, der es nötig hatte Frauen beim Pinkeln zusehen zu müssen. Der weibliche Urinstrahl war für ihn kein Fetisch, sehr wohl aber die weibliche Figur. Auch seine angetraute Moni war, was die Körperfülle angeht, nicht von schlechten Eltern.

Wortlos wandte sich Claudia von Sebastian weg und streifte ihren Slip ab. Sie verstaute ihn in ihrer Handtasche und ging in die Hocke. Ihr Hände waren schweissnass, so peinlich war es ihr, aber sie musste der Natur freien Lauf lassen, hier und jetzt. Sie presste das Mundstück des länglichen Plastikrohrs an ihre Scham und wurde mit einem wohligen Strahl erlöst. Der Strahl ergoss sich in einer breiten Spalte, die zwischen Liftboden und Liftwand vorhanden war. Claudia zielte in die Ecke, in der Hoffnung, dass die nasse Wand möglichst spät, wenn überhaupt, entdeckt wurde. So viel Diskretion wie möglich, war ihr Gebot.

Sebastian stand hinter Claudia, und er starrte auf ihre grossen, runden, nackten Pobacken, die unter dem gerafften Rock zu sehen waren. Sein Schwanz wäre wie eine Eins gestanden, wenn er nicht durch seine schwarz-weiss karierte Hose daran gehindert worden wäre. Sie war zwar weit geschnitten, seine Ausläufer-Uniform, aber nicht weit genug, um dem Schwanz völlige Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Einen kurzen Moment kniete Claudia sich hin und gewährte dem jungen Mann die ungehinderte Sicht auf ihre Pflaume. Sebastian musste tief durchatmen, um seine Erregung zu unterdrücken. Dann stand Claudia auf, strich ihren Rock glatt und rieb den pinkfarbenen Urinableiter mit einem Papiertaschentuch trocken, bevor sie beides wieder in ihrer Handtasche verstaute.

«Ich habe den zum Glück immer bei mir», sagte sie erklärend, versuchte aber, direkten Blickkontakt mit dem Bäckereiausläufer zu vermeiden. Ihre Urethra war anatomisch so gelegen, dass immer ein breiter Fächer entstand, wenn sie urinierte. Auf einer Toilettenschüssel sitzend konnte das sehr unangenehm sein. Sie musste jeweils den WC-Ring nachtrocknen. Mit der kleinen, genialen Erfindung aus Hartplastik konnte sie den Urinstrahl besser lenken.

Erneut schwiegen die beiden sich an, aber Sebastians Diskretion liess Claudia nicht unberührt. Keine einzige anzügliche Bemerkung hatte er sich ihr gegenüber geleistet – Claudia war sich da ganz anderes gewohnt. Ob er ihren nackten Intimbereich gesehen hatte, wusste sie ebenfalls nicht – Claudia ging davon aus, dass Sebastian diskret zur Seite geblickt hatte, als sie sich im Winkel des engen Lifts erleichtert hatte.

Dann fasste sie einen kühnen Beschluss. Es war nicht davon auszugehen, dass der Lift sich in den nächsten Minuten in Bewegung setzte, und Sebastian, der Claudia schon oft mit Schwarzwäldertorte und frischen Brötchen verwöhnt hatte, gefiel ihr ungemein. Ganz beiläufig öffnete sie die obersten drei goldenen Knöpfe. «Wirklich heiss hier», sagte sie leise und lächelte Sebastian an. Dieses Lächeln und der blossgelegte Brustansatz der schönen jungen Frau tat bei Sebastian sofort seine Wirkung. «In der Tat», quittierte er ihre Bemerkung. Es war jetzt 11:00 Uhr, und noch immer hing der Lift fest, als wäre er angefroren. Je näher es auf den Mittag zuging, desto grösser war die Möglichkeit, dass sich Mitarbeiter auf den Weg in die Pause zum Lift im Nebenkorridor verirrten und den Lifttechniker mobilisierten, weil sie zu lange warten mussten. Seltsamerweise gab es in diesem Lift keinen Alarmknopf, den Claudia oder Sebastian in der Zwischenzeit natürlich längst betätigt hätten. Dies entsprach zwar nicht den modernen Sicherheitsstandards – aber es handelte sich ja nur um das ältere Modell eines Lieferantenlifts in einem Seitenkorridor.

