Schmuckstücke

Schmuckstücke

Das feuchte Tagebuch der Anna Maria K. - Teil 8

Als ich das verabredete Café gleich neben dem Rathaus erreicht hatte, traf mich ein prickelnder Schock. Das Trio saß bereits draußen am Tisch und bestellte. Die Herren in besten Anzügen, Tanja in einem strengen, grauen Geschäftskostüm, welches gerade mal etwas Ausschnitt und kaum mehr als die zierlichen Knie frei ließ. Spießig, bieder, …der Kontrast hätte kaum größer sein können. Verlegen schlug ich die Beine übereinander, als ich endlich Platz genommen hatte. Wohl wissend, dass in jeder Sitzhaltung mein mehr nackter, als bekleideter Arsch, immer irgendwie sichtbar war.
Nicht, dass ich die Einzige war, die an diesem schönen Tag viel Haut zeigte. Doch im Kontrast zu meinen Begleitern, fühlte ich mich jetzt unglaublich nackt und ausgeliefert. Auf dem Hinweg hatte ich die Blicke noch genossen. Hier schämte ich mich plötzlich, …und meine Begleiter genossen es sichtlich. Sie bestellten ständig und unabhängig voneinander, so dass ständig ein Kellner gegenwärtig war, und mich natürlich mit seinen Blicken verschlang. Nach einer gefühlten Ewigkeit orderte Carlos schließlich die Rechnung.
Ich atmete auf. Auch wenn ich eigentlich nicht weiß, warum. Denn auf dem Weg wurde das Kontrast-Ding natürlich nicht besser. Im Gegenteil. Die anerkennend geilen Pfiffe der Jungs am Anfang hatte ich genossen. Nun tuschelten die Spießer. Auch wenn mich diese Missbilligung irgendwie erregte. Ich war froh, als wir endlich in die Gasse der Juweliere einbogen. Zwar war das Publikum hier noch spießiger, die Blicke noch pikierter, aber ich wusste, gleich würden wir dezent hinter einer Tür verschwinden. Ich bewunderte die stoische Gelassenheit meiner Begleiter…

„An welche Art von Schmuck hat die Dame denn gedacht?“ …sprach der Juwelier Ramon schließlich mit Blick auf Tanja an, während sich Carlos einige teure Uhren ansah.
Zwar fand ich durchaus Beachtung, doch war die gewiss zwielichtiger Natur. Es lag etwas animalisch Gieriges im Blick des Alten, …aber auch etwas beleidigend Herablassendes. Hätte ich als Straßenhure unter der Laterne gestanden, er hätte keinen Augenblick gezögert, seine Börse zu ziehen. Und er wäre gewiss nicht geizig gewesen…
„Wir dachten an etwas Pikantes; …für unter der Bluse, …und auch die Gegend zwischen den Schenkeln, die nur selten die Sonne sieht, …wenn sie verstehen was ich meine“, …antwortete Ramon in einer geschäftsmäßigen Routine, die mich beeindruckte.
Des Alten Blick fiel in Tanjas Ausschnitt, als wolle er darin nach Öl bohren. Ich war fast etwas beleidigt, dass man mir keinen guten, frivolen Geschmack zutraute. Aber Kleider machen eben Leute…
Carlos zwinkerte mir grinsend vom Uhrenständer her zu. Er hatte durchaus Humor und zeigte mir durch pantomimische Gesten, was der Verkäufer nun wohl denken mochte…

„Nein, …für die kleine, blonden Schlampe dort drüben. Wir haben sie für eine Weltumseglung gebucht, damit uns dreien unterwegs nicht so langweilig wird. Aber kommen sie uns nicht mit billigem Modeschmuck. Solides Gold, beste Handwerksarbeit. Keine einfachen Ringe. Wir wollen schon etwas ausgefallenes… Ist ne längere Reise,“ …zwinkerte Ramon dem Alten zu…

