Dounja

Dounja

Ins unterste Parkdeck der HELLENIC SPIRIT hatten sie mich gelotst. Wird ganz schön dauern beim Rausfahren, ging mir durch den Kopf. Noch die Überfahrt nach Ancona und dann ist dieser Urlaub vorbei. Der Erste in Griechenland seit dem Tod meiner Frau. Sie war gerne hier.

Ich stellte meine Tasche in der Kabine ab, nein, Deckpassage ist was für Jüngere, ging danach gedankenverloren über die großzügige Innentreppe wieder zwei Decks nach unten und nahm dann die erste Möglichkeit nach Draußen zu kommen. Steuerbord, mittschiffs. Ich musste lächeln. Die Begriffe hatte ich von den vielen Büchern über Piraten und Seefahrt, die ich in meiner Jugendzeit verschlungen hatte. Auf diesem Deckabschnitt saß im Moment nur ein einzelner Mann. Vielleicht mein Alter. Die anderen Passagiere wird es eher ein-, zwei Decks nach oben gezogen haben, wo mehr Platz ist, mit der Aussenbar und man die größere Aussicht genießen kann. Ich kannte das Schiff. Es war das Selbe wie auf der Hinfahrt. Der Mann saß auf einem der beiden Stühle, die von Irgendjemandem auf diesem Deck abgestellt wurden. Allein. Er hatte eine große Wasserflasche aus Plastik, wie üblich in Griechenland, neben sich abgestellt. Ich ergriff den zweiten Stuhl und setzte mich etwa fünf- bis sechs Meter von ihm entfernt mit Blick aufs Meer. Jedoch nicht direkt an die Reling, was später mein ganzes Leben ändern sollte. Ich hätte ansonsten vermutlich nie bemerkt, dass nach etwa zehn Minuten eine Frau aus dem Schiffsinneren herauskam. Auf den ersten Blick eine durchaus interessante Frau. Dunkel- ja beinahe schwarzhaarig, so in etwa mein Alter, Ende vierzig, Anfang fünfzig, und für meinen Geschmack mit einer guten Figur. Sie trug eine graue Jeans und eine leichte Jacke. Ihre kleine Handtasche hatte sie Quer übergehängt. Crossbodybag nennt man das wohl heute… In Igoumenitsa war es etwas wärmer gewesen. Aber hier auf dem Meer wehte ein mäßiger Wind. Und da gerade Mitternacht vorbei war, fehlte auch die wärmende Sonne.

Die Frau stellte sich wortlos an die Reling und schaute in Richtung Land, welches sich noch schemenhaft im Mondlicht abzeichnete. Minuten später erhob sich der Mann und verschwand im Schiffsinneren. Die Frau griff nach der Wasserflasche des vermeintlich Fremden, trank einen Schluck und stellte sie dann neben den Stuhl auf das Deck zurück. Seltsam, dachte ich mir. Nach einer Weile, es war noch kein weiterer Passagier auf dieses Außendeck gekommen, kam der Mann zurück und nahm seinen Platz wieder ein. Kein Wort zwischen ihm und der Frau. Kurze Zeit später ging der Fremde dann doch auf die Frau zu. Ich konnte nicht verstehen, mit welchen Worten er sie ansprach. Als er ihren Arm ergreifen wollte, stieß sie ihn weg. Sie wandte sich von ihm ab, kam ein paar Schritte näher in meine Richtung und richtete ihren Blick erneut aufs Meer. Der Mann starrte sie an. Sein Gesichtsausdruck war leer. Scheinbar resignierend setzte er sich zurück auf seinen Platz.

Weitere Minuten später drehte sich die Frau. Im selben Moment erhob sich der Fremde wieder aus seinem Stuhl. Die Frau suchte den Weg zum Eingang und musste dabei zwangsläufig an mir vorbei. Da der Mann sie zu verfolgen schien, sprach ich die Fremde an: „Kann ich etwas für Sie tun?“ und schob sofort: „Boró na sas voithíso?“ nach, da sie vom Aussehen durchaus eine Griechin hätte sein können.