Claudia öffnete ihren Mund. Sie wusste, dass ihre vollen Lippen ihre Wirkung nicht verfehlen würden. Dann knöpfte sie ihr Kleid bis auf Bauchnabelhöhe auf. «Was…», röchelte Sebastian und trat, als würde er von einem Magneten angezogen, einen kleinen Schritt näher. «Gar nichts», hauchte Claudia, «ich meine…». Doch Sebastian hatte, wie von unsichtbaren Fäden gelenkt, seine Hände schon an ihren Hüften. Mit fruchtig-weichen Lippen umschloss Claudia den Mund des jungen Mannes und erfühlte ihrerseits seine sportgestählten Arschbacken. Dann war es um Sebastian geschehen. Er ging in die Knie und bedeckte Claudias Bauch mit kleinen Küssen. Zahllose Männer wären anders vorgegangen. Sie hätten Claudias BH zur Seite geschoben und ihre grossen Brüste geknetet, oder sie hätten ihre nackte Muschi befingert – ohne zu wissen, dass es nur die wenigsten Frauen mögen, wenn man ihre Clit zu intensiv stimuliert. Sebastian aber war an ihrem Bauch dran. Es ist ja nicht etwa so, dass Moscheen, Synagogen oder katholische Kirchen der heilige Gral dieses Planeten sind. Der weibliche Bauch ist es, der Werden und Vergehen bestimmt und tiefes, unendliches Glück vermittelt. Nur wissen das die wenigsten.

Sebastian bezüngelte Claudias Bauchnabel und genoss den leicht salzigen Geschmack. Es war ein wirklich heisser Sommertag. Dann arbeitete er sich nach oben, bis hin zum Processus Xiphoideus und dem magischen Tal zwischen Claudias schweren Melonen. «Wart, ich helfe Dir», sagte sie leise, streifte sich ihr Kleid über die Schultern, griff nach hinten und öffnete die Ösen ihres luxuriösen Triumph-BHs. Obwohl Sebastian ab und an heimlich Pornos schaute, unter der Kategorie «Big Boobies»: So etwas hatte er noch nie gesehen. Dralle, haselnussbraune Nippel krönten schwere, tropfenförmige, natürliche Supertitten, und Claudias Gatte hatte sie schon mehrfach davon abhalten müssen, dass sie sich, wie viele ihrer Kolleginnen, die Brüste «machen» liess. Keine Verkleinerung also, kein Straffen mit irgendwelchen Einlagen, gar nichts. Natur pur. So mochte Lukas, ihr Göttergatte, es am liebsten.

Claudias und Sebastians Zungen umspielten und erforschten sich, und Lukas’ Hände griffen gierig in Claudias festes Fleisch. Er streifte ihren Rock ganz ab, so dass er zu ihren Füssen lag wie ein magischer, blau leuchtender See. Dann trat er hinter sie und betastete ihren Bauch. Mit kreisrunden Bewegungen liebkoste er das Bauchfett, für das sich so viele Frauen grundlos schämen, und glitt dann mit Zeige- und Mittelfinger zwischen ihre warm-feuchten Schamlippen. Während er ihren Hals gleichzeitig mit kleinen Küssen bedeckte, spürte Claudia an ihrem Riesenpo Sebastians pochenden Schwanz.

«Ich glaube fast, Du bist so weit», hauchte sie, drehte sich um und nestelte an Sebastians schwarzem Gürtel.

Der Uhrzeiger bewegte sich gegen 11:30 Uhr, Sebastians persönlicher Zeiger stand wie eine Zwölf. «Komm in mich», forderte Claudia ihn auf und drückte einladend ihr Kreuz durch. Forschend dehnte Sebastian die ausladenden Pobacken der jungen Frau und begutachtete ihren süssen, rosa Anus. Dann drang er ohne weiteres Vorspiel in ihre Liebesöffnung. Mit Spucke befeuchtete er zwei Finger und massierte sorgfältig Claudias Poloch, was diese mit leisem Stöhnen quittierte. Sebastian machte anscheinend alles richtig; während des Genussficks hielt er sich an ihrem griffigen Bauch fest.

Seine Stösse wurden heftiger und heftiger… und dann setzte sich der Lift in Bewegung. Im 11. Stockwerk blieb er stehen; lautlos glitt die Lifttür auf. Claudia und Sebastian waren dermassen in ihr Liebesspiel versunken, dass sie von ihrer nahenden Befreiung nichts mitbekamen. Das gedämpfte Licht der Lifthalle beschien matt die beiden Liebenden, und ein Halbkreis von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Weg in die wohlverdiente Mittagspause schauten wortlos, fasziniert und, je nach moralischer Gesinnung irritiert zu, wie der Bäckereiausläufer eine der begehrenswertesten Mitarbeiterinnen von «Insura» zu einem transgalaktischen Orgasmus vögelte.

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