Krake, Martin

Martin Krake
Martin Krake

Der 1970 in Kassel geborene Martin Krake gehört zu jenen Fotografen, deren Aktaufnahmen sehr persönlich, fast portraithaft gehalten sind, ohne die künstlerische Distanz zum Modell aufzugeben, gleichsam das Persönliche, Intime studierend, beobachtend und erforschend. Krakes Arbeiten sind dennoch, oder gerade deshalb sehr präsent und von intensiver Ausstrahlung. Daß er mitunter die Koryphäen seines Faches zitiert, tut dabei den Bildern keinen Abbruch, sondern steht für das große Talent des Künstlers, eigene ästhetische Koordinaten und Wertigkeiten zu bestimmen und anhand dieser seine Ideen, sowohl handwerklich auf hohem Niveau, als auch künstlerisch modern, umzusetzen. Eine eigene Ausdrucksweise zu definieren, eine eigene Bildsprache zu finden und künstlerisch umzusetzen, gehört in der Fotografie gewiß zu den höchsten Hürden und man muß sagen, daß Martin Krake diese auf beeindruckende Weise gemeistert hat.

Als ich 1986, im Alter von 16 Jahren, meine erste Spiegelreflexkamera kaufte, ahnte ich noch nicht, wohin mich mein neues Hobby führen würde. Ich setzte damals meine künstlerischen Ideen in Landschaftsfotos und Stillleben in Schwarzweiß um. Natürlich reizte mich auch die Aktfotografie, und meine ersten Versuche machte ich bereits 1989, wiederum in Schwarzweiß. Das Ergebnis war durchaus überzeugend, und die Anerkennung, die ich fand, ermutigte mich, damit weiterzumachen.
Die folgenden Jahre brachten eine Verfeinerung meines Stils und achtbare Erfolge bei Wettbewerben und Ausstellungen. Allerdings hatte ich schon lange das Ziel, mit künstlerischer Aktfotografie meinen Lebensunterhalt zu verdienen, und in dieser Richtung waren die Erfolge leider nicht so groß. Ich habe lange gebraucht, um mir darüber klar zu werden, dass künstlerische Aktaufnahmen in Schwarzweiß zwar allgemein sehr bewundert werden, aber leider nicht genug Geld einbringen, um davon leben zu können.
Zudem wurde nach dem Abitur in 1989 und der Beendigung des Zivildienstes im folgenden Jahr die Frage der beruflichen Orientierung immer dringender. Natürlich wollte ich etwas mit Fotografie machen, aber an einen der wenigen Studienplätze im Fach Fotodesign heranzukommen wollte mir nicht gelingen. Eine handwerkliche Ausbildung als Fotograf schien mir wenig sinnvoll, da ich es inzwischen selbst schon so weit gebracht hatte, dass ich dabei nicht mehr viel zu lernen gehabt hätte. Dadurch bin ich bis heute reiner Autodidakt.
Da die diversen Nebenjobs, von denen ich seinerzeit lebte, sowie ein aus Verlegenheit begonnenes Magisterstudium in den Fächern Kunstgeschichte und Germanistik auf die Dauer auch nicht so spannend waren, entschied ich mich 1995 schließlich, auf eher kommerziell orientierte Farbaufnahmen im Pinup-Stil umzusteigen, um meinen Traum, vollprofessioneller Aktfotograf zu sein, doch noch umsetzen zu können.
Ich konnte jedoch bald feststellen, dass dieser Wechsel meine Kreativität durchaus nicht einschränkte, denn auch bei solchen Aufnahmen hat man sehr viele Möglichkeiten, seinen eigenen Stil herauszubilden und künstlerisch-kreative Ideen umzusetzen. Hinzu kam der wachsende Erfolg bei der Vermarktung meiner Aufnahmen, der mir auf anderem Weg viel größere Freiräume gab: Dadurch, dass es kein kostspieliges Hobby mehr war, sondern ein mehr und mehr gewinnbringendes Geschäft wurde, konnte ich viel häufiger und mit viel größerem Aufwand als bisher arbeiten.
Während der drei Jahre, in denen ich im journalistischen Bereich bei einer Kasseler Stadtillustrierten tätig war, baute ich parallel meine Tätigkeit als Fotodesigner auf semiprofessioneller Basis immer weiter aus. Seit 1999 schließlich bin ich vollprofessionell in der Aktfotografie tätig. Heute betrachte ich mich zwar nicht mehr als Künstler, sondern eher als kreativer Produzent, der aber seine Freiräume nutzen kann, um eigene Ideen umzusetzen und einen persönlichen Stil herauszubilden.

Martin Krake

http://www.martinkrake.com/

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