„Ich weiß net…“ Die Frau war unsicher. Der Mann war wie angewurzelt stehengeblieben und sah uns an. Sie war Österreicherin, wie ihr Dialekt zweifelsfrei verriet. Ohne weiter zu überlegen, eigentlich nicht so mein Naturell, fragte ich weiter: „Ein Glas Wein? Darf ich Sie zu einem Glas Wein einladen? Wir haben gerade erst abgelegt und die Überfahrt ist noch lang…“

Der Blick der Frau ging zwischen dem Fremden und mir hin und her. „Ja, gerne!“ antwortete sie dann doch relativ entschlossen.

Ich hielt ihr die Türe auf und geleitete sie nach Innen. „Zur Außenbar nach hinten?“ fragte ich, was sie mit einem kurzen, aber sehr freundlichen „Ja!“ beantwortete. Kennt Jemand die Fernsehserie: Schnell ermittelt? Die Angelika Schnell spricht im exakt selben Tonfall…

Sie begleitete mich an den Tresen und war mit meiner Weinauswahl eines griechischen Rotweines (was sonst auf einer griechischen Fähre…?) sofort einverstanden. Dazu eine Flasche Nero, also Wasser.

Auf allen mir bekannten Fährschiffen haben auf den Außendecks die Plastikstühle einzug gehalten. Hier stehen sogar relativ Stabile in ausreichender Anzahl. Wir bekamen auch einen Tisch für uns alleine. Nach den üblichen Floskeln über das schöne Wetter beispielsweise begann Dounja, wie ich später erfuhr Tochter einer Griechin und eines Innsbruckers, zu erzählen. Der Mann, er hatte uns natürlich verfolgt und beobachtete die Szene mit Argusaugen aus sicherer Distanz, war ihr Ehemann. „Seit geraumer Zeit entwickelt er sich immer mehr zum Despoten,“ wie sie sich ausdrückte. „Eigentlich ist er ja ganz nett…Aber wir geraten immer öfter in Streit. Heute liefen ein paar Dinge nicht ganz so nach seinen Vorstellungen…“ Ich ließ sie erzählen ohne zu unterbrechen. Ein wenig hilflos wurde ich dann doch, als sie immer leiser wurde und in Tränen ausbrach. Natürlich reichte ich ihr ein Taschentuch. Sie in den Arm zu nehmen hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht getraut. Sie fing sich selbst relativ schnell und wir wechselten das Thema. Immer wieder musste ich mir eingestehen, dass mir gegenüber eine tolle Frau saß. Mit einem sehr hübschen Gesicht und einer ge*len Figur. Sie erfuhr von meiner verstorbenen Frau, mittlerweile kann ich gut darüber sprechen, und wir begeisterten uns gegenseitig über die Schönheiten Griechenlands.

„Ich kann Dir das zweite Bett in meiner Kabine anbieten,“ offerierte ich meiner Zufallsbekannten. Mir kommt es bei solch einem Urlaub nicht auf jeden Euro an und daher buchte ich eine Doppelkabine zur Einzelnutzung. Dounja, „mit ou“, wie sie betonte, war unentschlossen. Zum ersten Mal hatte er sie heute geschlagen. Nicht brutal, aber ins Gesicht. Natürlich ist das sehr beschämend und geht, meiner Meinung nach, überhaupt nicht! Auch sie war sehr entsetzt über ihren Mann, womit sich das seltsame Verhalten der Beiden vorhin erklären ließ.

Peter, Dounjas Mann, beobachtete uns immer noch. Die Flasche Wein und auch das Wasser waren leer. Die Außenbar war mittlerweile geschlossen. Dounja hatte jetzt die Möglichkeit, zu ihrem Mann zu gehen oder mein Angebot anzunehmen. Sie konnte oder wollte sich noch nicht entscheiden. „Einen Absacker noch…Bitte!“ Natürlich schlug ich ihre Bitte nicht ab. Ich bot ihr meinen Arm an, wo sie sich gerne einhakte, und führte sie zu der Automatiktüre ins Schiffsinnere. Die Bar, ganz vorn im Schiff mit am Tag toller Aussicht, war die ganze Nacht geöffnet.