Ich hätte nie gedacht, dass angesehene Juweliere derartigen Schmuck fertigen. Aber ja, wo sollen die wirklich edlen Teile aus Gold denn sonst her kommen. In der Tat. Hier gab es nichts von der Stange. Selbst die einfachen Ringe waren aufwändig graviert. Manche sogar speziell an den Stellen, die normalerweise in der Haut sitzen; wohl um bestimmte Reize auszulösen. Und der Alte öffnete die Schubladen (es waren einige) mit geschäftsmäßiger Selbstverständlichkeit…
Ich bin mit einiger Fantasie gesegnet. Und was ich in den Schubladen entdeckte, löste in mir die prickelndsten Fantasien aus. Erotische Fantasien entstehen im Kopf. Die Vorstellung, mein Bizarres Trio als Lustsklavin auf eine Weltreise zu begleiten, hatte schon etwas Kribbelndes für mich. Die Betonung liegt auf „Lustsklavin“. Denn als selbstbewusste, stolze Spanierin lehne ich devote Unterwerfung in beinahe allen Lebenslagen ab. Eine Ausnahme bildet mein „Erotisches Märchenreich“. Gold und Edelsteine bringen eine Frau nun mal zum Träumen. Und in diesen Schubladen befanden sich erotische Schmuckstücke, die meine Fantasie galoppieren ließen. Selbst die einfachen Ringe oder die Kugeln der simplen Nippelstifte waren so kunstvoll verziert, dass sie schon für sich eine Augenweide waren. Wahre Kunstwerke aber, stellten die feinst gearbeiteten Nippelschilde dar. Keine Ware für jeden Tag. Aber auf einer freieren Abendgesellschaft, würde ich damit wohl im wahrsten Sinne des Wortes glänzen. Und man wird ja wohl inzwischen bemerkt haben, dass sich hinter meinem scheuen Lächeln eine sehr exhibitionistische Natur verbirgt…
…Carlos jedenfalls, bemerkte den faszinierten Glanz in meinen Augen. Wohlwollend ermunternd, nickte er mir zu.
„Für den Anfang, zwei simple Stifte für die Brustwarzen und einen Schamlippenring“, …eröffnete er die Einkaufsliste.
Als er die Endtäuschung in meinem Gesicht sah, zeigte sich ein mitleidiges Lächeln, das langsam breit wurde. Denn er hatte genau bemerkt, welche Faszination die Brustschilde auf mich ausgeübt hatten. Da waren ein paar ganz besondere; triangelförmig wie die Dreiecke eines Mikro-Bikinitops geformt; nur völlig trägerfrei und transparent. Ein Geflecht aus Golddraht, aus welchem Blätter und Blüten hervor rankten; besetzt mit grün funkelnden Edelsteinen und Tautropfen aus feinsten Diamantsplitterchen und Blüten aus winzigen Rubinen geschliffen. Und die verführerischste aller Knospen würde meine eigene Knospe bilden; durchbohrt von einem goldenen Stift, der an einer Seite eine goldene Kugel trug, an der Anderen von einem diamantenen Tautropfen verschlossen wurde. Diese Meisterwerke des Goldschmiedekünstlers würden mir jeden Schmerz beim Piercer versüßen…
„Ich glaube, die Dame hat sich entschieden“, …zwinkerte Carlos dem Juwelier zu.
Diensteifrig holte der die wunderbaren Stücke sogleich aus der Lade und bot sie mir mit einem vorfreudigen Lächeln zur Anprobe. Ich tat ihm die Freude und streifte mein Top ab. Ich war in großzügiger Laune. Meine Nippel freuten sich so sehr auf den Schmuck, dass sie sofort vorwitzig wie Fingerhüte hervor standen. Carlos legte mir die Schilde sogleich mit geübtem Griff an und geleitete mich zum Spiegel. Meine Brüste sind klein und sehr spitz, so dass noch kleine Korrekturen am Schmuck nötig waren. Doch das kalte Metall machte meine Nippelzapfen so hart, dass die Gebilde auch ohne Stifte hielten. Mein Spiegelbild zeigte ein trägerloses Bikinitop, welches mehr betonte, als verbarg. Ich wollte es gar nicht mehr abnehmen, so dass Carlos die Gelegenheit nutzte, die optimalen Punkte für die Nadel zu markieren…

Zur perfekten Anpassung der Arbeiten, wurde noch ein Formschaum-Abdruck meiner oberen Konturen genommen, der sogleich mit Gips verfüllt wurde, damit der Schmiedemeister schon Morgen mit der Arbeit beginnen konnte.
Für den Schmuck meines Schoßes, brauchte es keinen Abdruck. Ein dicker, wunderschön ziselierter Goldring.

Derart vorbereitet, führten mich meine Begleiter schließlich ins Piercingstudio. Der Nadeln wegen, war ich nervös. Zwar hatte ich nie Angst vor der Spritze des Arztes. Aber jetzt ging es schließlich um das Durchstechen meiner lustempfindlichen Regionen…

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