Koitus interuptus

Es ist eine warme Sommernacht im August. Sarah wälzt sich in ihrer Pension schlaflos hin und her. Irgendwann dämmert sie ein. Es ist fast Morgen, als sie die Melodie ihres Handys aus den Träumen reißt. Ungläubig starrt sie das Display an - eine unbekannte Rufnummer. Selbst Schuld, denkt sie, warum schaltest du das Telefon nicht auf stumm. Aber nun ist sie wach und die Neugier ist stärker als der Zweifel. Sie haucht ein zögerliches „Ja bitte„ in die Sprechmuschel. Nach wenigen genuschelten Wortfetzen erkennt sie Markus an seinem Lallen. Er ist sturzbetrunken. „lall lall...„ Erzählt ihr, er hätte ihr Zettelchen mit dem Vorschlag für ein heimliches Stelldichein am Abend zu spät gelesen. „Da wären die Schwenker schon auf dem Rost gelegen.„ Überhaupt, er sei ein verheirateter Mann. Was sie denn meint, was passieren tät, wenn seine Frau zu Hause ihre Nachricht am Handy abruft.
So ein Idiot, denkt Sarah! Er ist selbst schuld, dass sie aufgeflogen sind. Sie hatte ihn gewarnt. Lösch alle Nachrichten, lösch die von mir empfangenen Anrufe, lösche meine Nummer als „getätigten Anruf„ oder noch besser, lass das Handy übers Wochenende hier. Sarah kennt die Eifersucht der Frauen nur zu gut. Daher gab sie ihm alle guten Ratschläge, die dazu beitragen könnten, ihre Affäre vor seiner Frau geheim zu halten. Wie sich herausgestellt hatte, umsonst. Markus lallt ihr weiter durch die Sprechmuschel zu. Erzählt immer wieder etwas von morgen Vormittag. Schließlich wird ihr klar, er beschlossen hatte, morgen das Seminar zu schwänzen und ihr ein Stelldichein für den Vormittag vorschlagen wollte. Sarah wusste, dass morgen ihre Regelblutung einsetzen würde, daher hatte sie versucht, ein Treffen am Vorabend zu arrangieren. Sie versuchte, Markus mit dezenten Umschreibungen über ihr „Handycap„, ihre „technische Verhinderung„ aufzuklären. Er kapierte es nicht. Schließlich legte Sarah entnervt auf und schaltete das Handy auf stumm. Es war mittlerer Weile vier Uhr. Bis zum Schrillen ihres Weckers fiel Sarah in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

Nach dem Aufwachen erinnerte sie sich an den sonderbaren nächtlichen Anruf. Sie war sich nicht ganz sicher, ob es sich um eine somnambule Projektion ihrer heimlichen Wünsche in die Wirklichkeit handelte. Später im Unterricht fehlten wie angekündigt Markus und sein Kumpel Werner. Der Dozent handelt ein Thema ab, in dem sie ziemlich fit ist. Sarah hat nur ihr Drehbuch für ihr Pulleralarmdrama im Kopf. In Gedanken rechnet sie. Ins Koma gefallen ist er nach grenzenlosem Gelage mit Werner gegen vier Uhr. Bis elf Uhr sind es sieben Stunden, das reicht aus, um halbwegs auf die Beine zu kommen und ist gleichzeitig früh genug, um ihn mit großer Wahrscheinlichkeit schlafend im Bett anzutreffen. Gedacht – getan! In der Kaffeepause 9:45 Uhr packt sie ihre Tasche. Auf dem Weg vom Seminarraum zur Pension spürt Sahra, wie ihre Regelblutung einsetzt.
In der Pension macht sie sich zurecht. Äußerlich sollen keine Spuren ihres „Handycaps„ zu sehen sein. Aus dem Schrank kramt sie den kürzesten Mini, die heißeste Bluse. Dann heizt sie mit ihrem Wagen durch die verschlafenen Gässchen Mieselbachs. Sie parkt etwa hundert Meter von Markus´ Privatquartier entfernt, so dass sie weder die prüde Vermieterin noch der eventuell schon erwachte Kumpan Werner sehen können. Erwartungsgemäss ist die Haustür offen. Sie schleicht auf Zehenspitzen ins Haus. Millimeter für Millimeter drückt sie die Klinke zu Markus´ Zimmer herunter. Hmmm! Da liegt er im Bett. Sein süßes, rundes Pfannkuchengesicht ist entspannt. Er grunzt.

Sie setzt sich rittlings auf ihn, beugt sich über sein Gesicht und knabbert ihm zart am Ohr. Markus lächelt mit geschlossenen Augen, zieht sie zu sich heran und küsst sie. Erst dann schlägt er die Augen auf, sagt: „Hmm, so bin ich schon lange nicht mehr geweckt worden„, und knöpft ihr die Bluse auf. Sarahs Outfit kann man getrost als gewagt bezeichnen. Sie hat den superkurzen grauen Mini an, der mit dem Schlitz links vorn, dazu den Leopardenlook-Push-Up-BH, an der schwarzen Bluse ist entschieden ein Knopf zuviel auf. Man meint, die hochgepuschten Brüste müssten einem förmlich ins Gesicht hüpfen. Markus fängt an, mit ihren Brüsten zu spielen dass es ihr heiß im Höschen wird. Der BH ist so knapp, dass einem die prallen Rundungen praktisch entgegen springen. Mittlerer Weile ist Sarah so erregt, dass es den Tampon mit einer gigantischen Flutwelle aus ihr herauszuspülen droht. Markus´ Zunge wandert über ihre Lippen, ihren Hals, ihre Brüste.
Zwischendurch bricht Sarah immer wieder ab, um eine Debatte mit ihm zu führen. Er ist ja so herrlich naiv. Er braucht ein ganzes Stück, bis er ihrer Argumentationskette folgen kann, warum jetzt seine Frau, bloß, weil sie ihre Nachricht abgerufen hat, Sarahs Namen wissen kann. Während er an ihren Brustwarzen dreht, was Sarah fast zur Besinnungslosigkeit bringt, sagt sie: „Leider können wir jetzt nicht bis zum Finale kommen. Ich nehme an, du kannst kein Blut sehen.„ Wild und heiß geht es weiter. Sarah leckt, beißt und küsst an Markus herunter. Sein Schwanz ist zu einer riesigen Erektion angeschwollen. Da ist schon ein Lusttröpfchen drauf. Sie schleckt es ab. Sie zieht seinen Oberkörper hoch und streift ihm das T-Shirt über den Kopf. Eine Weile spielen sie noch miteinander herum. In Sarahs Unterleib pulsiert das Blut, die Kapillargefässe pochen. Der arme Tampon! Nun muß er von innen wie von außen seine Saugfähigkeit unter Beweis stellen. Sarah sieht zur Uhr. Es ist eins. Abrupt bricht sie ab. Zu Markus sagt sie: „Das war ein Koitus interuptus der anderen Art. Weiter in diesem Theater geht es am kommenden Montag. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende mit deiner Familie, Darling.„ Pünktlich um 13:30 Uhr sitzt Sarah wieder im Unterricht.

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