Nachdem besagte selbstöffnende Türe hinter uns lag, wagte ich einen näheren Kontakt und schlang meinen rechten Arm um ihre Hüfte. Sie tat es mir gleich und wir schlenderten langsam vorbei an dem ‚Casino‘, dem Shop und dem Self-Service-Restaurant. In Höhe des A la Card Restaurants brach sie mit einer Bitte unser Schweigen: „Kannst Du mich mal in den Arm nehmen?“

Selbstverständlich drückte ich sie ganz fest an mich. Eine, vielleicht eineinhalb Minuten klammerte sich Dounja an mich. Ganz leise meinte sie: „Ich gehe heute Nacht nicht zu ihm!“

„Ich werde Dir nichts tun,“ erneuerte ich mein Angebot für das zweite Bett in meiner Kabine.

„Okay!“ antwortete sie mit einer Selbstsicherheit, die ich ihr vor ein paar Minuten nicht zugetraut hätte, „Dann gehen wir doch gleich zu Dir! In Ordnung?“

Ich drückte sie nochmal ganz kurz und schlug mit ihr den Weg über die Treppe nach oben zu meiner Kabine ein.

Dounja bekam beim Eintreten den Vortritt, während ich mich noch einmal nach ihrem Mann umsah. Entdecken konnte ich ihn nicht. Beide Betten, eines linke Seite, eines rechte Seite, waren unberührt. Meine Begleiterin entschied sich spontan für das Rechte. Sie setzte sich darauf und meinte: „Das ist meins!“ Ich grinste, griff nach einem der Handtücher und entschuldigte mich für einen kurzen Toilettengang.

„Ich müsste auch mal…!“ hörte ich sie flehen, während ich noch meine Hände wusch. Als ich Sekunden später aus dem Bad, man könnte auch Nasszelle sagen, herauskam, huschte sie sofort hinein. Unten ohne! Wow! Ihre Jacke, die Jeans und auch ihr String hingen, beziehungsweise lagen, ordentlich über dem einzigen Stuhl der Kabine, die Handtasche und ihre leichten Sommerschuhe standen davor. Ich glaubte erkannt zu haben, dass ihr Intimbereich nicht rasiert war.

Nach kurzem Überlegen begann auch ich mich auszuziehen. Schuhe zuerst, dann mein Hemd. Die Armbanduhr fand ihren Platz auf dem Tischchen am Kopfende zwischen den Betten. Kurz darauf öffnete sich die Türe zum Bad und sie trat heraus. Ich hatte mich nicht geirrt, Dounja war richtig schön behaart. „Alles Gut?“ fragte ich. „Ja, alles Gut!“ bestätigte sie, „ich hab dein Handtuch genommen, meines liegt noch hier auf der Bettdecke.

Wir lächelten uns an. Am liebsten hätte ich sie gleich in den Arm genommen und versucht sie zu küssen. Nein, nicht die Situation ausnutzen; mahnte ich mich. Chance vertan? Oder alles richtig gemacht?

Dounja drehte mir den Rücken zu und zog sich ihr Shirt über den Kopf. BH trug sie keinen. Nur einen Wimpernschlag bevor ich mit einem: „Du bist schön!“ meine Empfindungen zum Ausdruck bringen wollte, wandte sie sich mir zu. „Lass uns lieben,“ hauchte sie mir ins Ohr. Ihre Hand hatte sie in meinen Nacken gelegt und ihre Lippen boten sich zu einem Kuss. „Ja, lass uns lieben;“ hauchte ich zurück. Wir verfielen in einen langen, erst sinnlich-zaghaften dann immer heftiger werdenden Kuss.

Beinahe gemeinsam öffneten wir Knopf und Reißverschluss meiner Sommerhose und sie sah zu, wie ich herausstieg. Natürlich bekam Dounja auch mit, dass sich beim Herunterziehen mein Glied in der Retroshorts etwas spreizte und dann sehr erregt in ihre Richtung zeigte. Freiwillig legte sie sich auf mein Bett und zog mich an den Armen auf sie. „Kondom?“ fragte ich im Anflug eines klaren Gedankens. Dounja verwarf mit einer kurzen Kopfdrehung meinen Vorschlag und forderte stattdessen: „Komm endlich!“
Sie war feucht genug, dass nach ein wenig Führung durch ihre Hand mein Harter problemlos bis zum Anschlag in sie eindringen konnte. „Aaaaahh“ kommentierte sie wohlig meine Penetration und sah mir dabei fest in die Augen. Es war ein herrliches Gefühl, diese Frau so zu spüren. Wir beide sehnten uns nach Nähe. Nach genau dieser körperlichen Nähe. Es folgte ein Meer aus Küssen, ein beidseitiges Begehren nach diesem Haut-an-Haut Gefühl. Dazu das immer weitere Erregen unserer Gefühlswelt durch das Zusammenspiel unserer Geschlechtsteile. Girlfriendsex in höchster Vollendung.

Ich versuchte Dounja so wenig wie möglich zu bedrängen und dabei so viel Hautkontakt wie nur irgend möglich zu halten. An ein deutliches Ändern unserer Stellung, ohne sich nicht wenigstens kurzzeitig voneinander zu trennen, war bei der schmalen Matratze nicht zu denken. Nein, trennen wollte ich mich nicht. Sie auch nicht! Das war an ihrem gesamten Verhalten zweifelsfrei zu erkennen.

Ihr Höhepunkt kam beinahe lautlos. Allerdings ließen mich ihre Fingernägel in meinem Rücken deutlich spüren, dass es so war. Dazu die übermäßige Nässe, die ihre Pussy produzierte. Ich konnte und wollte mich nicht länger zurückhalten und ejakulierte druckvoll meine Spermien in ihren Unterleib. An ihrer Reaktion war zu erkennen, dass sie diese Schübe deutlich spüren konnte.

Außer Atem waren wir nicht. Trotzdem lagen wir eine ganze Weile schweigend und, der einzige Vorteil des schmalen Bettes, ganz dicht nebeneinander.

Ich streichelte gefühlvoll über ihren Körper. Vor allem ihre sehr flachen Brüste wurden intensiv von meiner Hand bedacht.

„Ab wann wolltest Du mit mir ins Bett? Ehrlich!“ Dounjas Frage wirkte neugierig, aber auch irgendwie, na ich weiß nicht…Sie hatte wohl eine starke Vermutung diesbezüglich.

Ehrlich antwortete ich: „Zwei Sekunden nachdem ich Dich gesehen hatte. Aber natürlich habe ich nicht ernsthaft daran geglaubt, dass es tatsächlich wahr werden würde.“ Für mich gab es keinen Grund, ihr etwas vorzumachen.

„Bist Du jetzt enttäuscht?“ fragte sie weiter.

„Nein, ganz im Gegenteil! Du bist eine tolle Frau! Ich glaub sogar, ich hab mich ein wenig verliebt…!“ Musstest Du ihr das jetzt sagen; mahnte mein Innerstes. Die Frau ist doch schon zerrissen genug.

Sie überging mein Geständnis und fragte: „Obwohl ich so gut wie keine Oberweite habe?“ Dounjas Brüste waren in Körbchengröße A oder vielleicht sogar in AA angesiedelt. Dass dies ganz nach meinem Geschmack war, konnte sie natürlich nicht wissen. Stehen doch die meisten Männer eher auf größere Ti*ten. Ich versicherte ihr, dass genau ihre Brüste meinen Idealvorstellungen entsprachen und sie dazu perfekt zu ihr als Person passten.

Sie tat etwas zweifelhaft. Ich wollte meine Aussage untermauern und fügte hinzu: „Ich wette, wenn Du dich nach vorn, über mich beispielsweise, beugst, sind sie genau eine Handvoll. Und das ist doch perfekt!“ Als Antwort auf meine Feststellung drückte sie mir ein Küsschen auf den Mund.

Auf ihr mehrfaches Gähnen fragte ich leise: „Soll ich gehen?“ Gemeint war natürlich, dass ich ihr das Bett überlassen würde und in das andere wechsele.

„Nein, das andere ist meins! Komm,“ sie drehte mir ihren Rücken zu, „ganz nah. Ich will Dich spüren.“

Es freute mich sehr, dass sie meine Nähe suchte. Ganz dicht schmiegte ich mich an sie heran. Praktisch war, dass sich das Kabinenlicht aus meiner Position problemlos ausschalten ließ.

„Gute Nacht;“ flüsterte sie und schien ihren Po ein wenig fester an mich zu drücken. Dies blieb nicht ohne Folgen. Die ganze Situation, die Nähe dieser Frau, der Geruch ihrer Haut, das sanfte Streicheln ihrer Haare und nicht zuletzt der Gedanke an den intensiven Sex in der letzten halben Stunde ließen mein Glied mehr und mehr verhärten. Ich wollte das nicht, aber verhindern, nein, das ging nicht. „Sorry,“ flüsterte ich Dounja zu, die diesen Zustand natürlich auch spürte. „Ist doch schön,“ hauche sie zurück. Mit Hilfe einer kleinen Bewegung ihrer Hüfte und einer Hand flutschte mein Harter zielstrebig in ihr Döschen. Ob noch einmal eine Schmusenummer daraus wurde, überlasse ich der Phantasie des Lesers.

Irgendwann nachts wechselte Dounja dann doch das Bett. Sie hatte ein paar Tränen vergossen und wollte vermutlich nicht, dass ich das mitbekomme. Ihr leises Schluchzen wurde bald schon von einem, sagen wir nicht allzu lauten Schnarchen abgelöst.

Geweckt wurden wir von der Durchsage, dass das Self-Service-Restaurant nun zum Frühstück geöffnet hätte. „Wer zuerst?“ fragten wir uns gegenseitig. Bei der Enge der Nasszelle war an ein gemeinsames Duschen leider nicht zu denken. Als sie in ein Handtuch gewickelt aus dem Bad kam, fragte sie mich: „Und Du magst wirklich meine kleinen Brüste?“

Ich nahm sie in den Arm, zog ihr das Frottee vom Körper und musterte sie von oben bis unten. „Du bist schön!“ stellte ich fest und gab ihr einen sehr fordernden Kuss.

„Später;“ Dounja wehrte meine Versuche ab, sie ins Bett zu bekommen. „Ich hab richtig Hunger!“

Nachdem auch ich frisch geschniegelt und angezogen war, suchten wir das Self-Service auf. Wie befürchtet, saß Peter dort an einem der Tische. Dounja tat erst so, als würde sie ihn nicht bemerken. Nach der Kasse, sie und ich hatten je ein Tablett in der Hand, spürte ich ihre Unsicherheit. „Geh ruhig hin!“ bekräftigte ich ihre Meinungsbildung. „Okay; Du bist nicht böse?“ Ich versicherte ihr, dass sie jederzeit zu mir kommen könnte und wünschte ihr viel Glück für die Begegnung mit ihrem Mann.

Ich suchte mir einen Platz, von wo aus ich einen guten Blick auf die Beiden hatte. Sie wechselten erst ein paar Worte, bevor Dounja ihr Tablett abstellte. Schweigend rührte sie ihren Kaffee und biss vom Croissant. Dann flammte ihr Gespräch auf. Sie biss sich zwischenzeitlich auf die Unterlippe, während ihr Mann ihr Vorhaltungen zu machen schien. Dounja schüttelte den Kopf, stand auf, nahm ihr Tablett und kam auf mich zu.
„Darf ich?“ fragte sie selbstbewusst und setzte sich mir gegenüber. Sie brauchte ein paar Minuten. Wir sprachen erst über Belangloses. Ohne Überleitung bemerkte sie dann: „Es war schön heute Nacht! Und ich meine nicht nur den Sex. Unsere Unterhaltung an Deck hat mir unendlich gutgetan.“

„Ja, das war es;“ stimmte ich ihr zu. „Und es war schön, Dich kennengelernt zu haben!“ „Ja!“ Sie grinste über das ganze Gesicht, „Das war das Beste!“

Wir frühstückten ausgiebig. Beim Gehen, in dem Moment als wir am Tisch ihres Mannes vorbeigingen, fragte sie überschwänglich gut gelaunt: „Gehen wir nochmal ins Bett?“

„Mit Dir immer…“ antwortete ich lächelnd. Arm in Arm schlugen wir den Weg zu meiner Kabine ein.

„Warte, ich hol erst meine Sachen.“ Dounja kramte aus ihrem Handtäschchen ihre Zugangskarte zu der Kabine, die sie eigentlich mit ihrem Mann zusammen bewohnen wollte, las laut: „10210“ vor und schlug den Weg dorthin ein. Sie ging hinein, schnappte sich ihren Kulturbeutel, kramte aus einer Tasche ein Shirt und einen Slip heraus und warf die Türe wieder hinter sich zu. Schon kam Peter um die Ecke. Wer weiß, was passiert wäre, wenn sie alleine… So hielt Dounja die drei Teile hoch, während er uns passierte und blieb von ihm unangetastet.

„Fühl mal;“ Sie legte meine Hand auf ihre Brust, damit ich ihren heftigen Herzschlag spüren konnte.

Meine Kabine lag im nächsten Trakt. Vor der Türe drehte sich Dounja zu mir und zog mich ganz dicht an sich. „Du weißt schon, was ich jetzt von Dir will?“

„Sag es mir nochmal!“

Sie zog ein möglichst verruchtes Gesicht und meinte: „Ich will, dass Du es mir so richtig besorgst!“

Ich zog die Augenbrauen nach oben: „So richtig hart?“

„Ja, hart und ausdauernd!“

Mir gefiel unsere Konversation und ich setzte noch eins drauf: „Und Du wirst auch schamlos die Beine breit machen?“

Dounja biss sich sinnlich auf die Unterlippe: „Ja, ich zeig Dir alles!“

Ich wollte das Spiel noch ein wenig hinauszögern und forderte: „Dann will ich deine Titten sehen! Jetzt! Hier! Sofort!“

Sie schubste mich auf die gegenüberliegende Gangseite, enger Gang, drückte mir Kulturbeutel, Slip und Shirt in die Hand und zog ihr Oberteil über den Kopf. Dabei riskierte sie nicht einen Blick nach links oder rechts. Es könnte ja jemand den Gang entlangkommen.

„Gefällt Dir, was Du siehst?“ fragte sie mit einem erneuten Biss auf die Unterlippe.

„Ja, mir gefällt sehr was ich sehe!“ Ich dachte, es wäre jetzt an der Zeit, unser Spiel im geschützten Raum der Kabine weiterzuspinnen und war im Begriff, die Zugangskarte zu meiner Kabine aus der Hemdentasche zu fischen.

„Willst Du nicht noch mehr sehen?“ Dounja hatte ihre Hände hinter dem Kopf verschränkt, um mir ihre Brüste besonders reizvoll anzubieten.

Mein Blick streifte über ihren entblößten Oberkörper und heftete sich dann in ihrem Gesicht fest. Diese lockere Art der Erotik, die sich zwischen uns so spontan entwickelt hat, machte ihr sichtbar Spaß. Ohne das Kärtchen in die Hand zu nehmen antwortete ich begeistert: „Ich will alles sehen! Aber ich will auch alles anfassen!“

Wieder biss sie sich auf die Unterlippe. Sie öffnete die Jeans und zog diese, mit im Bund eingehakten Daumen nach unten. Da sie vermutlich ihren gestern getragenen String nicht noch einmal anziehen wollte, war sie darunter nackt. Mit einer Drehung stieg sie aus der vor der Kabinentüre liegenden Hose aus. „Bedien Dich!“ Sie stand, jetzt mit dem Rücken zu mir, mit Ausnahme der Sneakers völlig nackt und mit hochgestreckten Armen an die Wand gelehnt. Kopf ganz zurückgelegt und Beine leicht gespreizt. Und das ganz öffentlich im Kabinengang eines Fährschiffes.

„Wir sind hier falsch…“ hörte ich eine ältere männliche Stimme und sah kurz, wie dieser Mann eine, vermutlich seine, Frau zum Abbiegen in den nächsten Quergang drängte.

Dounja hatte keine Anstalten gemacht, ihre Position verändern zu wollen. Ich beeilte mich, ihre Sachen auf die Hose zu legen und trat ganz dicht hinter sie. „Du bist heiß!“ flüsterte ich ihr ins Ohr. Gleichzeitig tasteten meine Hände ihre Flanken entlang. Die Innenseiten ihrer Oberschenkel und die Pobacken konnte ich natürlich nicht auslassen. „Ich will Dich jetzt…;“ Das Wort fi*ken wollte ich nicht aussprechen, fand aber auf die Schnelle kein Anderes was passen würde. „Ja, fi*k mich! Nimm mich!“ Dounja hatte ausgesprochen, was mir auf der Zunge lag.
Wir stürmten in die Kabine. Glücklicherweise fiel die Türe selbst zurück ins Schloss. So schnell wie jetzt war ich noch nie aus meinen Klamotten raus. Ich stürzte mich auf die schon im Bett liegende Frau, die mir ihr behaartes Fö*zchen sehr bereitwillig darbot. Nass, nein nass war gar kein Ausdruck, so wie mich ihre Weiblichkeit empfing. Ich konnte und wollte mich nicht beherrschen und artikulierte mich durchaus laut. Auch Dounja seufzte und stöhnte ohne Zurückhaltung. Diesmal wechselten wir mehrmals die Stellung. Bald schon kniete sie auf dem Bett und ich stand hinter ihr und rammte meinen Harten immer und immer wieder in ihren Schoß. Genial war auch, als sie auf mir saß und mich ritt. Sie sank einfach auf mir zusammen, als ihr, vermutlich zweiter, Höhepunkt über sie kam. Es war so ein ge*ler Fi*ck!

Diesmal lagen wir atemlos, für meinen Abschluss hatte ich sie wieder in die sogenannte Missionarsstellung gedrängt, nebeneinander. Wir beide wagten lange nicht die einzig wichtige Frage in den Raum zu stellen. Dounja war es, die die Antwort darauf gab: „Ich weiß nicht, was werden wird.“

Jetzt, wo alle Anspannung verflogen war, begannen ihre Tränen zu laufen. „Siebenundzwanzig Jahre Ehe. Aber in letzter Zeit immer mehr die Hölle…“ Für mich stand fest, dass ich diese Frau glücklich sehen wollte. Liebend gerne würde ich sie einfach mitnehmen. Aber würde sie das wirklich glücklich machen? Und natürlich hätte sie dabei ein gewichtiges Wort mitzureden. „Willst Du ihm noch eine Chance geben?“ fragte ich.

„Ich weiß es nicht;“ brachte sie unsicher hervor, „aber was bleibt mir denn sonst? Zu unserer Tochter,“ sie ist vierundzwanzig Jahre jung und lebt mit Freund in Wien, „möchte ich nicht gehen.“

„Wir kennen uns noch nicht lange,“ fing ich an, ihr eine Möglichkeit zu eröffnen, „aber ich mag Dich sehr.“ Das Wort Liebe wollte ich nicht aussprechen. „Du bist nicht allein, solltest Du dich für eine Trennung entscheiden. Ich bin für Dich da. Zum Anlehnen. Auch wenn Du Geld brauchst. Oder auch nur eine Liebesnacht. Ehrenwort!“

Dounja war unentschlossen und sehr zerrissen. „Weißt Du, heute beim Frühstück…am Liebsten würde ich gehen. Aber immerhin haben wir uns mal geliebt…Und meine Arbeit?“

Wir kuschelten noch sehr lange miteinander. Dounja erzählte aus ihrem Leben. Und wie aus dem Nichts fragte sie: „Würdest Du mich bis Innsbruck mitnehmen, auch wenn ich mich für ihn entscheide?“

Ich versicherte ihr, alles zu tun, womit ich ihr helfen konnte.

Ich durfte Dounja noch einmal nackt genießen, beim Anziehen, nachdem sie aus der Dusche kam. Anstatt zu Mittag zu essen wollte sie sich noch ein wenig auf Deck in die Sonne legen. Ich leistete ihr Gesellschaft. Ihren Mann bekamen wir erst wieder beim Auschecken an der Rezeption zu sehen, da er beide Zugangskarten zur Kabine abgeben musste. Wir hatten uns schon auf Deck mit langen Küssen voneinander verabschiedet, jedoch vereinbart, dass ich vor der Fähre auf sie warten würde, sollte Peter sie nicht mitnehmen.

Wie erwartet, dauerte es eine ganze Weile, bis ich so gegen 17:30 Uhr aus dem untersten Parkdeck herauskam. Dounja stand unübersehbar am Rampenende und freute sich, dass ich meine Einladung erneuerte.

„Er hätte mich zwar mitgenommen, aber ich fahre lieber mit Dir!“ Sie hatte diese Entscheidung getroffen und war sichtbar zufrieden damit.

Später auf der Autostrada kam sie noch einmal auf unseren heftigen Sex vom späten Vormittag zu sprechen. „Wir haben es früher auch wild getrieben. Aber dieses Spielchen vor der Kabine anzufangen, hätte ich mich bei meinem Mann nie getraut.“ Ich sah sie kurz fragend an und Dounja erzählte weiter: „Er hätte mich ausgelacht. Ja, er hätte gelacht. Und das wäre frustrierend gewesen. Aber mit Dir, es war so spontan und so…“ Jetzt fehlten ihr die Worte. „Du warst der Mittelpunkt,“ übernahm ich das Gespräch, „und es war sooo ge*l!“ Wir waren uns einig, dass es richtig Spaß gemacht hat.

Zum Abendessen hielten wir kurz vor 20:00 Uhr an einem Restaurante in Imola. Trotz Ende September konnte man problemlos draußen sitzen. Immer wieder stellten Dounja und ich Gemeinsamkeiten fest. „Komm mit mir!“ Ich wusste, dass meine Äußerung unfair war. Diese tolle Frau mir gegenüber stand vor der wahrscheinlich schwersten Entscheidung ihres Lebens. Sie schüttelte den Kopf. „Tut mir leid, ich kann nicht…“

Ihr Mobiltelefon läutete. Sie warf einen kurzen Blick auf das Display und drückte das Gespräch weg. Sie überlegte irgendetwas und fragte dann: „Könntest Du dir vorstellen, im Bett eine Frau mit einem Anderen zu teilen? Oder hattest Du das schon einmal?“

Ihre Frage kam sehr überraschend, hatten wir doch das Thema ‚Sex‘ seit der Fähre nicht mehr angesprochen. Würde ich sie mit meiner Antwort schocken? Oder will sie genau das hören? Ich entschied mich für die Wahrheit. „Ich kann mir das sehr gut vorstellen und ja, ich hatte das schon!“

„Peter kann sich das überhaupt nicht vorstellen!“ Dounja spielte mit dem Löffel ihres Espressos, den wir zum Abschluss des Essens bestellt hatten. „Ich wollte das mal probieren, und habs nur angesprochen, da wäre er beinahe ausgerastet.“

„Er liebt Dich halt und will nicht teilen…“ Mein Erklärungsversuch war nur halbherzig und eigentlich hatte ich schon das Gefühl, als wäre sie einer Trennung näher denn je.

„Du könntest dir wirklich vorstellen, dass ich mit einem Anderen, und Du siehst zu…?“

„Ja, könnte ich;“ bestätigte ich ihre Frage. Und ganz leise, als wollte ich ihr etwas Vertrauliches erzählen, fügte ich hinzu: „Oder wir nehmen Dich gleichzeitig!“

Dounja schien etwas verlegen, fragte aber doch: „Magst Du Pof*ck?“

„Ja; Du auch?“

Sie bewegte ihren Kopf etwas hin- und her. „Weiß nicht. Wenn der Mann es richtig macht, warum nicht!“

Wir waren uns einig, dieses Thema hier nicht weiter vertiefen zu wollen. Außerdem mahnte Dounja zum Aufbruch.

Den Rest der Fahrt, immerhin gut vier Stunden und es war Nacht, hing meine Mitfahrerin meist ihren Gedanken nach. In Innsbruck lotste sie mich wortkarg zu ihrer Adresse. Ich hielt vor einem Wohnblock, fünfstöckig und jede Menge Balkone. „Verrätst Du mir deinen Namen?“ bat ich sie, als sie nach einem, nein es waren drei lange Küsse im Begriff war, mein Auto zu verlassen. Sie schüttelte mit dem Kopf: „Besser nicht!“

„Ich warte noch zwei Stunden;“ gab ich ihr mit auf den Weg. Sie war ausgestiegen und warf mir noch eine Kusshand zu. Dann verschwand sie im Haus Nummer 47.

Inzwischen dämmerte es. Die zwei Stunden waren seit zehn Minuten abgelaufen. Gleich schon hatte ich bemerkt, dass Dounjas Shirt und ihr Kulturbeutel noch auf dem Rücksitz lagen. Machte ich mir umsonst Sorgen? Hat sie gerade Versöhnungssex mit ihrem Mann? Oder streiten sie? Würde sie meine Hilfe brauchen? Hat er sie gar umgebracht? Mir war gar nicht gut. Ich hatte nicht einmal ihre Telefonnummer bekommen. Immerhin könnte sie mich anrufen, wenn sie das möchte. Nein, dieses Wissen beruhigte mich ganz und gar nicht. Dann ging das Licht im Treppenhaus an. Dounja! Mit Tasche! Ich stürzte aus dem Auto und nahm sie in den Arm!

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